21.03.2026, 3533 Zeichen
Während der Smartphone-Markt in China schwächelt, verzeichnet Apple dort überraschend starke Verkaufszahlen. Gleichzeitig entspannt sich die Lage im erbitterten Patentstreit um die Apple Watch zumindest teilweise. Diese operativen Erfolge treffen auf eine Aktie, die im laufenden Jahr bisher noch keinen echten Aufwind gefunden hat.
Preiskampf in China gewonnen
Ein genauerer Blick auf den strategisch wichtigsten Auslandsmarkt des Tech-Giganten liefert erstaunliche Erkenntnisse. In den ersten Wochen des Jahres 2026 kletterten die iPhone-Verkäufe in China um 23 Prozent nach oben. Der Gesamtmarkt schrumpfte im gleichen Zeitraum um vier Prozent. Verantwortlich für diese gegenläufige Entwicklung sind vor allem die stark gestiegenen Kosten für Speicherchips.
Während Android-Hersteller gezwungen waren, ihre Preise anzuheben, profitierte Apple von seiner enormen Verhandlungsmacht in der Lieferkette. Das Unternehmen absorbierte den Margendruck, hielt die Preise für das Basismodell des iPhone 17 stabil und nutzte gezielte Rabatte im E-Commerce. So konnte Apple Marktanteile hinzugewinnen und den Umsatz in der Region Greater China im letzten Quartal um 38 Prozent auf 25,5 Milliarden US-Dollar steigern.
Etappensieg bei der Apple Watch
Auch an der juristischen Front gibt es Neuigkeiten. Die US-Handelsbehörde ITC hat vorläufig entschieden, dass die überarbeiteten Apple Watches keine Patente des Medizintechnik-Unternehmens Masimo zur Blutsauerstoffmessung verletzen. Apple hatte die Datenverarbeitung im August 2025 auf das gekoppelte iPhone ausgelagert, um ein drohendes Importverbot zu umgehen.
Dieser juristische Erfolg ist allerdings nur ein Teilsieg. Das ursprüngliche Verkaufsverbot für die alten Modelle bleibt nach einem Berufungsurteil bestehen. Zudem droht Apple weiterhin eine Strafzahlung in Höhe von 634 Millionen US-Dollar aus einem separaten Verfahren in Kalifornien.
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Analysten bleiben optimistisch
Trotz der operativen Erfolge hinkt das Papier dem breiten Markt hinterher. Seit Jahresbeginn verzeichnet die Aktie ein Minus von 6,90 Prozent und ging am Freitag bei 215,15 Euro aus dem Handel. Die Wall Street bewertet die Aussichten dennoch überwiegend positiv. Die Mehrheit der Analysten stützt ihren Optimismus auf die anhaltenden Marktanteilsgewinne des iPhones sowie steigende Margen im Dienstleistungssektor rund um den App Store und iCloud.
Branchenbeobachter von Counterpoint Research gehen davon aus, dass der chinesische Smartphone-Markt noch bis Mai unter Druck bleiben wird. Eine Entlastung der Nachfrage wird erst Anfang Juni zum großen "618"-Shopping-Festival erwartet. Da die hohen Kosten für Speicherchips voraussichtlich das gesamte Jahr 2026 anhalten, behält Apple mit seiner stabilen Preisstrategie vorerst einen strategischen Vorteil gegenüber der Konkurrenz.
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