19.03.2026, 4215 Zeichen
Die Wechseljahre verändern das weibliche Gehirn messbar und erhöhen so das Risiko für Alzheimer. Eine aktuelle Großstudie aus Cambridge liefert nun handfeste Belege für diesen Zusammenhang. Fast zwei Drittel aller Alzheimer-Patienten sind Frauen – und das lässt sich nicht allein durch ihre höhere Lebenserwartung erklären.
Östrogen-Mangel schadet dem Gehirn
Im Zentrum des Problems steht der rapide Abfall des Hormons Östrogen. Dieses Hormon wirkt wie ein natürlicher Schutzschild für das Gehirn: Es fördert die Durchblutung, unterstützt den Energiestoffwechsel der Nervenzellen und hält die Kommunikation zwischen ihnen aufrecht. Fehlt es, gerät das System ins Wanken.
Anzeige
Da hormonelle Umstellungen das Gehirn fordern, wird die gezielte Stärkung der kognitiven Reserven immer wichtiger. Dieser kostenlose Ratgeber zeigt Ihnen 11 alltagstaugliche Übungen und 7 Geheimnisse, um Ihren Fokus zu steigern und aktiv vorzubeugen. Gratis-PDF: Gehirntraining leicht gemacht jetzt sichern
Die Folge: Das Gehirn kann Glukose schlechter verwerten und es bilden sich vermehrt schädliche Proteinablagerungen, sogenannte Amyloid-Beta-Plaques. Beides sind klassische Kennzeichen der Alzheimer-Erkrankung. Die Menopause wird so zu einem kritischen Wendepunkt für die langfristige Gehirngesundheit.
Cambridge-Studie findet weniger graue Substanz
Forscher der Universität Cambridge haben diesen Effekt jetzt sichtbar gemacht. Sie analysierten die Gehirnscans von rund 11.000 Frauen aus der britischen UK Biobank. Das Ergebnis ist eindeutig: Nach der Menopause schrumpft die graue Substanz in Schlüsselregionen des Gehirns.
Besonders betroffen sind der Hippocampus, unser zentrales Gedächtniszentrum, und der entorhinale Kortex, eine wichtige Schaltstelle für Erinnerungen. Diese Veränderungen ähneln frappierend denen, die bei Alzheimer-Patienten beobachtet werden. Parallel zu den Hirnveränderungen litten die Frauen nach der Menopause häufiger unter Angstzuständen, Depressionen und Schlafproblemen.
Frühe Wechseljahre sind ein zusätzliches Risiko
Der Zeitpunkt der Menopause spielt eine entscheidende Rolle. Kommt sie vor dem 45. Lebensjahr, steigt das Risiko für einen späteren kognitiven Abbau deutlich an. Eine vorzeitige Menopause vor dem 40. Lebensjahr verstärkt diese Gefahr weiter.
Besonders kritisch wird es, wenn eine frühe Menopause auf klassische Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen trifft – wie Bluthochdruck oder hohe Cholesterinwerte. In dieser Kombination erleiden Frauen im Vergleich zu Männern gleichen Alters deutlich stärkere kognitive Einbußen. Die Gesundheit des Herzens ist also auch ein Schutz für das Gehirn.
Anzeige
Wer seine Vitalwerte wie Cholesterin oder TSH-Werte im Blick behält, kann gesundheitliche Risiken frühzeitig besser einschätzen. Erfahren Sie in diesem kostenlosen 25-seitigen Report, wie Sie Ihre Laborwerte richtig deuten und Fehldiagnosen vermeiden. Kostenlosen Laborwerte-Check hier herunterladen
Hilft eine Hormonersatztherapie?
Die naheliegende Frage: Kann eine Hormonersatztherapie (HRT) den negativen Effekt ausgleichen? Die Ergebnisse der Cambridge-Studie sind hier ernüchternd. Die Einnahme von Hormonpräparaten schien den Verlust an grauer Substanz nicht aufzuhalten.
Allerdings ist die Datenlage komplex. Andere Studien deuten an, dass bestimmte Östrogen-Präparate (Estradiol) möglicherweise die Bildung anderer schädlicher Ablagerungen im Gehirn reduzieren könnten. Fachgesellschaften betonen jedoch: Eine HRT wird derzeit nicht zur alleinigen Vorbeugung von Demenz empfohlen. Die Forschung steht hier noch am Anfang.
