09.01.2016, 3108 Zeichen
Der Dow-Jones-Index erlebte einen brutalen Absturz zum Jahresauftakt. Seit 1897 gab es das nicht. Eine kritische Woche liegt also hinter uns.
Aus der Forschung wissen wir, dass sich das Traden für die meisten Anleger nicht lohnt. Sondern es zahlt sich Geduld aus. Es liegt an mehreren Gründen.
So sparen sich Langfristanleger Gebühren fürs Traden und Steuern. Geduldige Anleger kassieren zudem die Dividende. Sie müssen wissen: Auf die Dividende entfällt 40 bis 50 Prozent der Gesamtrendite an der Börse. Schließlich profitieren Langfristanleger von den besten Tagen im Jahr. Trader können dagegen diese glorreichen Tage verpassen, dann fehlt ihnen ein Gutteil des Jahresgewinns.
Die Aktie ist das beste Asset, das es gibt. Nach Abzug der Inflation bringt der Dow Jones annualisiert 6,7 Prozent. Die Zahl ist wohlgemerkt eine Netto-Zahl, sie berücksichtigt die Geldentwertung. Anleihen, Gold und Festgeld bringen deutlich weniger.
In Aktienkrisen sollten Sie Ruhe bewahren. Und nicht in Panik verfallen und Ihre Aktien verkaufen. Ihre Aktien verkauften 2009 viele ältere Bürger, als die Börse bebte. Sie hatten schlicht Angst um ihre Ersparnisse. Die Angst ist verständlich. Aber im Rückblick bereuen es diese Leute. Denn sie könnten heute ein dickes Plus im Depot haben, wären sie nur investiert geblieben.
Unsere prähistorischen Gehirnteile hindern uns daran reich zu werden. Wir bekommen Angst und rennen in Krisen davon. So wie wir vor wilden Tieren vor tausenden Jahren wegrannten. Wir Urmenschen hielten uns bevorzugt in Gruppen auf: Das bot uns Schutz vor wilden Tieren und anderen Gefahren. Heutzutage ist Herdenverhalten gefährlich bzw. kontraproduktiv.
Stecken Sie Ihr Geld in Indexprodukte oder Qualitätsaktien. Und vergessen Sie den täglichen, wöchentlichen, jährlichen Lärm. Machen Sie das Dekaden lang. Legen Sie stets neues Geld obendrauf. Investieren, Hinzufügen, Abwarten, Hinzufügen, Abwarten, Hinzufügen…
Ihr Geld wächst mit der Zeit. Die Börse ist gar nicht so kompliziert, wie sie erscheint. Es geht ganz einfach. Die Börse ist nicht gefährlich, wenn Sie gewisse Grundregeln einhalten.
Wenn Sie langfristig zehn Prozent, besser 20 Prozent, Ihres Einkommens sparen, brauchen Sie sich keine Sorgen um Ihren Ruhestand zu machen. Meiden Sie Schulden.
Ich kenne Leute, die haben all die Dinge, die ich wünschte zu besitzen. Zum Beispiel ein Tablet, einen neuen Fernseher, neue Möbel, Putzpersonal… Aber diese Konsumleute haben keinerlei Ersparnisse. Sie sparen nicht, weil sie es nicht können. Sie haben Konsumschulden. Ja, Sparen ist hart. Meine Eltern haben mich dazu motiviert. Ich bin ihnen dafür dankbar. Die Verhältnisse, in denen ich aufwuchs, waren sehr ärmlich.
Bringen Sie Ihren Kindern bei, Verantwortung zu übernehmen. Sie sind Teil der Familie. Ihre Kinder sollten Arbeiten im Haushalt übernehmen. Sie sollten Ihren Kindern Taschengeld geben. So lernen ihre Kids in jungen Jahren, mit Geld umzugeben. Sie lernen so, wie es ist, wenn sie all das gesparte Geld auf einen Schlag ausgeben. Und plötzlich mit leeren Händen dastehen.
