27.02.2026, 3222 Zeichen
Bei Ubisoft Entertainment vollzieht sich ein bedeutender Umbau in der internen Struktur. Gestern verließ Clint Hocking, der Creative Director des Hoffnungsträgers Assassin's Creed Hexe, den Publisher. Kann das neue Führungstrio die Entwicklung der Kernmarke in einem schwierigen Marktumfeld stabilisieren?
Die Entwicklung von Hexe, zu dem es seit der Ankündigung im Jahr 2022 kaum öffentliche Updates gab, liegt nun in neuen Händen. Jean Guesdon übernimmt die Leitung. Er verantwortete bereits erfolgreiche Teile der Serie wie Black Flag und Origins.
Dieser Wechsel ist Teil einer umfassenden Umstrukturierung der Tochtergesellschaft Vantage Studios. Neben Guesdon wurden Martin Schelling und François de Billy berufen, um die strategische Ausrichtung des Franchise zu steuern. Die Neubesetzung folgt auf interne Verwerfungen: Bereits im Oktober schied der ehemalige Manager Marc-Alexis Côté aus und reichte in der Folge Klage gegen das Unternehmen ein.
Trotz der personellen Fluktuation bleibt Ubisoft operativ stark von seiner historischen Kernmarke abhängig. CEO Yves Guillemot bestätigte bereits Ende 2025, dass sich mehrere Projekte in aktiver Entwicklung befinden, darunter sowohl Einzel- als auch Mehrspieler-Erfahrungen. Auch ein mögliches Remake von Black Flag ist weiterhin Gegenstand von Branchendiskussionen.
Die strategischen Anpassungen fallen in eine Phase externer Kritik an der Produktpolitik. Alex Hutchinson, ehemaliger Creative Director von Assassin's Creed III, kritisierte gestern öffentlich den Umgang mit dem Piratenspiel Skull & Bones. Er bezeichnete es als problematisch, Inhalte aus dem Jahr 2012 neu zu verpacken, da kreative Konzepte nur ein begrenztes Zeitfenster hätten, bevor sie veraltet wirken. Skull & Bones kämpfte nach seiner Veröffentlichung im Februar 2024 mit gemischten Kritiken und schnellen Preisnachlässen.
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Der Umbau findet vor dem Hintergrund einer angespannten Lage im französischen Gaming-Sektor statt. Am selben Tag, an dem Ubisoft die Personalien klärte, musste der Konkurrent Nacon ein Notfall-Insolvenzverfahren einleiten. Der Mehrheitsaktionär Bigben Interactive konnte eine Kreditrückzahlung in Höhe von 43 Millionen Euro nicht leisten.
Dieser regionale Druck unterstreicht die Notwendigkeit eines stabilen Markenmanagements für europäische Publisher. Ubisoft setzt mit dem neuen Führungstrio auf personelle Kontinuität innerhalb der erfahrenen Entwicklerriege. Die erfolgreiche Umsetzung der angekündigten Projekte ist entscheidend, um das Vertrauen in die langfristige Pipeline des Unternehmens zu sichern.
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