Wechseljahre als Frühwarnsystem verstehen
Die neuen Erkenntnisse sind ein wichtiger Schritt, um die überproportionale Betroffenheit von Frauen zu verstehen. Experten fordern, die Menopause viel stärker in den Fokus der Demenzprävention zu rücken. Schließlich betrifft sie die Hälfte der Weltbevölkerung.
Könnten typische Wechseljahresbeschwerden wie „Brain Fog“, anhaltende Schlafstörungen oder Stimmungsschwankungen frühe Warnsignale sein? Die Forschung will nun hormonelle und hirnstrukturelle Veränderungen in Echtzeit verfolgen, um Risikopatientinnen früher zu identifizieren. Ein offener Umgang mit dem Thema ist der erste Schritt zu einem besseren Schutz.
Leseprobe aus dem Fanboy-Buch zur Wiener Börse: Die 80`s (gekürzt)
Bildnachweis
1.
Trading
Aktien auf dem Radar:Semperit, Mayr-Melnhof, CPI Europe AG, EuroTeleSites AG, Polytec Group, Kapsch TrafficCom, Österreichische Post, Wienerberger, FACC, Bajaj Mobility AG, Rosgix, Uniqa, AT&S, CA Immo, Flughafen Wien, Frequentis, Lenzing, Marinomed Biotech, Palfinger, VIG, Wolford, Wolftank-Adisa, Erste Group, Oberbank AG Stamm, RHI Magnesita, DO&CO, Amag, EVN, Telekom Austria, DAX, Fresenius Medical Care.
Random Partner
Vienna International Airport
Die Flughafen Wien AG positioniert sich durch die geografische Lage im Zentrum Europas als eine der wichtigsten Drehscheiben zu den florierenden Destinationen Mittel- und Osteuropas. Der Flughafen Wien war 2016 Ausgangs- oder Endpunkt für über 23 Millionen Passagiere.
>> Besuchen Sie 54 weitere Partner auf boerse-social.com/partner
Latest Blogs
» Von der Schulbank zur Börsenbank: Wie die Wiener Börse in den 1980ern er...
» Trump verwechselt irische Präsidentin – Debatte über mentale Fitness ent...
» Pflichtenübertragung: Die unterschätzte Haftungsfalle für Manager ( Fina...
» DBMM Aktie: Existenzbedrohende Lage ( Finanztrends)
» Antimony Resources Aktie: Ressourcenschätzung nimmt Form an ( Finanztrends)
» Siemens Healthineers Aktie: Bluttest-Einstieg mit Hindernissen ( Finanzt...
» Infineon Aktie: Analysten-Push verpufft ( Finanztrends)
» Porsche AG Aktie: Rückzug aus China ( Finanztrends)
» Psychotherapeuten-Honorare sinken um 4,5 Prozent ( Finanztrends)
» Datenschutz: EU verschärft Transparenz, Gericht gibt Firmen neue Abwehr ...
Useletter
Die Useletter "Morning Xpresso" und "Evening Xtrakt" heben sich deutlich von den gängigen Newslettern ab.
Beispiele ansehen bzw. kostenfrei anmelden. Wichtige Börse-Infos garantiert.
Newsletter abonnieren
Runplugged
Infos über neue Financial Literacy Audio Files für die Runplugged App
(kostenfrei downloaden über http://runplugged.com/spreadit)
per Newsletter erhalten
- Von der Schulbank zur Börsenbank: Wie die Wiener ...
- Palfinger und Polytec Group vs. Mayr-Melnhof und ...
- Zurich Insurance und Hannover Rück vs. VIG und Mü...
- AT&T und Drillisch vs. Deutsche Telekom und Swiss...
- ArcelorMittal und ThyssenKrupp vs. Salzgitter und...
- Manchester United und bet-at-home.com vs. World W...
Featured Partner Video
Wiener Börse Party #1110: ATX mehr als 2 Prozent tiefer, Verbund gesucht, Andritz vielversprechend und Gabler statt Babler
Die Wiener Börse Party ist ein Podcastprojekt für Audio-CD.at von Christian Drastil Comm.. Unter dem Motto „Market & Me“ berichtet Christian Drastil über das Tagesgeschehen an der Wiener Börse. Inh...
Books josefchladek.com
Livio Piatti
zooreal
2003
Kontrast Verlag
Jerker Andersson
ABC Diary
2025
Self published
Pedro J. Saavedra
Donde el viento da la vuelta
2023
Self published
Gerhard Puhlmann
Die Stalinallee
1953
Verlag der Nation
L'électrification de la ligne Paris Le Mans (photos by Roger Schall)
1937
Editions Perceval
