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Paion: Ergebnisse und Nebenwirkungen (Michael Vaupel, Christoph Scherbaum)

Autor:
Christoph Scherbaum

Die Börsenblogger ist das einfache und direkte Sprachrohr von Journalisten und deren Kollegen, die teils schon mit jahrzehntelanger Arbeits- und Börsenerfahrung aufwarten können. Auch als professionelle Marktteilnehmer. Letztlich sind wir alle Börsenfans. Aber wir vertreten in diesem Blog auch eine ganz simple Philosophie: Wir wollen unabhängig von irgendwelchen Analysten, Bankexperten oder Gurus schreiben, was wir zum aktuellen (Börsen-)Geschehen denken, was uns beschäftigt. Das kommt Ihnen, dem Leser, zu Gute.

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30.06.2017, 2321 Zeichen

Die hinter uns liegende Handelswoche war für Paion-Aktionäre höchst erfreulich. Nachdem das Unternehmen „positive Headline-Daten“ der laufenden Phase III-Studie von Remimazolam bekannt gegeben hatte, kannte der Kurs kein Halten mehr.

Paion-Chart: finanztreff.de

Die Notierung schoss auf über 3,50 Euro nach oben, bevor dann Gewinnmitnahmen einsetzten. Remimazolam soll als Kurzzeit- Sedativum und Anästhetikum Verwendung finden können. Die Studiendaten sprechen laut Paion (WKN: A0B65S / ISIN: DE000A0B65S3) dafür, dass dies so kommen kann – denn die „mediane Zeit vom Ende des Eingriffs bis zur Wiedererlangung des vollständigen Bewusstseins der Patienten“ lag laut Paion bei 6,0 Minuten.

Die Zeit bis zur Erreichung des „Normalzustands“ der Patienten lag demnach nach der letzten Dosis bei 404 Minuten. Doch es gab auch Nebenwirkungen, Paion dazu: „Hypotonie war das am häufigsten berichtete unerwünschte Ereignis mit 41,9 % bei mit Remimazolam behandelten Patienten.“

Als Nicht-Mediziner kann ich das natürlich nicht bewerten. Sind die Ergebnisse letztlich gut (6,0 Minuten bis zur Wiedererlangung des Bewusstseins) oder schlecht, u.a. wegen der Nebenwirkungen? Und sind die Ergebnisse letztlich so, dass Remimazolam einen Vorteil gegenüber bestehenden Medikamenten wie Propofol hätte?

Erfreulicherweise befindet sich ein „altgedienter Anästhesist“ in der Leserschaft von „Vaupels Börsenwelt“. Auf seine bereits vor einem Jahr gegebene Einschätzung zu der Thematik verweise ich gerne. Sie finden diese bei www.vaupels-boersenwelt.de, Punkt „Archiv“, dann dort die Ausgabe vom 21. Juni 2016 auswählen. Interessant zur Meinungsbildung, finde ich.

Und hier noch das Zitat zum Tag:

„Erkenne, dass ohne das Böse weder Leben noch Welt existieren, und versuche dennoch, dieses Böse ohne Rücksicht zu bekämpfen und das Gute zu sehen und zu tun.“ – Benedetto Croce

Ein Beitrag von Michael Vaupel

Michael Vaupel, diplomierter Volkswirt und Historiker (M.A.), Vollblut-Börsianer. Nach dem Studium Volontariat und Leitender Redakteur und Analyst diverser Börsenbriefe (Emerging Markets, Internet, Derivate, Rohstoffe). Er ist gefragter Interview- und Chatpartner (N24, CortalConsors). Ethisch korrektes Investieren ist ihm wichtig.
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(30.06.2017)

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