29.11.2019, 3457 Zeichen
Der Platinpreis scheint die jüngste Korrektur so langsam hinter sich zu lassen. Angesichts der anhaltenden Dieselschwäche bleibt es jedoch fraglich, ob das Edelmetall einen ähnlichen Anstieg wie im Sommer hinlegen kann.
Die Dieselaffäre hat dem Platinpreis in den vergangenen Jahren ordentlich zugesetzt. Platin wird zu einem großen Teil in der Schmuckindustrie verwendet. Außerdem wird das Edelmetall in Autokatalysatoren eingesetzt. Platin ist vor allem bei Dieselfahrzeugen beliebt. Diese werden aufgrund des von Volkswagen losgetretenen Dieselskandals, der allgemeinen Umweltdiskussionen und der Fahrverbote für Dieselautos in deutschen Innenstädten immer häufiger von Kunden gemieden.
Laut Angaben des europäischen Automobilverbandes ACEA vom 7. November fiel die Zahl der neuregistrierten Dieselautos im dritten Quartal 2019 im Vorjahresvergleich um 14,1 Prozent auf rund 1 Mio. Autos. Damit lag der Anteil der Dieselautos bei den Neuzulassungen nur noch bei 29,1 Prozent. Trotzdem war auch Platin Teil der diesjährigen Edelmetallpreisrallye.
Zusammen mit Gold, Silber und Palladium konnte zwischenzeitlich auch der Platinpreis einen Anstieg hinlegen. Anfang September wurde die Marke von 1.000 US-Dollar pro Feinunze nur knapp verpasst. Für die Euphorie hatte vor allem die erhöhte Nachfrage von Investorenseite gesorgt. Der Handelsstreit zwischen China und den USA drohte zu eskalieren, während die schwache Konjunktur und das Brexit-Chaos sowie die anhaltenden Proteste in Hongkong Marktteilnehmer weltweit verunsicherten. In solchen Situationen wenden sich Investoren gerne sogenannten Sicheren Häfen zu. Dazu gehören neben Gold auch die anderen Edelmetalle wie Platin.
Darüber hinaus wurde die Preisrallye bei Platin durch die lockere Geldpolitik der Fed beflügelt. Ende Juli senkten die US-Währungshüter erstmals seit der Finanzkrise den Leitzins. Es sollten zwei weitere Zinsschritte folgen. Nach der jüngsten Leitzinssenkung hat die US-Notenbank jedoch eine Pause signalisiert. Laut dem Protokoll der Fed-Sitzung vom 29. und 30. Oktober sehen die meisten Mitglieder des Offenmarktausschusses die jüngsten Maßnahmen als ausreichend an, um ein moderates Wachstum der US-Wirtschaft, einen starken Arbeitsmarkt und eine Inflation in der Nähe des Inflationsziels von 2 Prozent zu unterstützen.
Die Entspannung im Handelsstreit zwischen den USA und China hat dagegen keinen eindeutigen Effekt auf die Entwicklung des Platinpreises. Einerseits dürfte die Marktberuhigung dafür sorgen, dass Platin als Sicherer Hafen weniger stark nachgefragt wird, andererseits könnte eine Teileinigung im Handelskonflikt zu einer Verbesserung der Konjunkturaussichten führen. Gleichzeitig Arbeitskämpfe im wichtigen Platin-Förderland Südafrika keine Seltenheit, so dass eine Angebotsverknappung die Preise antreiben könnte. Außerdem ist Palladium zuletzt deutlich teurer geworden. Wo immer es geht, wird in der Industrie versucht, Palladium durch Platin zu ersetzen.
Spekulative Anleger, die steigende Platinpreise erwarten, könnten mit einem WAVE XXL Call der Deutschen Bank (WKN DS6ZXV) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liegt derzeit bei 4,45, die Barriere bei 711,75 US-Dollar je Feinunze. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert ist, könnte mit einem WAVE XXL Put der Deutschen Bank (WKN DS14Y5, aktueller Hebel 3,68, Barriere bei 1.101,55 US-Dollar je Feinunze) auf fallende Platinnotierungen setzen.
Stand: 28.11.2019
© Deutsche Bank AG -
Bei dem vorliegenden Dokument handelt es sich um eine Werbemitteilung.
