Ich stimme der Verwendung von Cookies zu. Auch wenn ich diese Website weiter nutze, gilt dies als Zustimmung.

Bitte lesen und akzeptieren Sie die Datenschutzinformation und Cookie-Informationen, damit Sie unser Angebot weiter nutzen können. Natürlich können Sie diese Einwilligung jederzeit widerrufen.







Magazine aktuell


#gabb aktuell



20.02.2013, 2637 Zeichen

In den USA werden am 1. März automatische Budgetkürzungen in Kraft treten, außer der Kongress verabschiedet davor noch einen anders lautenden Budgetkompromiss. Dies erscheint nach heutiger Lage der Dinge aber wenig wahrscheinlich. Da zu Jahresbeginn eine Reihe von Steuererhöhungen in Kraft getreten sind, und dadurch die Fiskalklippe in letzter Sekunde umschifft wurde, stehen jetzt die Zeichen auf Ausgabenreduktion. Präsident Obama hat dem Kongress einen Kompromiss angeboten: weitere Steuererhöhungen, zusammen mit einer Reihe von Ausgabenkürzungen. Die Republikaner lehnen das strikt ab, sie wollen Sparmaßnahmen sehen und meinen, die Steuererhöhungen zu Jahresbeginn seien mehr als ausreichend. 

Der budgetäre „Rasenmäher“ würde im Prinzip alle Ressorts querbeet treffen, mit einem gewissen Schwergewicht bei der Verteidigung. Die Konsequenzen der Kürzungen sind aber weit weniger dramatisch, als es jene der Fiskalklippe gewesen wären. Treten die Kürzungen in Kraft, ist mit einem Sinken des amerikanischen Wirtschaftswachstums um 0,6 bzw. 0,7 Prozentpunkte in den Jahren 2014 und 2015 zu rechnen. Für das heurige Jahr würde ein geringerer Dämpfer von 0,5 Prozentpunkten befürchtet werden. Heuer wäre also der negative Effekt geringer, und zwar aus zwei Gründen: Zum einen schwächen sich die Auswirkungen auf das Kalenderjahr 2013 ab, weil die Effekte frühestens im März wirksam werden. Zum anderen ist ein erheblicher Teil der Ausgabenkürzungen im Verteidigungsbereich bereits Ende 2012 umgesetzt worden, eben in Erwartung der automatischen Budgeteinschnitte.

Fazit: Wir gehen davon aus, dass der budgetäre „Rasenmäher“ in den USA in der Tat eintritt. In den letzten Jahren waren Kompromisse in Washington nur möglich, wenn die Wirtschaft am Abgrund stand (zum Beispiel Anhebung der Schuldengrenze im Sommer 2011 und die Fiskalklippe zum Jahreswechsel). Allerdings sind diesmal die ökonomischen Auswirkungen weit weniger dramatisch. Und die Republikaner brauchen nach der de facto Niederlage bei der Fiskalklippe jetzt einen Erfolg, auch gegenüber der eigenen Basis. Die Märkte nehmen das Scharmützel bisher sehr gelassen, einerseits weil sie auf einen Kompromiss setzen, und außerdem, weil diesmal weniger auf dem Spiel steht als Ende Dezember. Man sollte allerdings die Tatsache nicht aus den Augen verlieren, dass manchmal auch ein scheinbarer Grund oder Vorwand reicht, um einen Stimmungswechsel am Markt herbeizuführen. Die Anstiege der letzten Monate waren deutlich. Eine Phase der Gewinnmitnahme wurde auch schon von nichtigeren Anlässen ausgelöst. Wir bleiben bei unserer neutralen Haltung zu US Aktien.

(Monika Rosen)



BSN Podcasts
Christian Drastil: Wiener Börse Plausch

Zertifikate Party Österreich: Ab jetzt mitentscheiden, welcher dieser 14 Emittenten den Publikums-Preis 2026 gewinnt (+Spoiler ZFA-Award)




 

Bildnachweis

1.

Aktien auf dem Radar:CA Immo, Semperit, Polytec Group, EuroTeleSites AG, Flughafen Wien, Austriacard Holdings AG, Bajaj Mobility AG, Rosenbauer, FACC, Frequentis, Heid AG, Kapsch TrafficCom, BKS Bank Stamm, Oberbank AG Stamm, BTV AG, Amag, EVN, CPI Europe AG, Österreichische Post, Telekom Austria, Porr, Strabag, Verbund, VIG, Bayer, BASF, Fresenius Medical Care, Symrise, SAP, Deutsche Telekom, Siemens Energy.


Random Partner

Vienna International Airport
Die Flughafen Wien AG positioniert sich durch die geografische Lage im Zentrum Europas als eine der wichtigsten Drehscheiben zu den florierenden Destinationen Mittel- und Osteuropas. Der Flughafen Wien war 2016 Ausgangs- oder Endpunkt für über 23 Millionen Passagiere.

>> Besuchen Sie 54 weitere Partner auf boerse-social.com/partner


Useletter

Die Useletter "Morning Xpresso" und "Evening Xtrakt" heben sich deutlich von den gängigen Newslettern ab. Beispiele ansehen bzw. kostenfrei anmelden. Wichtige Börse-Infos garantiert.

Newsletter abonnieren

Runplugged

Infos über neue Financial Literacy Audio Files für die Runplugged App
(kostenfrei downloaden über http://runplugged.com/spreadit)

per Newsletter erhalten


Meistgelesen
>> mehr





PIR-Zeichnungsprodukte
Newsflow
>> mehr

Börse Social Club Board
>> mehr
    BSN MA-Event Porr
    BSN MA-Event Strabag
    BSN MA-Event Verbund
    BSN MA-Event VIG
    BSN MA-Event Bayer
    BSN MA-Event Polytec Group
    BSN MA-Event Infineon
    BSN MA-Event Porr
    BSN MA-Event Strabag

    Featured Partner Video

    Börsepeople im Podcast S23/26: Johanna Hager

    Johanna Hager ist Leiterin des Innenpolitik-Ressorts vom Kurier und aktuell Co-Autorin des Medienthrillers "Deadline". Wir sprechen über ein Studium der Publizistik und Politikwissenschaft, (sehr v...

    Books josefchladek.com

    Raymond Thompson Jr
    It’s hard to stop rebels that time travel
    2025
    Void

    Tehching Hsieh
    One Year Performance 1978–1979
    2025
    Void

    Pia Paulina Guilmoth & Jesse Bull Saffire
    Fishworm
    2025
    Void

    Jan Tschichold
    Typografische Entwurfstechnik
    1932
    Akadem. Verlag Dr. Fr. Wedekind & Co

    Livio Piatti
    zooreal
    2003
    Kontrast Verlag

    Hier kommt der Rasenmäher: US-Budgetkürzungen kaum vermeidbar (Monika Rosen)


    20.02.2013, 2637 Zeichen

    In den USA werden am 1. März automatische Budgetkürzungen in Kraft treten, außer der Kongress verabschiedet davor noch einen anders lautenden Budgetkompromiss. Dies erscheint nach heutiger Lage der Dinge aber wenig wahrscheinlich. Da zu Jahresbeginn eine Reihe von Steuererhöhungen in Kraft getreten sind, und dadurch die Fiskalklippe in letzter Sekunde umschifft wurde, stehen jetzt die Zeichen auf Ausgabenreduktion. Präsident Obama hat dem Kongress einen Kompromiss angeboten: weitere Steuererhöhungen, zusammen mit einer Reihe von Ausgabenkürzungen. Die Republikaner lehnen das strikt ab, sie wollen Sparmaßnahmen sehen und meinen, die Steuererhöhungen zu Jahresbeginn seien mehr als ausreichend. 

    Der budgetäre „Rasenmäher“ würde im Prinzip alle Ressorts querbeet treffen, mit einem gewissen Schwergewicht bei der Verteidigung. Die Konsequenzen der Kürzungen sind aber weit weniger dramatisch, als es jene der Fiskalklippe gewesen wären. Treten die Kürzungen in Kraft, ist mit einem Sinken des amerikanischen Wirtschaftswachstums um 0,6 bzw. 0,7 Prozentpunkte in den Jahren 2014 und 2015 zu rechnen. Für das heurige Jahr würde ein geringerer Dämpfer von 0,5 Prozentpunkten befürchtet werden. Heuer wäre also der negative Effekt geringer, und zwar aus zwei Gründen: Zum einen schwächen sich die Auswirkungen auf das Kalenderjahr 2013 ab, weil die Effekte frühestens im März wirksam werden. Zum anderen ist ein erheblicher Teil der Ausgabenkürzungen im Verteidigungsbereich bereits Ende 2012 umgesetzt worden, eben in Erwartung der automatischen Budgeteinschnitte.

