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50 Prozent Minus sind nicht 50 Prozent Minus (Max Otte)


Autor:
Max Otte

Prof. Dr. Max Otte promovierte in Princeton und lehrte Betriebswirtschaft an den Hochschulen/Universitäten Worms, Boston, Würzburg und Graz.
Seit 15 Jahren hat er sich voll und ganz dem Privatanleger verschrieben. Sein Ziel: 
Eine bankenunabhängige und nachvollziehbare Aktienanalyse auf Basis wertorientierter Kapitalanlage. Kern seines Strategieansatzes ist die von ihm entwickelte Methode der Königsanalyse®.
In seinem Buch „Der Crash kommt“ prognostizierte Max Otte bereits im Sommer 2006 die internationale Finanzkrise von 2008. Daneben hat der dreimalige „Börsianer des Jahres“ mehr als ein Dutzend weiterer Bücher sowie zahlreiche Artikel in Zeitungen und Fachblättern veröffentlicht. Regelmäßig wird er von den Medien zu Anlage- und Währungsfragen interviewt.
Max Otte ist Gründer der in Köln ansässigen IFVE Institut für Vermögensentwicklung GmbH, die seinen wöchentlichen Börsenbrief Der Privatinvestor herausgibt, sowie Gründer und Mitglied im Verwaltungsrat der in Zug (Schweiz) ansässigen Privatinvestor Verwaltungs AG. Der PI Global Value Fund, der Max Otte Vermögensbildungsfonds und der Max Otte Multiple Opportunities Fund werden gemäß seiner Strategie der Königsanalyse® verwaltet.

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04.05.2015, 2363 Zeichen

Sehr geehrte Privatanleger, 

Warren Buffett sagte einmal, dass man nicht in Aktien investiert sein solle, wenn man nicht auch einen Verlust von 50 Prozent aushalten und dabei ruhig schlafen könne. Nun, ein Minus von 50 Prozent will ich Ihnen nicht zumuten, aber es könnte dennoch passieren.

Selbst bei einer Aktie wie Nestlé (WKN: A0Q4DC) ist dies – wie bei jeder Aktie - möglich. Die Gewinnsteigerungen des Schweizer Lebensmittelriesen lagen in den letzten Jahren über den Umsatzsteigerungen, was heißt, dass das Unternehmen effizienter arbeitete und die Margen gesteigert hat. Nestlé ist kein Schnäppchen mehr und die Kapitalmärkte sind unberechenbar.

Dennoch würden die meisten Privatanleger wohl besser schlafen, wenn eine Aktie wie Nestlé 50 Prozent im Minus ist, also wenn dies bei einem Titel wie Cia de Minas de Buenaventura (WKN: 900844) der Fall ist. Minas de Buenaventura ist in beiden nach meiner Strategie geführten Fonds eine Position. Nestlé wird im Max Otte Vermögensbildungsfonds (WKN: A1J3AM) gehalten.

Die meisten Privatanleger schaffen auch nicht den Sprung von der Einzelaktie zum Portfolio. Da mag das Portfolio noch so sehr im Plus sein – es schmerzt die Aktie, die gerade mit 30 oder 40 Prozent im Minus ist.

Sie als DER PRIVATINVESTOR-Leser wissen, dass Sie mit Qualitätstiteln a la Nestlé, Coca-Cola (WKN: 850663) oder Procter & Gamble (WKN: 852062) auf lange Sicht mit hoher Wahrscheinlichkeit kein Geld verlieren, weil es Top-Unternehmen sind. Auch diese Titel können im Kurs fallen und es kann auch hier unter Umständen Jahre dauern, bis die alten Kurse wieder erreicht sind. Bei Coca-Cola waren es nach 1998 ganze sechzehn Jahre, bei Procter & Gamble nach 1973 zehn Jahre.

Der Faktor Zeit spielt also bei jedem Investment auch eine wichtige Rolle, aber dieser Faktor ist nicht kalkulierbar – denn Kursentwicklungen sind unvorhersehbar und so ist es auch nicht möglich vorherzusehen, wann in der Zukunft Kurse drehen oder wann alte Kursniveaus wieder erreicht sein werden. Ein langfristiger Anlagehorizont ist daher Grundvoraussetzung für jedes Investment.

Trotzdem oder gerade deswegen sind Top-Unternehmen für Portfolios von Privatanlegern sehr geeignet, weil eben die Grundsicherheit und eine Dividendenrendite vorhanden sind.

Auf gute Investments 

Ihr 

Prof. Dr. Max Otte

 

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(04.05.2015)


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