23.03.2026, 2805 Zeichen
Broadcom hat das erste Geschäftsquartal 2026 mit Rekordwerten abgeschlossen — und legt für das zweite Quartal noch eine Schippe drauf. Gleichzeitig rücken Margendruck und Kundenkonzentration stärker in den Fokus der Anleger.
Der Umsatz stieg im ersten Quartal um 29 Prozent auf 19,3 Milliarden Dollar, das bereinigte EBITDA legte um 30 Prozent auf 13,1 Milliarden Dollar zu — 68 Prozent der Erlöse. Für das laufende zweite Quartal erwartet Broadcom 22 Milliarden Dollar Umsatz, deutlich über der durchschnittlichen Analystenprognose von 20,56 Milliarden Dollar. Besonders auffällig: Der KI-Halbleiterumsatz soll im Vergleich zum Vorjahr um 140 Prozent auf 10,7 Milliarden Dollar steigen.
CEO Hock Tan formulierte auf der Analystenkonferenz ein ambitioniertes Ziel: Allein aus Chip-Verkäufen will Broadcom bis 2027 mehr als 100 Milliarden Dollar KI-Umsatz erzielen.
Die Wachstumsstory hat jedoch zwei Risse. Erstens belasten die Hochskalierung der XPU-Chips und die margenärmeren XPU-Racks die Bruttomarge — steigende Komponenten- und Fertigungskosten verstärken diesen Effekt. Zweitens konzentriert sich ein Großteil des KI-Umsatzes auf eine Handvoll Großkunden, was das Geschäftsmodell anfällig macht.
Hinzu kommen Insiderverkäufe im Umfang von 88,1 Millionen Dollar zwischen dem 16. und 18. März. Laut den Pflichtmitteilungen handelte es sich dabei ausschließlich um automatische Transaktionen zur Deckung von Steuerverbindlichkeiten bei der Freigabe von Restricted Stock Units — kein freiwilliger Verkauf durch die Führungskräfte.
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An der Wall Street überwiegt die positive Einschätzung. Auf TipRanks tragen 27 von 29 Analysten ein Kaufvotum, das durchschnittliche Kursziel liegt bei 467,68 Dollar — rund 48 Prozent über dem aktuellen Kurs. Zuletzt stand die Aktie allerdings unter Druck und notiert mit einem RSI von 21 in überverkauftem Terrain.
Parallel dazu baut Broadcom die VMware-Konferenzreihe aus: VMware Explore 2026 findet vom 31. August bis 3. September in Las Vegas statt, ergänzt durch Ableger in Mumbai, Singapur, Frankfurt, Tokio, London und Washington, D.C. Die nächsten Quartalszahlen werden für den 3. Juni 2026 erwartet — dann dürfte sich zeigen, ob der Margendruck die starken Wachstumszahlen überschattet.
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