21.06.2019, 3964 Zeichen
Bei der Deutschen Telekom freut man sich, dass es nach einer langwierigen Frequenzversteigerung auch in Deutschland mit 5G so richtig losgehen kann. Allerdings sind die Unsicherheiten für den Bonner DAX-Konzern damit längst nicht aus der Welt. Vor allem der Blick auf den US-Markt ist mit Fragezeichen, aber auch großen Chancen verbunden.
Am 12. Juni teilte die Bundesnetzagentur endlich mit, dass die 5G-Frequenzversteigerung beendet sei. Damit kann es endlich auch in Deutschland mit der 5. Generation des mobilen Internets losgehen. Während sich die Bundesregierung über Rekordeinnahmen von 6,5 Mrd. Euro freut, müssen die an der Versteigerung beteiligten Telekommunikationsunternehmen Deutsche Telekom, Vodafone, Telefónica (E-Plus/O2) und United Internet (1&1 Drillisch) dieses Geld wieder hereinholen.
Mit knapp 2,2 Mrd. Euro bot die Telekom die höchste Summe. Dieses Geld fehlt nun nicht nur beim Mobilfunkausbau, vielmehr sind die ersteigerten Frequenzen mit Auflagen verbunden, um den Netzausbau in Deutschland voranzutreiben. Auch in Gegenden, in denen sich dies für die Mobilfunkbetreiber kaum oder gar nicht lohnt. Zudem setzen einige große Konzerne auf eigene 5G-Netze, so dass Mobilfunkbetreibern in diesem Bereich einige sehr lukrative Geschäfte entgehen.
Trotz der hohen Kosten für die Ersteigerung der Funkfrequenzen und des bevorstehenden teuren Mobilfunkausbaus bietet 5G Telekommunikationskonzernen wie der Deutschen Telekom auch reichlich Potenzial. Schließlich sind ganz neue Geschäftsmodelle denkbar. Dank 5G werden immer mehr Maschinen und Menschen in Echtzeit miteinander kommunizieren können. Die Anwendungsgebiete sind vielfältig. Im Mittelpunkt steht dabei das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) und damit auch das weite Feld Industrie 4.0.
Auch in den USA steht der Mobilfunkausbau an. Umso wichtiger ist es für die Deutsche Telekom, den US-Regulierungsbehörden die geplante Fusion zwischen Sprint und T-Mobile US schmackhaft zu machen. Die Deutsche Telekom wirbt vor allem damit, dass nur ein fusioniertes Unternehmen die notwendigen Investitionen in den 5G-Mobilfunkausbau stemmen und auch die ländlichen Gebiete mit einem entsprechenden Netz abdecken könnte.
Laut eines "New York Times"-Berichts vom 14. Juni steht das US-Justizministerium kurz davor, den Deal zu genehmigen, allerdings unter strengen Auflagen. Zu diesen Auflagen könnte demnach der Verkauf von Funkfrequenzen und Geschäftsteilen wie der Sprint-Prepaid-Marke Boost Mobile gehören. Außerdem hatten zuletzt einige US-Bundesstaaten gegen die angestrebte Fusion geklagt. Dies führt zu weiteren Unsicherheiten und Verzögerungen. Die Bundesstaaten sehen unter anderem Gefahren für den Wettbewerb und damit steigende Preise im Mobilfunkbereich. Schließlich würde der Markt auf die drei großen Anbieter AT&T, Verizon und T-Mobile US/Sprint ausgedünnt.
Trotz der anhaltenden Unsicherheiten schienen sich die US-Regulierungsbehörden, anders als in der Vergangenheit, zuletzt in Richtung Genehmigung einer Fusion zwischen T-Mobile US und Sprint zu bewegen. Es bleibt jedoch fraglich, ob die entsprechenden Auflagen dafür sorgen, dass der Deal nicht mehr vorteilhaft ist. Fraglich bleibt auch, ob sich die hohen Investitionen in den 5G-Mobilfunkausbau am Ende auszahlen werden. Zumindest hat die Deutsche Telekom in den vergangenen Jahren gezeigt, dass mit ihr in den USA auch ohne eine Fusion von T-Mobile US und Sprint dank eines aggressiven Kundenfangs zu rechnen ist.
Spekulative Anleger, die steigende Kurse der Deutsche Telekom-Aktie erwarten, könnten mit einem WAVE XXL-Call der Deutschen Bank (WKN DS7PKX) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liegt derzeit bei 3,97, die Barriere bei 12,20 Euro. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert ist, könnte mit einem WAVE XXL-Put der Deutschen Bank (WKN DC2TSM, aktueller Hebel 4,29, Barriere bei 18,15 Euro) auf fallende Kurse der Deutsche Telekom-Aktie setzen.
Stand: 19.06.2019
© