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Dialog Semiconductor: Kritische Situation (Ivan Tomasevic, Christoph Scherbaum)

Bild: © Aussender, Dialog Semiconductor DA9312, Present, Future (Bild: Dialog http://www.dialog-semiconductor.com/news/multimedia-library/press-... )

Autor:
Christoph Scherbaum

Die Börsenblogger ist das einfache und direkte Sprachrohr von Journalisten und deren Kollegen, die teils schon mit jahrzehntelanger Arbeits- und Börsenerfahrung aufwarten können. Auch als professionelle Marktteilnehmer. Letztlich sind wir alle Börsenfans. Aber wir vertreten in diesem Blog auch eine ganz simple Philosophie: Wir wollen unabhängig von irgendwelchen Analysten, Bankexperten oder Gurus schreiben, was wir zum aktuellen (Börsen-)Geschehen denken, was uns beschäftigt. Das kommt Ihnen, dem Leser, zu Gute.

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05.12.2017, 2043 Zeichen

Die Kritiker haben es immer gesagt: Irgendwann wird die Abhängigkeit von Apple (WKN: 865985 / ISIN: US0378331005) dem schwäbisch-britischen Halbleiterkonzern Dialog Semiconductor (WKN: 927200 / ISIN: GB0059822006) gehörig auf die Füße fallen. Jetzt ist es offenbar so weit.

Seit einigen Tagen befindet sich die im TecDAX (WKN: 720327 / ISIN: DE0007203275) gelistete Dialog-Semiconductor-Aktie im freien Fall. Auslöser war ein Bericht der japanischen Wirtschaftszeitung „Nikkei“, wonach der Konzern mit dem Apfel im Logo, immerhin Dialog-Großkunde, einige der bisher bei Dialog Semiconductor bestellten Chips in Eigenregie herstellen könnte. Zu Beginn dieser Woche räumte Dialog selbst ein, dass Apple tatsächlich in der Lage wäre, die Herstellung der entsprechenden Chips zu stemmen. Weitere Kursverluste folgten. Und nun melden sich weitere Analysten zu Wort.

Die Analysten bei RBC Capital haben die Gelegenheit genutzt und das Rating für die Dialog-Semiconductor-Aktie von „Outperform“ auf „Sector Perform“ geändert, während das Kursziel für den TecDAX-Wert mal eben von 50,00 auf 25,00 Euro halbiert wurde. Grund für die pessimistischeren Töne ist die jüngste Dialog-Erklärung, wonach Apple die bisher von Dialog bezogenen Chips im Bereich Strommanagement von iPhones und iPads selbst herstellen könnte.

Dialog-Semiconductor-Chart: boerse-frankfurt.de

FAZIT. Aufgrund der jüngsten Kursverluste steht im Fall der Dialog-Semiconductor-Aktie auf Jahressicht 2017 nun ein satter Kursverlust von mehr als 40 Prozent zu Buche. Lediglich die Nordex-Aktie (WKN: A0D655 / ISIN: DE000A0D6554) hat im TecDAX für 2017 größere Verluste vorzuweisen. Anleger sollten nun abwarten, bis Klarheit herrscht, wie viele Aufträge Dialog Semiconductor tatsächlich vom bisherigen Großkunden Apple verliert und bis die Aktie einen Boden ausgebildet hat.

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