Ich stimme der Verwendung von Cookies zu. Auch wenn ich diese Website weiter nutze, gilt dies als Zustimmung.

Bitte lesen und akzeptieren Sie die Datenschutzinformation und Cookie-Informationen, damit Sie unser Angebot weiter nutzen können. Natürlich können Sie diese Einwilligung jederzeit widerrufen.





Landkreise greifen bei Wohnungsbau selbst ein ( Finanztrends)

21.03.2026, 3904 Zeichen

Die Diskussion um kreiseigene Wohnungsbaugesellschaften hat nach den Kommunalwahlen neuen Schwung bekommen. Landkreise in Hessen, Niedersachsen und Baden-Württemberg wollen den Mangel an bezahlbaren Mietwohnungen nun selbst angehen. Hintergrund sind stagnierende private Bauinvestitionen.

Main-Kinzig-Kreis setzt auf 28-Millionen-Plan

Besondere Aufmerksamkeit zieht derzeit der hessische Main-Kinzig-Kreis auf sich. Dort wurde ein 10-Punkte-Plan präsentiert, der die Gründung einer kreiseigenen Wohnungsbaugesellschaft vorsieht. Rund 28 Millionen Euro aus einem Bundes-Sondervermögen sollen als Eigenkapital fließen.

Anzeige

Während Kommunen neuen Wohnraum schaffen, müssen private Vermieter bestehende Mietverhältnisse rechtssicher verwalten. In diesem kostenlosen Report erfahren Sie in wenigen Minuten, welche Mietpreise und Erhöhungen im Jahr 2025 rechtlich zulässig sind. Mietspiegel-Report 2025 gratis herunterladen

Das Ziel: mittelfristig etwa 400 neue, bezahlbare Mietwohnungen errichten. Zusätzlich will der Landkreis heimische Handwerksbetriebe stärker einbinden. Die Initiative soll kleinere Kommunen entlasten, die eigene Bauprojekte oft nicht stemmen können.

Strategische Weichenstellungen und politische Konflikte

Auch in anderen Regionen läuft die Debatte auf Hochtouren. Im niedersächsischen Helmstedt beriet der Kreistag am 18. März intensiv über die Neubesetzung des Aufsichtsrats der dortigen Wohnungsbaugesellschaft. Solche personellen Weichenstellungen sind für die künftige Handlungsfähigkeit entscheidend.

Andernorts verläuft die Diskussion konfliktreicher. Im Wetteraukreis und im Landkreis Ludwigsburg werfen Oppositionsfraktionen den Regierenden vor, bereits beschlossene Gesellschaften zu verschleppen. Im Wetteraukreis sank der Bestand an Sozialwohnungen in zehn Jahren um rund 40 Prozent.

Fokus auf Mieten, nicht auf Eigentum

Experten betonen: Kreiseigene Gesellschaften bauen ausschließlich Miet- und Sozialwohnungen. Hochpreisige Eigentumswohnungen schließen sich mit ihrem gemeinnützigen Auftrag aus. Nur so bleiben Mieten langfristig bezahlbar.

Die Zielgruppe sind Haushalte mit geringem oder mittlerem Einkommen, Alleinerziehende, Senioren und Auszubildende. Ein Beispiel ist der Azubi-Campus im Main-Kinzig-Kreis, wo kleine Wohneinheiten für junge Menschen entstehen. Die Mieten liegen oft 20 bis 40 Prozent unter dem Marktniveau.

Anzeige

Sinkende Sozialwohnungsbestände erhöhen den Druck auf den privaten Mietmarkt und machen eine korrekte Abrechnung der Nebenkosten umso wichtiger. Dieser Ratgeber bietet Vermietern eine rechtssichere Übersicht über alle umlagefähigen Betriebskosten von der Heizung bis zur Grundsteuer. Kostenlosen Betriebskosten-Report 2025 sichern

Bundestrend als Reaktion auf private Schwäche

Die aktuellen Vorstöße reihen sich in einen bundesweiten Trend ein. Auch in Landkreisen wie Cuxhaven, Traunstein oder Aichach-Friedberg wird die kommunale Wohnungsbaukompetenz ausgebaut. Die jüngsten Kommunalwahlen haben das Thema vielerorts zum wahlentscheidenden Kriterium gemacht.

