05.10.2023, 3210 Zeichen
Aus den Morning News der Wiener Privatbank: "Die Wiener Börse hat gestern Mittwoch den Handel erneut im Minus beendet. Der Leitindex ATX schloss mit minus 0,43 Prozent auf 3.080,60 Einheiten. Damit wurde der jüngste Abwärtsschub fortgesetzt und der heimische Leitindex musste bereits seinen dritten Verlusttag in Folge verbuchen. An den europäischen Leitbörsen herrschte zur Wochenmitte kein klarer Richtungstrend vor. In Europa sorgten mäßige bis trübe Konjunkturperspektiven und fehlende Signale der Notenbanken, dass die Zinsen schon bald gesenkt werden könnten, für zurückhaltende Aktienanleger. Am österreichischen Markt gestaltete sich die Meldungslage auf Unternehmensebene sehr dünn. Im Technologiebereich fielen AT&S um 2,3 Prozent. Bei den schwergewichteten Banken gab es keinen klaren Trend zu sehen. Während Bawag 0,4 Prozent verloren, gewannen Erste Group 0,2 Prozent. Die Aktionäre der Raiffeisen Bank International mussten ein kleines Minus von 0,1 Prozent verbuchen. In der zweiten Reihe schlossen die Papiere der Addiko Bank nach deutlichen Verlaufsverlusten prozentual unverändert.
Klar negative Vorzeichen wiesen die Ölwerte auf. OMV-Anteilsscheine kamen um 1,1 Prozent zurück. Die Papiere des niederösterreichischen Ölfeldausrüsters Schoeller-Bleckmann verloren ein Prozent an Wert. Auch die Ölpreise wiesen deutliche Abschläge auf. EuroTeleSites setzten den jüngsten Abwärtsschub mit minus 1,5 Prozent fort, nachdem die Papiere des Funkturmunternehmens bereits am Dienstag um 5,7 Prozent eingeknickt waren. Die Papiere des Mautausrüsters Kapsch TrafficCom fielen um 1,1 Prozent. Polytec gaben 2,1 Prozent nach."
Unternehmensnachrichten
BAWAG
Die Europäische Zentralbank hat den von der BAWAG geplanten Aktienrückkauf um 175 Mio. Euro genehmigt. Das Programm soll am 9. Oktober 2023 starten und bis 31. Dezember über die Bühne gehen. Bis zu 8.048.278 Aktien könnten erworben werden, das entspricht 10 Prozent des Grundkapitals, abzüglich eigener Aktien, die derzeit gehalten werden, teilte die Bank am Mittwochabend mit. Die Bank plant die 175 Millionen voll auszuschöpfen, heißt es in der Mitteilung der Bank. Zum aktuellen Kurs wird sich um diesen Betrag nur der Ankauf von rund der Hälfte der maximal möglichen Aktien ausgehen.
Erste Group Bank
Peter Bosek (55) wird mit 1. Juli 2024 Vorstandsvorsitzender der Erste Group. Er folgt Willi Cernko, der bis dahin die Geschäfte als CEO weiterführt. Der Österreicher Bosek ist zur Zeit Chef der im Baltikum tätigen Luminor Bank. Davor war er aber schon CEO der Erste Bank und Chief Retail Officer der Erste Group, kennt das Haus also sehr gut. Bosek sei aus einem mehrstufigen internationalen Prozess als bestqualifizierter Kandidat hervorgegangen, teilte die Bank mit.
Verbund
Eine Preisänderungsklausel, über die der Verbund im Mai 2022 eine Preiserhöhung vollzogen hat, ist unzulässig. Diese Entscheidung des Handelsgerichts Wien hat nun das Wiener Oberlandesgericht (OLG) bestätigt. Durch die Unzulässigkeit der Klausel fällt die Rechtsgrundlage für die verrechneten erhöhten Tarife weg. Die entsprechenden Erhöhungsbeträge müssen nach Ansicht des Vereins für Konsumenteninformation (VKI) zurückerstattet werden. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
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