Im Original hier erschienen: Börsenbeben: Keine Panik auf der Titanic
Börsepeople im Podcast S25/15: Julia Bunz
Dow Jones Letzter SK: 0.00 ( -0.20%)
Gold Letzter SK: 0.00 ( -1.89%)
Bildnachweis
Aktien auf dem Radar:Porr, Agrana, Telekom Austria, Austriacard Holdings AG, Amag, Polytec Group, SBO, Palfinger, FACC, CA Immo, Uniqa, Josef Manner & Comp. AG, Bajaj Mobility AG, Wolftank-Adisa, Zumtobel, Semperit, BKS Bank Stamm, Bawag, EuroTeleSites AG, CPI Europe AG, Österreichische Post, UBM, RHI Magnesita, VIG, Zalando, Fresenius Medical Care, MTU Aero Engines, Infineon, Ströer, Amazon, Wienerberger.
Random Partner
VIG
Die Vienna Insurance Group (VIG) ist mit rund 50 Konzerngesellschaften und mehr als 25.000 Mitarbeitern in 30 Ländern aktiv. Bereits seit 1994 notiert die VIG an der Wiener Börse und zählt heute zu den Top-Unternehmen im Segment “prime market“ und weist eine attraktive Dividendenpolitik auf.
>> Besuchen Sie 55 weitere Partner auf boerse-social.com/partner
Latest Blogs
» Wiener Börse zu Mittag deutlich schwächer: Frequentis, Agrana und Verbun...
» Börsepeople im Podcast S25/14: Andrea Maier
» One Villas: Wie eine Ex-Bankerin mit KI-gestütztem Ferienimmobilien-Mana...
» Börsepeople im Podcast S25/15: Julia Bunz
» ATX-Trends: Bajaj Mobility, Zumtobel ...
» Börse-Inputs auf Spotify zu u.a. Lara Vadlau, ASML, Bajaj Mobility, AT&S...
» Österreich-Depots: Konsolidierungsphase (Depot Kommentar)
» Börsegeschichte 16.7.: AT&S-Day (Börse Geschichte) (BörseGeschichte)
» Nachlese: Julia Bunz (audio cd.at)
» Wiener Börse Party feiert Jubiläum: 1200 Folgen und ein Markt im Detail ...
Useletter
Die Useletter "Morning Xpresso" und "Evening Xtrakt" heben sich deutlich von den gängigen Newslettern ab.
Beispiele ansehen bzw. kostenfrei anmelden. Wichtige Börse-Infos garantiert.
Newsletter abonnieren
Runplugged
Infos über neue Financial Literacy Audio Files für die Runplugged App
(kostenfrei downloaden über http://runplugged.com/spreadit)
per Newsletter erhalten
- Wiener Börse zu Mittag deutlich schwächer: Freque...
- wikifolio Champion per ..: Simon Weishar mit Szew...
- Neue Bilder: Lucia Mayr-Harting, Rudi Zipfelmayer...
- Börsepeople im Podcast S25/14: Andrea Maier
- Reploid mit deutlichem Wachstum in 2025
- wikifolio Champion per ..: Simon Weishar mit Szew...
Featured Partner Video
Wiener Börse Party #1191: ATX schliesst bei sehr niedrigem Volumen knapp unter High, der DAX ist auf High, AT&S wieder über 200
Die Wiener Börse Party ist ein Podcastprojekt für Audio-CD.at von Christian Drastil Comm.. Unter dem Motto „Market & Me“ berichtet Christian Drastil über das Tagesgeschehen an der Wiener Börse. Inh...
Books josefchladek.com
Larry Clark
Tulsa (first edition)
1971
Lustrum Press
Eva Chupikova
Faroe Islands ; Wool, Wind & Waves
2026
Self published
Moi Wer (Moi Ver, Moses Vorobeichic)
Ci-contre
2004
Ann und Jürgen Wilde
Ola Rindal
Road to The Farm
2026
Poursuite
Yusuf Sevinçli
Tumult
2024
Galerist & Galerie Filles du Calvaire
