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Nordex: Der nächste Versuch (Christian-Hendrik Knappe)

Bild: © finanzmarktfoto.at/Martina Draper, Nordex

10.01.2018, 4485 Zeichen

Die Nordex-Aktie versucht sich seit einigen Wochen an einem Comeback-Versuch. Zuletzt haben sich solche Versuche ein ums andere Mal als Strohfeuer erwiesen. Nun soll jedoch alles ganz anders sein.

Während der DAX seine Jahresendrallye verpasste und erst Anfang 2018 in Schwung kam, gelang der zuvor arg gebeutelten Nordex-Aktie bereits zum Ende des vergangenen Jahres ein beeindruckender Anstieg. Die Erholungsrallye setzte sich zu Beginn des neuen Jahres fort. Auch dank eines insgesamt sehr positiven Börsenumfelds. Das Umfeld am Windenergiemarkt dürfte jedoch für eine Weile schwach bleiben, so dass sich die Frage danach stellt, ob der Nordex-Aktie irgendwann nicht doch die Luft ausgehen wird.

Turnaround-Trader schauen sich nach Aktien um, die in einer bestimmten Periode deutliche Kursverluste erleiden mussten und mit einer hohen Wahrscheinlichkeit ein Comeback starten werden. Ein solcher Turnaround-Kandidat ist in diesem Jahr möglicherweise Nordex. Zumal das Papier einst zu den Anlegerlieblingen am deutschen Aktienmarkt gehörte. Die Aktie des Hamburger Windturbinenherstellers stürzte in 2017 um mehr als 50 Prozent in die Tiefe. Damit hatte Nordex auf Jahressicht die mit Abstand schwächste Performance im deutschen Technologieindex TecDAX vorzuweisen.

Allerdings ist eine Turnaround-Strategie alles andere als ein Selbstläufer. Aktien werden von Anlegerseite in der Regel aus guten Gründen abgestraft. Im Fall von Nordex waren dies zuletzt Gewinnwarnungen, ein insgesamt schlechtes Marktumfeld für Windturbinenhersteller und die sich daraus ergebende Nachfrageschwäche. Andere Branchenvertreter wie Siemens Gamesa oder der dänische Marktführer Vestas hatten ebenfalls mit Problemen zu kämpfen.

Als Reaktion auf die schwache Auftragslage und sinkende Preise will Siemens Gamesa bis zu 6.000 Arbeitsplätze streichen. Auch Nordex hat ein umfassendes Sparprogramm inklusive Stellenabbau angekündigt. In Europa sollen laut dem am 5. September 2017 vorgestellten Plan 400 bis 500 Arbeitsplätze wegfallen. Konzernweit ist damit fast jede zehnte Stelle betroffen. Neue Produkte sollen dem Unternehmen wiederum zu mehr Aufträgen verhelfen. 2018 dürfte jedoch ein schwieriges Jahr für Nordex werden.

Laut Unternehmensprognose vom 14. November 2017 soll die Nachfrage in 2018 insbesondere in den europäischen Kernmärkten schwach bleiben. Erst für 2019 wird eine sich wieder erholende Geschäftsentwicklung in Aussicht gestellt. Dies zu bewerkstelligen wird jedoch alles andere als einfach sein. Vor gar nicht allzu langer Zeit mussten die hochgelobten deutschen Solarunternehmen erleben, wie schnell man gegen die aufstrebende chinesische Konkurrenz ins Hintertreffen geraten kann. Ein Szenario, das auch der europäischen Windenergie drohen könnte. Die Nicht-Beteiligung der Grünen an der kommenden Bundesregierung dürfte ebenfalls nicht gerade förderlich für Unternehmen wie Nordex sein, während die US-Regierung rund um Präsident Donald Trump ohnehin kein großer Freund der Erneuerbaren Energien ist. Zumal die Subventionen für den Windkraftausbau weiter zurückgefahren werden.

Spekulative Anleger, die steigende Kurse der Nordex-Aktie erwarten, könnten mit einem WAVE XXL-Call der Deutschen Bank (WKN DM9XUT) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liegt derzeit bei 3,19, die Knock-Out-Schwelle bei 7,75 Euro. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert ist, könnte mit einem WAVE XXL-Put der Deutschen Bank (WKN DM61P4, aktueller Hebel 3,74; Knock-Out-Schwelle bei 11,55 Euro) auf fallende Kurse der Nordex-Aktie setzen.

Stand: 09.01.2018 

© Deutsche Bank AG 2018
Bei dem vorliegenden Dokument handelt es sich um eine Werbemitteilung.Die in diesem Dokument enthaltenen Angaben stellen keine Anlageberatung dar. Weitere, ausführlichere Angaben zu den Wertpapieren einschließlich der Risiken sind den jeweiligen Basisprospekten, nebst etwaiger Nachträge („Basisprospekte“) sowie den jeweiligen Endgültigen Bedingungen zu entnehmen. Der Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen stellen das allein verbindliche Verkaufsdokument der Wertpapiere dar. Anleger können die Basisprospekte nebst den jeweiligen Endgültigen Bedingungen bei der Deutsche Bank AG, Mainzer Landstraße 11-17, 60329 Frankfurt am Main (Deutschland) kostenlos in Papierform und deutscher Sprache erhalten und unter www.xmarkets.de herunterladen.Alle Meinungsäußerungen geben die aktuelle Einschätzung der Deutsche Bank AG wieder, die sich ohne vorherige Ankündigung ändern kann.

 


(10.01.2018)

© Deutsche Bank AG -
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