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ATX-Trends: Andritz, Erste Group, Verbund ...

03.08.2026, 3130 Zeichen

Aus den Morning News der Wiener Privatbank: "Gute Unternehmensergebnisse und starke Tech-Vorgaben haben dem ATX am Freitag nur vorübergehend Aufwind verliehen. Nachdem der anfängliche Schwung abgeklungen war, verlor der österreichische Leitindex nach und nach an Terrain und schloss bei 6.457,92 Punkten nur noch knappe 0,05 Prozent im Plus. Ähnlich mager fällt die Wochenbilanz aus, während für den Juli sogar ein leichter Monatsverlust zu Buche steht. Der ATX Prime gewann am Freitag 0,07 Prozent auf 3.181,80 Zähler.

Auch das europäische Umfeld schloss höher, aber deutlich unter den Tageshöchstständen. Die fehlende Marktbreite habe zu einem Verlust der Aufwärtsdynamik und zu Gewinnmitnahmen nach einer starken Börsenwoche geführt. Zusätzlich hätten die erneut gestiegenen Ölpreise angesichts der unverändert angespannten Lage im Nahen Osten auf die Stimmung gedrückt.

Hinzu kam, dass die Kerninflationsrate im Euroraum im Juli entgegen den Erwartungen leicht anzog, auch wenn die Daten keine unmittelbar negative Marktreaktion mit sich zogen. Den energiepreisbedingten Anstieg der allgemeinen Inflationsrate auf 2,9 Prozent hatten Ökonomen prognostiziert. 

Mit Blick auf die heimische Unternehmensberichtssaison standen vor dem Wochenende noch die Veröffentlichungen der OMV, der RBI und der RHI Magnesita an. Nach einem wechselhaften Handelsverlauf schlossen zumindest letztere beide mit positiven Vorzeichen. Die RBI konnte mit einem kräftigen Gewinnwachstum aufwarten und übertraf damit die Erwartungen, was den Aktienkurs um 2,3 Prozent auf ein weiteres Rekordhoch hob. Analysten lobten die Ergebnisse der heimischen Bank. Verhalten fiel die Reaktion auf die Zahlen der OMV aus, die Titel des Chemie- und Energiekonzerns gaben im positiven Sektorumfeld um 0,5 Prozent nach. Die OMV hat im zweiten Quartal 2026 einen kräftigen Anstieg im operativen Geschäft verbucht. Analysten sprachen in einer ersten Reaktion von soliden Zahlen des heimischen Ölkonzerns, die selbst die durch das jüngste Trading-Update erhöhten Erwartungen übertroffen hätten. Der starke Beitrag von Borouge International sollte ermutigend wirken, zusammen mit der anhaltenden Stärke bei den Margen. Als leichten Wermutstropfen nannten Analysten den operativen Cashflow, der unter dem Konsens lag, was jedoch zumindest teilweise durch den hohen Borouge-Beitrag erklärbar sei, der nicht in den Cashflow einfließt. Anteilsscheine der RHI Magnesita verteuerten sich um 0,6 Prozent. Der Feuerfestkonzern hat in der ersten Jahreshälfte 2026 trotz Umsatzrückgangs mehr Gewinn gemacht. Etwas Aufschwung im Stahlbereich, während die Schwäche im Industriebereich anhält. Ansonsten lag der Fokus noch auf den Analystenreaktionen auf die Quartalszahlen des frühen Wochenverlaufs. Erste Group fielen um 1,2 Prozent auf 112,80 Euro, obwohl die UBS ihre Kaufempfehlung bekräftigt und das Kursziel von 112 auf 125 Euro erhöht hatte.

Andritz kamen nach dem Rekordsprung bei 81,20 Euro nicht vom Fleck. Die Deutsche Bank hatte ihr Kursziel von 90 auf 95 Euro angehoben. Verbund erholten sich um deutliche 3,8 Prozent, sie hatten tags zuvor negativ auf Quartalszahlen reagiert."


(03.08.2026)

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