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Baidu: Ein riskantes Manöver? (Christian-Hendrik Knappe)

15.03.2019, 3761 Zeichen

Baidu hat ambitionierte Pläne. Das chinesische Internetunternehmen möchte sich in einigen vielversprechenden Wachstumsfeldern wie Künstliche Intelligenz breitmachen und kräftig investieren. Allerdings ist man bei diesem Vorhaben nicht allein. Die Konkurrenz ist sowohl national als auch international sehr schlagkräftig.

Der Kurs der Baidu-Aktie litt zuletzt unter dem Handelsstreit zwischen China und den USA. Die chinesische Regierung möchte insbesondere den heimischen Technologieunternehmen dazu verhelfen, sich auch auf dem Weltmarkt eine führende Position zu erkämpfen. So etwas gefällt vor allem der führenden Technologienation, den USA, nicht. Dies kann man zum Beispiel am Fall Huawei sehen. Der weltweit führende Netzwerkausrüster ist der US-Regierung ein Dorn im Auge. Die Hoffnungen auf eine Beilegung des Handelsstreits haben jedoch dazu geführt, dass sich die Baidu-Aktie in den vergangenen Wochen stabilisieren konnte. Für mehr hat es noch nicht gereicht. Zumal sich das chinesische Wirtschaftswachstum zuletzt verlangsamt hat.

Trotz dieser Verlangsamung blieb Baidu auf seinem Wachstumskurs. Schließlich ist das Unternehmen die größte Internetsuchmaschine Chinas und damit auch gleich die zweitgrößte Suchmaschine weltweit hinter Google. Zudem profitierte Baidu von steigenden Wachstumszahlen, vor allem im mobilen Bereich. Laut Unternehmensangaben vom 21. Februar 2019 wuchs die Zahl der täglichen Nutzer der Baidu-App im Schlussquartal 2018 um 24 Prozent auf 161 Millionen. Die konzernweiten Umsatzerlöse kletterten im vierten Quartal 2018 um 22 Prozent auf 27,2 Mrd. Yuan (umgerechnet 3,6 Mrd. Euro). Im Gesamtjahr 2018 lagen die Erlöse bei 102,3 Mrd. Yuan, ein Anstieg von 28 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der den Anteilseignern zurechenbare Nettogewinn kletterte in 2018 um 51 Prozent auf 27,6 Mrd. Yuan.

Rund 80 Prozent der Baidu-Umsätze werden immer noch mithilfe des Bereichs Online-Marketing erzielt. Dazu zählen die Internetsuchmaschine oder Nachrichtenseiten. Allerdings hat sich das Wachstum in diesem Bereich zuletzt abgeschwächt. Auch ein Grund, warum Baidu immer mehr Geschäftsfelder abseits der Internetsuche erobern möchte. Als besonders wachstumsstark erwies sich zuletzt der Streamingdienst iQiYi. Im vierten Quartal verbuchte dieser einen Umsatzsprung um 55 Prozent auf 7,0 Mrd. Yuan. Gleichzeitig wurden jedoch die Ausgaben für neue Inhalte, vor allem für iQiYi, nahezu verdoppelt.

Die Investitionen dürften in den kommenden Jahren sogar noch deutlicher ansteigen. Dabei hat Baidu nicht nur Inhalte für iQiYi im Visier. Neben der Künstlichen Intelligenz beschäftigt sich das Unternehmen mit vielen weiteren Zukunftsthemen wie Sprachassistenten, dem autonomen Fahren, Smart Home, intelligenten Transportmöglichkeiten oder Cloud Computing. Während die hohen Investitionen in diesen Bereichen die Gewinnsituation belasten dürften, ist es nicht abzusehen, wie gut sich Baidu im harten Wettbewerb behaupten kann. Schließlich hat man es auf dem heimischen chinesischen Technologiemarkt bereits mit Branchengrößen wie Alibaba oder Tencent zu tun, während international Konzerne wie die Google-Muttergesellschaft Alphabet, Amazon & Co in vielen Bereichen einen Vorsprung haben und es Baidu nicht leicht machen dürften.

Spekulative Anleger, die steigende Kurse der Baidu-Aktie erwarten, könnten mit einem klassischen Optionsschein Call der Deutschen Bank (WKN DS8LMC, Laufzeit bis zum 18.12.2019) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Optionsscheins liegt derzeit bei 9,66. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert ist, könnte mit einem klassischen Optionsschein Put der Deutschen Bank (WKN DS8Q1H, aktueller Hebel 13,65; Laufzeit bis zum 18.12.2019) auf fallende Kurse der Baidu-Aktie setzen.

Stand: 12.03.2019


(15.03.2019)

© Deutsche Bank AG -
Bei dem vorliegenden Dokument handelt es sich um eine Werbemitteilung. Die in diesem Dokument enthaltenen Angaben stellen keine Anlageberatung dar. Weitere, ausführlichere Angaben zu den Wertpapieren einschließlich der Risiken sind den jeweiligen Basisprospekten, nebst etwaiger Nachträge („Basisprospekte“) sowie den jeweiligen Endgültigen Bedingungen zu entnehmen. Der Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen stellen das allein verbindliche Verkaufsdokument der Wertpapiere dar. Anleger können die Basisprospekte nebst den jeweiligen Endgültigen Bedingungen bei der Deutsche Bank AG, Mainzer Landstraße 11-17, 60329 Frankfurt am Main (Deutschland) kostenlos in Papierform und deutscher Sprache erhalten und unter www.xmarkets.de herunterladen.

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