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Linde: Hohe Aufwendungen (Michael Vaupel, Christoph Scherbaum)

Bild: © finanzmarktfoto.at/Martina Draper, Linde

Autor:
Christoph Scherbaum

Die Börsenblogger ist das einfache und direkte Sprachrohr von Journalisten und deren Kollegen, die teils schon mit jahrzehntelanger Arbeits- und Börsenerfahrung aufwarten können. Auch als professionelle Marktteilnehmer. Letztlich sind wir alle Börsenfans. Aber wir vertreten in diesem Blog auch eine ganz simple Philosophie: Wir wollen unabhängig von irgendwelchen Analysten, Bankexperten oder Gurus schreiben, was wir zum aktuellen (Börsen-)Geschehen denken, was uns beschäftigt. Das kommt Ihnen, dem Leser, zu Gute.

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31.07.2017, 2369 Zeichen

Bei Linde (WKN: 648300 / ISIN: DE0006483001) gab es Quartals- bzw. Halbjahreszahlen! Am Freitag veröffentlichte der Technologie-Konzern diese. Zuerst der Blick auf die Eckdaten: Im ersten Halbjahr 2017 stiegen die Umsätze bei Linde gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 4,7% auf 8,653 Mrd. Euro. Das Ebit (= Ergebnis vor Steuern und Zinsen) ging allerdings um 7,2% auf 1,007 Mrd. Euro zurück.

Aber kennt man ja, solche Werte werden gerne um Sonderfaktoren bereinigt (so heißt das), und so lag das Ebit vor Sondereinflüssen mit 1,168 Mrd. Euro um 3,9% über dem Vorjahreswert. Die operative Marge blieb im wichtigsten Bereich Gase („Gases Division“) laut Linde mit 28,6% exakt auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums.

Linde-Chart: boerse-frankfurt.de

Interessanterweise sank die Zahl der Mitarbeiter(innen) um 1,8% auf 58.649 Menschen. Unter dem Strich blieb ein Gewinn nach Steuern von 656 Mio. Euro, das waren 3,5% weniger als im Vorjahreszeitraum, wo noch 680 Mio. Euro Gewinn nach Steuern erzielt worden. Finde ich nicht berauschend, auch vor dem Hintergrund, dass Linde aufgrund gesunkener Finanzierungskosten 39 Mio. Euro weniger aufwenden musste für seine Schuldenlast.

Wieso also der Rückgang des Ergebnisses? Zwei Gründe: Erstens: 134 Mio. Euro für ein Programm zur Steigerung der Effizienz im Berichtszeitraum. Zweitens: 27 Mio. Euro im Berichtszeitraum an Aufwendungen für den geplanten Zusammenschluss mit Praxair. Unter Berücksichtigung dieser beiden Punkte sieht das Linde-Ergebnis dann gar nicht mehr so schlecht aus. Nach dem Motto: Da kann man nicht meckern.

Und hier noch das Zitat zum Tag:

„Einen Tag ungestörter Muße zu verbleben heißt, einen Tag ein Unsterblicher zu sein.“ – Chinesisches Sprichwort

Ein Beitrag von Michael Vaupel

Michael Vaupel, diplomierter Volkswirt und Historiker (M.A.), Vollblut-Börsianer. Nach dem Studium Volontariat und Leitender Redakteur und Analyst diverser Börsenbriefe (Emerging Markets, Internet, Derivate, Rohstoffe). Er ist gefragter Interview- und Chatpartner (N24, CortalConsors). Ethisch korrektes Investieren ist ihm wichtig.
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Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die CASMOS Media GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

 


(31.07.2017)

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