Ich stimme der Verwendung von Cookies zu. Auch wenn ich diese Website weiter nutze, gilt dies als Zustimmung.

Bitte lesen und akzeptieren Sie die Datenschutzinformation und Cookie-Informationen, damit Sie unser Angebot weiter nutzen können. Natürlich können Sie diese Einwilligung jederzeit widerrufen.





Silber: Solarbranche erzwingt die Wende ( Finanztrends)

24.03.2026, 3240 Zeichen

Die globale Solarindustrie wächst rasant, will aber auf ihren wichtigsten industriellen Rohstoff künftig verzichten. Wegen explodierender Kosten beschleunigen Photovoltaik-Hersteller massiv ihre Bemühungen, den Silberanteil in ihren Modulen zu reduzieren. Diese tektonische Verschiebung trifft auf einen Markt, der ironischerweise weiterhin in einem tiefen strukturellen Angebotsdefizit feststeckt.

Kostenexplosion erzwingt Substitution

Historisch machte das Edelmetall weniger als fünf Prozent der Solarmodulpreise aus. Inzwischen ist dieser Anteil auf schätzungsweise 17 bis 29 Prozent hochgeschossen. Analysten von J.P. Morgan Research bezeichnen das Preisniveau mittlerweile als existenzielle Bedrohung für die Solarindustrie.

Als Reaktion darauf soll die Silbernachfrage aus Photovoltaik-Installationen in diesem Jahr um sieben Prozent auf rund 194 Millionen Unzen sinken. Das Bemerkenswerte daran: Gleichzeitig wächst die globale Solarkapazität um etwa 15 Prozent weiter. Die Industrie entkoppelt ihr Wachstum zunehmend von dem teuren Rohstoff.

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Silber Preis?

Strukturelle Knappheit bleibt bestehen

Obwohl der größte industrielle Abnehmer auf die Bremse tritt, bleibt das Angebot zu knapp. Das Silver Institute prognostiziert für das Jahr 2026 ein Defizit von 67 Millionen Unzen. Seit 2021 hat sich damit ein kumulierter Fehlbetrag von rund 820 Millionen Unzen aufgebaut.

Das Problem liegt in der Förderstruktur. Rund 72 Prozent des primären Silbers fallen lediglich als Nebenprodukt beim Abbau von Kupfer, Blei und Zink an. Steigende Preise führen daher nicht automatisch zu einer höheren Minenproduktion, da Bergbaukonzerne ihre Primärmetalle priorisieren. Wie ernst die Industrie die langfristige Versorgung dennoch nimmt, zeigt ein aktueller Rekorddeal. Wheaton Precious Metals sicherte sich im Februar für 4,3 Milliarden US-Dollar die künftige Silberproduktion der peruanischen Antamina-Mine von BHP.

Doppelte Verwundbarkeit drückt den Kurs

Diese fundamentale Unsicherheit spiegelt sich in der aktuellen Kursentwicklung wider. Nach einem Ausverkauf der Vorwoche, getrieben von einer restriktiven US-Notenbank und geopolitischen Spannungen im Nahen Osten, stabilisiert sich der Preis am Dienstag bei rund 69,40 US-Dollar pro Unze. Die Schwäche zeigt sich besonders im Vergleich zum Gold: Die Gold-Silber-Ratio weitete sich zuletzt auf 64,6 aus und unterstreicht die Underperformance des Industriemetalls.

Im weiteren Jahresverlauf trifft eine moderat steigende globale Minenproduktion von erwarteten 820 Millionen Unzen auf die sinkende Solarnachfrage. Die Preisentwicklung hängt nun maßgeblich davon ab, ob die technologischen Einsparungen der Photovoltaik-Hersteller schnell genug greifen, um das anhaltende Angebotsdefizit auszugleichen.

Anzeige

Silber Preis-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Silber Preis-Analyse vom 24. März liefert die Antwort:

Die neusten Silber Preis-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Silber Preis-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 24. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Silber Preis: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


(24.03.2026)

BSN Podcasts
Christian Drastil: Wiener Börse Plausch

Wiener Börse Party #1121: ATX etwas fester, Flughafen Wien gesucht, Take my breath away Research und European Lithium feat. Trump


 

Bildnachweis

1. Trading



Aktien auf dem Radar:Semperit, Mayr-Melnhof, CPI Europe AG, EuroTeleSites AG, Austriacard Holdings AG, Kapsch TrafficCom, Lenzing, Rosgix, CA Immo, Rosenbauer, AT&S, FACC, Wolford, BKS Bank Stamm, Oberbank AG Stamm, Athos Immobilien, Marinomed Biotech, Amag, EVN, Österreichische Post, Telekom Austria.


Random Partner

Vienna International Airport
Die Flughafen Wien AG positioniert sich durch die geografische Lage im Zentrum Europas als eine der wichtigsten Drehscheiben zu den florierenden Destinationen Mittel- und Osteuropas. Der Flughafen Wien war 2016 Ausgangs- oder Endpunkt für über 23 Millionen Passagiere.

>> Besuchen Sie 54 weitere Partner auf boerse-social.com/partner


Trading


 Latest Blogs

» ATX leicht im Plus: Schöne Handelsvolumina und ein Kursziel für Marinome...

» Wiener Börse Party #1121: ATX etwas fester, Flughafen Wien gesucht, Take...

» Österreich-Depots: Jetzt ist auch Stockpicking Österreich ytd ins Minus ...

» Börsegeschichte 24.3.: DAX, Bawag, Brau Union (Börse Geschichte) (BörseG...

» Nachlese: Marco Reiter Strabag (audio cd.at)

» Bau-Turbo zeigt erste Wirkung: Mehr Baugenehmigungen in Deutschland ( Fi...

» Bewusstes Gehen verjüngt das Gehirn ab 50 ( Finanztrends)

» Santacruz Silver Aktie: Wende nach Korrektur ( Finanztrends)

» Coeur Mining Aktie: Reserven, Upgrade, Milliarden-Kredit ( Finanztrends)

» PIR-News: Auftrag für Strabag, Research zu Marinomed, Auszeichnungen für...