Immo Express 01/12: Unschuldsbeteuerungen, Mailbox-Nachrichten und fortgesetzter Ärger (Christian Drastil)
06.01.2012, 5415 Zeichen
Herzlich willkommen zum Immo Express,
Das Jahr 2012 begann mit Karl Petrikovics - zumindest Immofinanz-Anleger könnten das so sehen. Der ehemalige Chef von Immofinanz, Immoeast und Constantia Privatbank, dem die Staatsanwaltschaft wegen nebuloser Aktiendeals Untreue und die Bildung einer kriminellen Vereinigung vorwirft, durfte im mehrseitigen "profil"-Interview seine Sicht der Dinge darstellen. Wenig überraschend ist er davon überzeugt, seine Unschuld beweisen zu können. Mit seinen Aussagen zur Beteiligung von Buwog-Konsortiumsmitgliedern an den Hochegger-Zahlungen zog sich Petrikovics wohl den Zorn von Raiffeisenlandesbank OÖ, Wiener Städtische, Hypo OÖ und Oberösterreichische Versicherung zu, die seine Darstellungsweise dementierten. Das Interview gibt auch interessante Einblicke in die "damalige" Denkweise der Immofinanz-Führung.
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"Wir haben den Gewinn, der uns (aus Aktiengeschäften, Anm.) zugestanden ist, verrechnet. Ich verstehe den Vorwurf nicht", sagt Petrikovics etwa im "profil" auf die Frage, warum er Scheinrechnungen gelegt habe. Dass der Rechnungszweck frei erfunden war, lässt er auch auf Nachfrage wenig gelten. "Wir haben fakturiert, was uns zustand. Niemandem ist daraus ein Nachteil erwachsen". Und überhaupt: "Hätten wir uns mehr darum gekümmert, unsere Aktienpositionen sauber zu strukturieren, und weniger um die Immofinanz und Immoeast, dann hätten wir die ganzen Probleme jetzt nicht". Schliesslich haben er und sein Team 80 Stunden die Woche gearbeitet und damit eine der "fünf führenden Immogesellschaften Europas geschaffen", zitiert Petrikovics seinen Nachnachfolger Eduard Zehetner. Dass das Immokonglomerat zwischenzeitlich und als Folge der noch in Aufarbeitung befindlichen dubiosen Geld- und Aktienflüsse fast an die Wand gekracht wäre, lässt er aus.
Newsflow gabs in den vergangenen Tagen aber auch von anderer Front: Der deutsche Bundespräsident Wulff wird den Ärger um einen günstigen Kredit für seinen Hauskauf nicht mehr los. Als Folge eines Interviews in ARD und ZDF wollte die "Bild"-Zeitung nun die Nachricht, die Wulff auf der Mobilbox des Chefredakteurs hinterlassen hat, veröffentlichen und fragte bei Wulff an. Dieser ist dagegen.
Und manche Dinge setzen sich einfach aus dem Vorjahr fort: Spaniens Banken ächzen unter Immokrediten, und die Meinl Bank schiesst scharf gegen Sachverständige.
Einen schönen Feiertag,
Bettina Schragl
Wiener Börse Party #1110: ATX mehr als 2 Prozent tiefer, Verbund gesucht, Andritz vielversprechend und Gabler statt Babler
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