    Fazit: Wir gehen davon aus, dass der budgetäre „Rasenmäher“ in den USA in der Tat eintritt. In den letzten Jahren waren Kompromisse in Washington nur möglich, wenn die Wirtschaft am Abgrund stand (zum Beispiel Anhebung der Schuldengrenze im Sommer 2011 und die Fiskalklippe zum Jahreswechsel). Allerdings sind diesmal die ökonomischen Auswirkungen weit weniger dramatisch. Und die Republikaner brauchen nach der de facto Niederlage bei der Fiskalklippe jetzt einen Erfolg, auch gegenüber der eigenen Basis. Die Märkte nehmen das Scharmützel bisher sehr gelassen, einerseits weil sie auf einen Kompromiss setzen, und außerdem, weil diesmal weniger auf dem Spiel steht als Ende Dezember. Man sollte allerdings die Tatsache nicht aus den Augen verlieren, dass manchmal auch ein scheinbarer Grund oder Vorwand reicht, um einen Stimmungswechsel am Markt herbeizuführen. Die Anstiege der letzten Monate waren deutlich. Eine Phase der Gewinnmitnahme wurde auch schon von nichtigeren Anlässen ausgelöst. Wir bleiben bei unserer neutralen Haltung zu US Aktien.

    (Monika Rosen)



    BSN Podcasts
    Christian Drastil: Wiener Börse Plausch

    Zertifikate Party Österreich: Ab jetzt mitentscheiden, welcher dieser 14 Emittenten den Publikums-Preis 2026 gewinnt (+Spoiler ZFA-Award)




     

    Bildnachweis

    1.

    Aktien auf dem Radar:CA Immo, Semperit, Polytec Group, EuroTeleSites AG, Flughafen Wien, Austriacard Holdings AG, Bajaj Mobility AG, Rosenbauer, FACC, Frequentis, Heid AG, Kapsch TrafficCom, BKS Bank Stamm, Oberbank AG Stamm, BTV AG, Amag, EVN, CPI Europe AG, Österreichische Post, Telekom Austria, Porr, Strabag, Verbund, VIG, Bayer, BASF, Fresenius Medical Care, Symrise, SAP, Deutsche Telekom, Siemens Energy.


    Random Partner

    Vienna International Airport
    Die Flughafen Wien AG positioniert sich durch die geografische Lage im Zentrum Europas als eine der wichtigsten Drehscheiben zu den florierenden Destinationen Mittel- und Osteuropas. Der Flughafen Wien war 2016 Ausgangs- oder Endpunkt für über 23 Millionen Passagiere.

    >> Besuchen Sie 54 weitere Partner auf boerse-social.com/partner


    Useletter

    Die Useletter "Morning Xpresso" und "Evening Xtrakt" heben sich deutlich von den gängigen Newslettern ab. Beispiele ansehen bzw. kostenfrei anmelden. Wichtige Börse-Infos garantiert.

    Newsletter abonnieren

    Runplugged

    Infos über neue Financial Literacy Audio Files für die Runplugged App
    (kostenfrei downloaden über http://runplugged.com/spreadit)

    per Newsletter erhalten


    Meistgelesen
    >> mehr





    PIR-Zeichnungsprodukte
    Newsflow
    >> mehr

    Börse Social Club Board
    >> mehr
      BSN MA-Event Porr
      BSN MA-Event Strabag
      BSN MA-Event Verbund
      BSN MA-Event VIG
      BSN MA-Event Bayer
      BSN MA-Event Polytec Group
      BSN MA-Event Infineon
      BSN MA-Event Porr
      BSN MA-Event Strabag

      Featured Partner Video

      Börsepeople im Podcast S23/26: Johanna Hager

      Johanna Hager ist Leiterin des Innenpolitik-Ressorts vom Kurier und aktuell Co-Autorin des Medienthrillers "Deadline". Wir sprechen über ein Studium der Publizistik und Politikwissenschaft, (sehr v...

      Books josefchladek.com

      Daido Moriyama
      Japan, A Photo Theater (English Version
      2018
      Getsuyosha, bookshop M

      Mikio Tobara
      Document Miseinen (遠原 美喜男
      1980
      Seven Sha

      Jan Tschichold
      Typografische Entwurfstechnik
      1932
      Akadem. Verlag Dr. Fr. Wedekind & Co

      Pedro J. Saavedra
      Donde el viento da la vuelta
      2023
      Self published

      Yasuhiro Ishimoto
      Someday Somewhere (Aru hi aru tokoro, 石元泰博 ある日ある所)
      1958
      Geibi Shuppan