09.11.2017, 5135 Zeichen
- Europas Aktienmärkte haben zur Wochenmitte kaum verändert geschlossen. Die Quartalsergebnisse europäischer Unternehmen brachten am Mittwoch die Aktienkurse der entsprechenden Firmen überwiegend unter Druck. So büßten beispielsweise die Aktien von Credit Agricole 3,2% ein, nachdem die Bank im dritten Quartal mit ihren Erträgen im Handelsgeschäft enttäuscht hatte. Um 3,5% fielen die Papiere der niederländischen Bank ABN Amro . Hier blieben die Nettozinseinnahmen als wichtige Ertragsquelle im dritten Quartal hinter den Erwartungen zurück. Marks & Spencer in London konnte nach anfänglich deutlichen Verlusten noch 1,6% zulegen. Die schwachen Margen enttäuschten, dass das Unternehmen aber defizitäre Aktivitäten im Ausland einstellen will, überzeugte die Investoren schlussendlich. Ahold Delhaize hingegen konnte die Anleger durch seine Ergebnisse beeindrucken und 5,1% zulegen. Positiv wurde auch das Ergebnis von Swiss Re aufgenommen, der Versicherer beendete den Tag mit 2,2% höheren Notierungen. Auch Heidelberg Cement legte starke Zahlen vor und wurde dafür mit einem Kurssprung von 6,6% belohnt.
- Ebenfalls kaum Veränderung gab es beim österreichischen Börsenbarometer, allerdings sorgte die laufende Berichtssaison bei einigen Unternehmen für ziemliche Bewegung. Wienerberger musste 5,5% abgeben, der Baustoffhersteller hatte das Jahresziel deutlich reduziert. Bei Verbund gab es ebenfalls moderate Verluste nach den Ergebnissen, am Ende des Tages notierte der Stromerzeuger 0,8% tiefer. Positiv wurden die Zahlen von VoestAlpine aufgenommen, im Laufe des Tages nahm der Titel Fahrt auf und konnte 2,9% höher schliessen. Polytec setzte die am Vortag begonnene Talfahrt fort und musste auch gestern deutlich abgeben, die Baader Bank reduzierte die Empfehlung von „buy“ auf „hold“ was in einem Tagesverlust von 3,4% mündete. Palfinger büßte 2,8% ein, nachdem am Vormittag überraschend bekannt gegeben war, dass der CEO Herbert Ortner mit Ende des Jahres seine Tätigkeit beenden wird. Deutlich zulegen konnte Valneva. Nachdem bekanntgegeben wurde, dass mit dem US-Verteidigungsministerium ein Einjahresvertrag für die Lieferung eines Impfstoffes unterzeichnet worden war, schloss der Titel 5,5% höher.
- Neue Rekorde gab es an der Wall Street, allerdings fielen die Zuwächse sehr mager aus. Lediglich die Technologiewerte konnte etwas deutlicher zulegen. Schwach waren die Bankenwerte, ohne besondere Nachrichten sank beispielsweise JP Morgan um 1,1%, Bank of America büßte 1,4% ein und auch Wells Fargo verlor in gleichem Ausmaß. Time Warne sackte um 6,5% ein, die geplante Übernahme durch AT&T trifft offenbar auf größeren Widerstand durch die Wettbewerbshüter. Den Rekordlauf fortsetzen konnten Apple und Amazon, beide legten wieder rund 0,8% zu.
- Leicht nach unten ging es für die Ölpreise, nachdem die US-Lagerbestände überraschend deutlich gestiegen waren. Brent schloss 0,3% schwächer, WTI verlor 0,8%. Gold konnte den ganzen Tag über stetig zulegen, erst am Abend kam es zu Rückschlägen und der Kurs ´pendelte sich bei 1.282 US-Dollar ein. Wenig Bewegung gab es zwischen Euro und Dollar, das Währungspaar wurde den ganzen Tag über rund um die Marke von 1,16 gehandelt.
- Vorbörslich sind die europäischen Börsen unverändert indiziert. Die asiatischen Märkte schließen uneinheitlich. Von der Makroseite ist es relativ ruhig. Von der Unternehmensseite berichtete heute Früh Commerzbank (im Rahmen der Erwartungen), Siemens (leicht unter Erwartungen), Deutsche Telekom (leicht über Erwartungen) und ProSiebenSat1 (leicht unter Erwartungen, senkt Ausblick). In Österreich berichtete OMV (Details siehe unten).
Unternehmensnachrichten
OMV
Der heimische Öl- und Gaskonzern legte heute Morgen die Ergebnisse für das Q3/17 vor, wobei ein Großteil der Kennzahlen jedoch vorab im Rahmen des Trading Statements veröffentlicht wurde. Der Umsatz lag mit €4,6Mrd. um 11% unter dem Vorjahreswert, was jedoch vor allem auf den Verkauf der türkischen Beteiligung (Petrol Ofisi) zurückzuführen ist. Das operative Ergebnis (CCS) konnte hingegen auf €804Mio. verbessert werden nach €529Mio. im Vorjahr. Vor allem der Bereich Upstream konnte die Ergebnisse aufgrund der höheren Ölpreise und einer gestiegenen Produktionsmenge deutlich steigern. Gleichzeitig stieg jedoch auch die Steuerquote des Konzerns deutlich an, weswegen das Nettoergebnis (CCS vor Sondereffekten) „nur“ um 6% über dem Vorjahreswert lag bei €472Mio. Das Nettoergebnis gemäß IFRS (inklusive CCS-Effekten und Sondereinflüssen) lag bei €439Mio. nach €48Mio. im Vorjahr. Die Nettoverschuldung konnte in Folge der Verkäufe in der Türkei ebenfalls deutlich gesenkt werden auf €450Mio. nach €3,7Mrd. im Vorjahr. Der Ausblick der Firma fällt ebenfalls positiv aus: die Produktionsmenge wird leicht optimistischer gesehen als im Vorquartal (über 330kboe/d, bisher: rund 330kboe/d), das Investitionsvolumen dürfte mit €1,7Mrd. geringfügig unter der bisherigen Prognose von €1,8Mrd. liegen. Die Raffineriemargen sollten ebenfalls deutlich über dem Vorjahreswert liegen.
Q3/17: Umsatz: €4,6Mrd. (Vj.: 5,2); EBIT (Clean CCS): €804Mio. (529); Nettoergebnis (Clean CCS): €472Mio. (Vj.: 447)
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