01.03.2016, 6002 Zeichen
| Vor dem G20-Treffen in Schanghai am Wochenende trieben Hoffnungen der Marktteilnehmer auf etwaige Impulse für die Weltkonjunktur die Ölpreise. Doch nach dem Treffen zeigte sich: Das G20-Treffen ist im Grunde genommen ereignislos verlaufen. Hoffnungen der Schwellenländer auf eine Entspannung an den Märkten wurden nicht erfüllt. Der Preis für die Rohölsorte Brent kletterte am Freitag kurzzeitig auf ein Sieben-Wochenhoch von 37 US-Dollar je Barrel. Die US-Sorte WTI erreichte ein Vier-Wochenhoch von 34,70 US-Dollar je Barrel. Die Ölpreise konnten ihre Gewinne aber nicht halten und beendeten den Handel letztlich leicht im Minus. Zum Auftakt in die neue Handelswoche legen die Ölpreise allerdings wieder leicht zu: Brent stieg am Montag um 2 Prozent auf über 36 US-Dollar. WTI zog um 1,5 Prozent bis auf 33,50 US-Dollar an. Wie der Öldienstleister Baker Hughes meldet, sind in der vergangenen Woche in den USA 13 weitere Ölbohranlagen stillgelegt worden. Mit nur noch 400 Ölbohrungen liegt die Bohraktivität in den USA damit auf dem niedrigsten Niveau seit Dezember 2009. Seit Anfang 2015 ist die Zahl der aktiven Ölbohrungen in den USA um fast 1.100 gesunken. Der Goldpreis hat sich seit Jahresbeginn stetig verbessert. Mitte Februar stieg Gold in der Spitze bis auf 1.263 US-Dollar, danach fiel die Notierung im Zuge einer leichten Beruhigung an den Aktienmärkten etwas zurück und pendelt seither um die Marke von 1.230 US-Dollar. Wie die anhaltenden Zuflüsse in die Gold-ETFs zeigen, bleibt das Interesse an Gold jedoch weiterhin hoch. Die ETF-Bestände legten in der vergangenen Woche um weitere 38 Tonnen zu. Auch die spekulativen Finanzinvestoren setzen weiter auf einen steigenden Goldpreis und haben in der Woche zum 23. Februar ihre Netto-Long-Positionen in der sechsten Woche in Folge auf jetzt 109.100 Kontrakte ausgeweitet. Die Nachfrage nach sicheren Anlagen hat auch Silber zuletzt weiter angeschoben. Bei 15,76 US-Dollar je Unze wurde in der Woche zum 20. Februar ein Dreieinhalb-Monatshoch markiert. Aktuell setzt Silber wieder zurück und notiert zum Wochenauftakt unter der Marke von 15 US-Dollar. Weil sich Silber zuletzt von der Goldpreisentwicklung abgekoppelt hat, ist das Gold/Silber-Verhältnis auf über 82 gestiegen – höchster Stand seit Dezember 2008. Damit ist die Bewertung von Silber im Vergleich zu Gold so niedrig wie seit der Finanzkrise 2008/2009 nicht mehr. |
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Die Internationale Kakaoorganisation ICCO rechnet im laufenden Erntejahr 2015/16 mit einem Angebotsdefizit von 113.000 Tonnen. Hintergrund ist eine um knapp 2% geringere globale Produktion und eine um knapp 2% höhere weltweite Nachfrage. Wie die ICCO prognostiziert, soll die Produktion um 76.000 auf 4,154 Millionen Tonnen sinken. Die Nachfrage wird hingegen mit 4,225 Millionen Tonnen angegeben, eine Steigerung um 79.000 Tonnen. Rückgänge erwartet die ICCO im wichtigsten Produzentenland Elfenbeinküste (-106 Tsd. Tonnen), aber auch in Indonesien (-25 Tsd. Tonnen), Ekuador und Brasilien (jeweils -20 Tsd. Tonnen). Von Marktteilnehmern geäußerte pessimistische Erwartungen hinsichtlich der Kakaoernte in Ghana teilt die ICCO nicht: Die Organisation erwartet dort einen Anstieg um 100.000 auf 840.000 Tonnen. Auf der Nachfrageseite erwartet die ICCO in Europa und in Asien den stärksten Anstieg mit jeweils 33.000 Tonnen. |
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| *) Stand: 01.03.2016 |
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Wichtige Risiken: |
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