Marktanalysten sehen darin eine notwendige Reaktion. Hohe Baukosten, gestiegene Zinsen und energetische Auflagen vertreiben private Investoren aus dem Neubau günstiger Mietwohnungen. Landkreise verfügen im Vergleich zu kleinen Gemeinden über größere finanzielle Spielräume und professionellere Strukturen.

Erste Bewährungsprobe nach den Wahlen

Die neuen politischen Mehrheiten in den Kreistagen müssen sich nun beweisen. Die Erwartungshaltung ist enorm, denn die Mietbelastung hat für viele Bürger die Schmerzgrenze erreicht.

Doch wie schnell werden angekündigte Millionenbeträge tatsächlich zu Baugenehmigungen? Branchenkenner sehen Hürden: fehlende baureife Grundstücke, langwierige Genehmigungsverfahren und der Fachkräftemangel in der Baubranche. Die Rolle der Landkreise als Wohnungsbauer wird jedoch an Bedeutung gewinnen – wenn die Fördergelder von Bund und Ländern stabil bleiben.


(21.03.2026)

BSN Podcasts
Christian Drastil: Wiener Börse Plausch

Kapitalmarkt-stimme.at daily voice: Wie wäre es mit einer eigenen U-Bahn-Station für die (neue) Wiener Börse?


 

Bildnachweis

1. Trading



Aktien auf dem Radar:UBM, Agrana, CA Immo, Austriacard Holdings AG, EuroTeleSites AG, Polytec Group, Frequentis, Rosgix, EVN, Uniqa, Österreichische Post, AT&S, Rosenbauer, Lenzing, Addiko Bank, Frauenthal, SBO, Verbund, BTV AG, Athos Immobilien, Oberbank AG Stamm, Amag, Flughafen Wien, CPI Europe AG, Semperit, Telekom Austria, Münchener Rück, RWE, Allianz, DAIMLER TRUCK HLD..., Fresenius Medical Care.


Random Partner

Societe Generale
Société Générale ist einer der weltweit größten Derivate-Emittenten und auch in Deutschland bereits seit 1989 konstant als Anbieter für Optionsscheine, Zertifikate und Aktienanleihen aktiv. Mit einer umfangreichen Auswahl an Basiswerten aller Anlageklassen (Aktien, Indizes, Rohstoffe, Währungen und Zinsen) überzeugt Société Générale und nimmt in Deutschland einen führenden Platz im Bereich der Hebelprodukte ein.

>> Besuchen Sie 54 weitere Partner auf boerse-social.com/partner


Trading


 Latest Blogs

» Über Tramwayschienenritzenkratzer zu Herrengasse / Wiener Börse: Ein Pre...

» Börsepeople im Podcast S24/10: Erich Kocina

» Handelsvolumen an der Wiener Börse steigt um 45 Prozent und Drastil als ...

» Börse-Inputs auf Spotify zu u.a. AT&S, RBI, Edda Vogt und Bernadette Hän...

» Von der Apotheke zur Optionshändlerin: Wie eine Wienerin ihren Weg an di...

» LinkedIn-NL: Wer will mein(e) Nachbar(in) in 1090 Wien werden?

» Börsepeople im Podcast S24/09: Bernadette Händlhuber

» Österreich-Depots: Osterbilanz (Depot Kommentar)

» Börsegeschichte 2.4.: Extremes zu RBI (Börse Geschichte) (BörseGeschichte)

» Nachlese: Thomas Winkler, Dorothee Bauer (audio cd.at)