Die in diesem Dokument enthaltenen Angaben stellen keine Anlageberatung dar. Weitere, ausführlichere Angaben zu den Wertpapieren einschließlich der Risiken sind den jeweiligen Basisprospekten, nebst etwaiger Nachträge („Basisprospekte“) sowie den jeweiligen Endgültigen Bedingungen zu entnehmen. Der Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen stellen das allein verbindliche Verkaufsdokument der Wertpapiere dar. Anleger können die Basisprospekte nebst den jeweiligen Endgültigen Bedingungen bei der Deutsche Bank AG, Mainzer Landstraße 11-17, 60329 Frankfurt am Main (Deutschland) kostenlos in Papierform und deutscher Sprache erhalten und unter www.xmarkets.de herunterladen.
Alle Meinungsäußerungen geben die aktuelle Einschätzung der Deutsche Bank AG wieder, die sich ohne vorherige Ankündigung ändern kann.
Wiener Börse Party #1081: ATX deutlich über den alten Rekorden, Big Day für Strabag und auch Addiko Bank, 25.000 bei Boris Nemsic
Bildnachweis
1.
Platin, Barren - https://de.depositphotos.com/8607165/stock-photo-two-platin... -
>> Öffnen auf photaq.com
Aktien auf dem Radar:Kapsch TrafficCom, EuroTeleSites AG, RHI Magnesita, Austriacard Holdings AG, Zumtobel, Agrana, CA Immo, Polytec Group, voestalpine, Addiko Bank, DO&CO, Bajaj Mobility AG, RBI, Strabag, Wiener Privatbank, BKS Bank Stamm, Athos Immobilien, Oberbank AG Stamm, SW Umwelttechnik, Amag, EVN, CPI Europe AG, OMV, Österreichische Post, Telekom Austria, Verbund.
Random Partner
Societe Generale
Société Générale ist einer der weltweit größten Derivate-Emittenten und auch in Deutschland bereits seit 1989 konstant als Anbieter für Optionsscheine, Zertifikate und Aktienanleihen aktiv. Mit einer umfangreichen Auswahl an Basiswerten aller Anlageklassen (Aktien, Indizes, Rohstoffe, Währungen und Zinsen) überzeugt Société Générale und nimmt in Deutschland einen führenden Platz im Bereich der Hebelprodukte ein.
>> Besuchen Sie 59 weitere Partner auf boerse-social.com/partner
Latest Blogs
» Österreich-Depots: Stärker und ein Zuwachs für Austria 30 Private IR (De...
» Börsegeschichte 27.1.: Boris Nemsic, UBM, Wienerberger (Börse Geschichte...
» Nachlese: Vor spannendem Bookbuilding bei Asta Energy (audio cd.at)
» Wiener Börse Party #1081: ATX deutlich über den alten Rekorden, Big Day ...
» Strabag mit höherer Marge, News zu Post, RBI, Austro-Roadshow in Zürich....
» Wiener Börse zu Mittag fester: Addiko Bank Strabag und Bajaj Mobility ge...
» Börse-Inputs auf Spotify zu u.a. BNP Paribas, Warmpex, Asta Energy, Spac...
» ATX-Trends: wienerberger, RBI, OMV ...
» Österreich-Depots: Austria 30 Private IR wächst (Depot Kommentar)
» Börsegeschichte 26.1.: Warimpex (Börse Geschichte) (BörseGeschichte)
Useletter
Die Useletter "Morning Xpresso" und "Evening Xtrakt" heben sich deutlich von den gängigen Newslettern ab.
Beispiele ansehen bzw. kostenfrei anmelden. Wichtige Börse-Infos garantiert.
Newsletter abonnieren
Runplugged
Infos über neue Financial Literacy Audio Files für die Runplugged App
(kostenfrei downloaden über http://runplugged.com/spreadit)
per Newsletter erhalten
- Wiener Börse Nebenwerte-Blick: Addiko legt 6,15 P...
- Wiener Börse: ATX mit starkem Handelstag
- Wie Addiko Bank, Wiener Privatbank, Bajaj Mobilit...
- Wie Strabag, RBI, DO&CO, Lenzing, Andritz und voe...
- Österreich-Depots: Stärker und ein Zuwachs für Au...
- Börsegeschichte 27.1.: Boris Nemsic, UBM, Wienerb...
Featured Partner Video
Börsepeople im Podcast S23/06: Maximilian Clary und Aldringen
Maximilian Clary und Aldringen ist seit Juli 2024 Privatkundenvorstand der Erste Bank Oesterreich. Davor war Max Head of Private Banking & Wealth Management sowohl der Erste Group als auch der Erst...
Books josefchladek.com
Pedro J. Saavedra
Donde el viento da la vuelta
2023
Self published
Henrik Spohler
Flatlands
2023
Hartmann Projects
Jacques Fivel
CHINON DCM-206
2025
Le Plac’Art Photo
Pia Paulina Guilmoth & Jesse Bull Saffire
Fishworm
2025
Void
