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Metaplanet Aktie: Alte Warrants blockiert ( Finanztrends)

24.03.2026, 3603 Zeichen

Metaplanet greift tief in seine Kapitalstruktur ein. Ab heute friert das Unternehmen Bezugsrechte für Millionen von Aktien ein, um eine Verwässerung seiner Bitcoin-Bestände zu verhindern. Stattdessen rückt ein neues Finanzierungsmodell in den Fokus, das den Wert für bestehende Aktionäre schützen soll.

Schutz der Bitcoin-Quote

Das Management hat die Ausübung der 23. und 24. Serie von Aktienbezugsrechten bis mindestens Dezember 2027 ausgesetzt. Davon sind rund 210 Millionen potenziell neue Papiere betroffen, die Ende 2025 an den EVO Fund ausgegeben wurden. Dieser Schritt dient einem klaren Ziel: Das Unternehmen will sicherstellen, dass jede neu ausgegebene Aktie die Menge an gehaltenen Bitcoins pro Anteilsschein erhöht.

Dafür rückt nun die 27. Serie in den Vordergrund. Diese enthält eine spezielle Klausel zum Nettoinventarwert (mNAV). Neue Aktien können nur geschaffen werden, wenn der Unternehmenswert in einem bestimmten Verhältnis zu den Krypto-Beständen steht. Aktuell liegt dieser Wert bei 1,11 und bietet damit einen komfortablen Puffer über der geforderten Mindestmarke von 1,01.

Massive Krypto-Zukäufe geplant

Parallel zu diesem Umbau treibt Metaplanet seine Expansionspläne voran. Ein umfassendes Finanzierungspaket hat bereits 255 Millionen US-Dollar von institutionellen Investoren eingebracht. Werden alle zugehörigen Optionen bis 2028 ausgeübt, könnte das frische Kapital auf bis zu 531 Millionen US-Dollar anwachsen.

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Einen Großteil davon hat das Management fest verplant. Zwischen April 2026 und März 2028 sollen umgerechnet rund 357 Millionen US-Dollar in weitere Bitcoin-Käufe fließen. Derzeit hält das Unternehmen 35.102 Bitcoins im Wert von etwa 2,6 Milliarden US-Dollar. Das ambitionierte Ziel des sogenannten "555-Millionen-Plans" lautet: 100.000 Bitcoins bis Ende dieses Jahres und 210.000 bis 2027.

Neue Geschäftsfelder und Bilanzeffekte

Neben dem reinen Aufbau von Reserven strukturiert Metaplanet auch sein operatives Geschäft um. Kürzlich wurden knapp 5.000 Bitcoins auf neue Wallets transferiert. Dies werten Beobachter als rein interne organisatorische Maßnahme und nicht als Abverkauf. Gleichzeitig startet das Unternehmen mit zwei neuen Tochtergesellschaften in den Markt für Krypto-Infrastruktur. Diese sollen Start-ups in den Bereichen Lightning-Netzwerk, Verwahrungslösungen und Stablecoins im japanischen Markt unterstützen.

Finanziell hinterlässt die hohe Volatilität am Kryptomarkt allerdings Spuren. Für das Geschäftsjahr 2025 verbuchte das Unternehmen einen außerordentlichen Wertminderungsaufwand von rund 680 Millionen US-Dollar. Auf der operativen Seite gibt es hingegen Wachstum: Die Umsatzprognose wurde auf 8,58 Milliarden Yen angehoben.

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