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Passar: Schweizer Zoll startet 2026 die digitale Import-Offensive ( Finanztrends)

21.03.2026, 3887 Zeichen

Die Schweiz stellt ihre Zollabwicklung auf digital um – und ab 2026 trifft es die Importeure. Das Projekt Passar zwingt Unternehmen zu einem grundlegenden Umdenken in der Datenverantwortung.

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Die Digitalisierung der Zollprozesse erfordert eine fehlerfreie Datenbasis, besonders bei der Warenklassifizierung. Dieser kostenlose Leitfaden bietet 11 Profi-Tipps, wie Sie die korrekte Zolltarifnummer finden und teure Nachzahlungen vermeiden. In 2 Schritten zur korrekten Zolltarifnummer – so einfach geht's

Was bisher vor allem Transit und Export betraf, rückt nun die Einfuhr in den Fokus. Für tausende Firmen bedeutet das mehr als einen Software-Update: Es ist ein struktureller Wandel. Die Zollanmeldung wird zur strategischen Kernaufgabe, die präzise Abstimmung zwischen Logistik, Einkauf und Finanzen erfordert.

Vom Formular zur strategischen Datenpflicht

Der Kern der Veränderung liegt in der Verantwortung. Passar verlangt von Anfang an korrekte und strukturierte Daten. Nachträgliche Korrekturen werden schwieriger, automatisierte Prüfungen auf Unstimmigkeiten nehmen zu. Das zwingt Unternehmen, ihre Stammdatenqualität sicherzustellen und die gesamte Lieferkette digital abzubilden.

Die Person, die die Anmeldung einreicht, ist auf präzise Informationen aus dem gesamten Unternehmen angewiesen. Das schärft die interne Prozessverantwortung. Aus einer Formalität wird eine strategische Management-Aufgabe.

Der Fahrplan: So rollt die Digitalisierung aus

Das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) verfolgt einen etappenweisen Plan. Die Umstellung für den Transit ist bereits abgeschlossen. Für den Export haben Unternehmen noch bis Ende 2025 Zeit, vom alten System E-dec Export auf Passar zu wechseln.

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Da die Zollanmeldung durch die Digitalisierung immer mehr zur strategischen Aufgabe wird, ist eine korrekte Ausfüllung der Dokumente unerlässlich. Sichern Sie sich diese kostenlose Feld-für-Feld-Anleitung, um Fehler im Ausfuhrbegleitdokument von vornherein auszuschließen. Zollanmeldung korrekt ausfüllen: Kostenlosen Praxis-Leitfaden sichern

Die entscheidende Phase beginnt 2026: Dann startet Passar 2.0 und leitet die schrittweise Ablösung von E-dec Import ein. Eine Parallelphase soll den Übergang erleichtern, bevor das alte System endgültig abgeschaltet wird. Die vollständige Umstellung ist bis 2027 geplant.

Ebenfalls ab 2026 werden die bisherigen ZAZ-Konten durch eine neue Geschäftspartner-ID (GP-ID) ersetzt. Diese erfordert eine Registrierung im ePortal des BAZG.

Drei Stufen bis zum voll digitalen Zoll

Die Einführung erfolgt in mehreren Wellen:

  • Passar 1.0 für Transit und Export ist bereits aktiv.
  • Passar 2.0 startet 2026 und digitalisiert die gesamte Einfuhrabwicklung – der komplexeste Schritt für die meisten Firmen.
  • Passar 3.0 wird den Rollout abschließen und auch spezielle Verfahren wie die aktive Veredelung digitalisieren.

Dieser gestaffelte Ansatz soll der Wirtschaft und Softwareanbietern Zeit für Anpassungen geben.

Mehr als IT: Das Herzstück von DaziT

Passar ist kein isoliertes IT-Projekt. Es ist das Herzstück des umfassenden Transformationsprogramms DaziT des BAZG. Seit 2018 zielt das Programm darauf ab, alle Fachprozesse bis Ende 2026 zu vereinfachen, zu standardisieren und durchgehend zu digitalisieren.

Die Modernisierung umfasst auch eine organisatorische Weiterentwicklung der Behörde und Gesetzesanpassungen. Langfristig soll dies die Kosten senken und die Schweiz als Logistikstandort durch effizientere Grenzprozesse stärken.

Mit Passar 2.0 rückt der Handlungsdruck für Schweizer Unternehmen nun spürbar näher. Die vollständige Digitalisierung ist unumkehrbar und gleicht die Schweiz stärker an die digitale Zollreform der EU an. Firmen, die den Übergang jetzt als Chance begreifen und ihre Datenprozesse optimieren, profitieren künftig von mehr Effizienz und Planungssicherheit. Die Vorbereitungen für die neue Ära des digitalen Zolls laufen.


(21.03.2026)

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Die Agrana Beteiligungs-AG ist ein Nahrungsmittel-Konzern mit Sitz in Wien. Agrana erzeugt Zucker, Stärke, sogenannte Fruchtzubereitungen und Fruchtsaftkonzentrate sowie Bioethanol. Das Unternehmen veredelt landwirtschaftliche Rohstoffe zu vielseitigen industriellen Produkten und beliefert sowohl lokale Produzenten als auch internationale Konzerne, speziell die Nahrungsmittelindustrie.

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