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Über althangrund.wien und Schlüsselmomente #gabb

Autor:
Christian Drastil

Der Namensgeber des Blogs. Ich funktioniere nach dem Motto "Trial, Error & Learning". Mehrjährige Business Pläne passen einfach nicht zu mir. Zu schnell (ver)ändert sich die Welt, in der wir leben. Damit bin ich wohl nicht konzernkompatibel sondern lieber ein alter Jungunternehmer. Ein lupenreiner Digital Immigrant ohne auch nur einen Funken Programmier-Know-How, aber - wie manche sagen - vielleicht mit einem ausgeprägten Gespür für Geschäftsmodelle, die funktionieren. Der Versuch, Finanzmedien mit Sport, Musik und schrägen Ideen positiv aufzuladen, um Financial Literacy für ein grosses Publikum spannend zu machen, steht im Mittelpunkt. Diese Dinge sind mein Berufsleben und ich arbeite gerne. Der Blog soll u.a. zeigen, wie alles zusammenhängt und welches Bigger Picture angestrebt wird.
Christian Drastil

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28.01.2018, 4737 Zeichen
In der morgigen Ausgabe unseres Börsenbriefs http://www.boerse-social.com/gabb bringe ich ein paar Gedanken zu conwert, 6b47 und mein direktes Wohnumfeld am Althangrund, hier lebe ich und bin auch mit der Firma tätig. Im #gabb wird das Thema natürlich durchaus Börsebezug haben.
 
 
Zum Rundherum: Wir Anrainer haben http://www.althangrund.wien gestartet, Mitinitiator Johannes Lutz fasst im Facebook-Forum "Die Zukunft der Städte" recht gut den Status Quo zusammen.

" ... Im Verfahren wurden einige Fehler gemacht, die dazu geführt haben, dass wir jetzt stehen, wo wir stehen, und im Moment einige Akteure Wunden lecken. Ein negativer Schlüsselmoment für die Bürgerinnen und Bürger war der Moment, als bei der Präsentation des lokalen städtebaulichen Leitbilds im März 2017 Eva Blimlinger, Rektorin der Bildenden, aufstand und Diskussion einforderte, die beinhart verweigert wurde und auch in den Monaten danach nicht stattfand.

Die Bürgerbeteiligungsprozesse im Vorfeld (Grobes Leitbild 2014, lokales städtebauliches Leitbild 2017) werden von den wenigen beteiligten Bürgerinnen und Bürgern sehr kritisch gesehen und von einigen als Bürgerbeschäftigung an Stelle von echter Bürgerbeteiligung bewertet. Der Bürgerbeteiligungsprozess muss jedenfalls vielfältiger und flexibler werden, um bei so großen Projekten wie Althangrund die unterschiedlichen Anspruchsgruppen in einer vielfältigen Stadt besser zu erreichen.
 
Gravierende Schwächen weisen u.a. die Instrumente Stadtentwicklungskommission, Fachbeirat für Stadtplanung und Stadtgestaltung und das Stellungnahmeverfahren im Rahmen der öffentlichen Auflage auf. Die öffentliche Information darf nicht aus Gründen der Sparsamkeit weitgehend dem privaten Investor überlassen werden, so engagiert er auch seine Rolle wahrnehmen mag.
Besonders negativ hat sich der komplexe Verfahrensablauf auf die Stimmung in der Bevölkerung ausgewirkt: Flächenwidmung unter faktischer Aussparung jenes Teilgebiets, in dem Hochhäuser und Hochpark errrichtet werden sollen, parallel dazu anlaufender zweistufiger Realisierungswettbewerb mit Entscheidung im April 2018, dann neuerliches Flächenwidmungsverfahren für das Wettbewerbsgebiet. Da spielte der Druck durch die im November 2017 nach sechs Jahren und Verlängerung endgültig ablaufende Bausperre eine große Rolle, das entschuldigt aber nichts. Die Bürgerinnen und Bürger verstehen das nicht, und die meisten Fachleute im übrigen auch nicht.
Dass die unter immensen Druck stehende Profession der Architekten in der Zeit um Weihnachten und Neujahr kostenlose Beratungsleistungen für ein Projekt mit äußerst komplexen Rahmenbedingungen erbringen soll, ist für Außenstehende schwer nachvollziehbar. Es ist nur verständlich, dass die Kammer der Architekten mit Schreiben vom 25. Jänner die Kooperation beim Wettbewerb zum Althanquartier vorerst ausgesetzt hat.

Eine Schwäche der aktuellen Verfahren ist, dass das größere Gebiet nördlich der von 6B47 erworbenen Grundstücke und Gebäude außer Blick geraten ist. Die Potentiale des gesamten Althangrunds bis hinauf zur Spittelau (U-Bahnstation und Fernheizwerk) können aber nur dann gehoben werden, wenn das Gebiet weiterhin gesamthaft gesehen und entwickelt wird.

Positiv sehe ich die Einrichtung eines Dialogbüros mit Ombudsfrau durch den Investor, die intensive Information interessierter Bürgerinnen und Bürger in der Bezirksvertretung u.a. durch die MA 21, das enorme Engagement des Bauausschusses des Bezirks Alsergrund bei der Erstellung der Stellungnahme des Bezirks, die online-Übertragung der Bezirksvertretungssitzung, in der die Stellungnahme beschlossen wurde, die umgehende Veröffentlichung der Stellungnahme statt die mehrwöchige Einspruchsfrist abzuwarten, der Dialog von Stadträtin Vassilakou mit Bürgerinnen und Bürgern vor wenigen Tagen, und die online-Übertragung der Gemeinderatssitzung am 25. Jänner, in der Vassilakou den Stopp des aktuellen Flächenwidmungsverfahrens und die Zusammenlegung mit dem sich an den Wettbewerb anschließenden Verfahren im Rahmen der Fragestunde bekanntgab.

Ich bin Anrainer und blicke von meiner Wohnung auf das Parkhaus und künftige Hochhausgebiet. Dennoch, ich bin froh dass Menschen aus der ganzen Stadt sich für den Althangrund interessieren und sich an der Debatte beteiligen. Wir alle spüren, wie rasant sich die Stadt jetzt verändert, und wir alle sind beunruhigt. Gestern Heumarkt, heute Althangrund, morgen Dein Bezirk. Ich wünsche mir umfassende Transparenz, intelligentere Bürgerbeteiligung und Nutzung der tollen Ressourcen, die alle Anspruchsgruppen für das spannendste innerstädtische Entwicklungsgebiet Wiens einbringen.

Mehr Informationen und Debatte gibt's in der Facebookgruppe "Initiative Lebenswerter Althangrund" - https://www.facebook.com/groups/althangrund/" "
 

(28.01.2018)

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    Die Bürgerbeteiligungsprozesse im Vorfeld (Grobes Leitbild 2014, lokales städtebauliches Leitbild 2017) werden von den wenigen beteiligten Bürgerinnen und Bürgern sehr kritisch gesehen und von einigen als Bürgerbeschäftigung an Stelle von echter Bürgerbeteiligung bewertet. Der Bürgerbeteiligungsprozess muss jedenfalls vielfältiger und flexibler werden, um bei so großen Projekten wie Althangrund die unterschiedlichen Anspruchsgruppen in einer vielfältigen Stadt besser zu erreichen.
     
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    Dass die unter immensen Druck stehende Profession der Architekten in der Zeit um Weihnachten und Neujahr kostenlose Beratungsleistungen für ein Projekt mit äußerst komplexen Rahmenbedingungen erbringen soll, ist für Außenstehende schwer nachvollziehbar. Es ist nur verständlich, dass die Kammer der Architekten mit Schreiben vom 25. Jänner die Kooperation beim Wettbewerb zum Althanquartier vorerst ausgesetzt hat.

    Eine Schwäche der aktuellen Verfahren ist, dass das größere Gebiet nördlich der von 6B47 erworbenen Grundstücke und Gebäude außer Blick geraten ist. Die Potentiale des gesamten Althangrunds bis hinauf zur Spittelau (U-Bahnstation und Fernheizwerk) können aber nur dann gehoben werden, wenn das Gebiet weiterhin gesamthaft gesehen und entwickelt wird.

    Positiv sehe ich die Einrichtung eines Dialogbüros mit Ombudsfrau durch den Investor, die intensive Information interessierter Bürgerinnen und Bürger in der Bezirksvertretung u.a. durch die MA 21, das enorme Engagement des Bauausschusses des Bezirks Alsergrund bei der Erstellung der Stellungnahme des Bezirks, die online-Übertragung der Bezirksvertretungssitzung, in der die Stellungnahme beschlossen wurde, die umgehende Veröffentlichung der Stellungnahme statt die mehrwöchige Einspruchsfrist abzuwarten, der Dialog von Stadträtin Vassilakou mit Bürgerinnen und Bürgern vor wenigen Tagen, und die online-Übertragung der Gemeinderatssitzung am 25. Jänner, in der Vassilakou den Stopp des aktuellen Flächenwidmungsverfahrens und die Zusammenlegung mit dem sich an den Wettbewerb anschließenden Verfahren im Rahmen der Fragestunde bekanntgab.

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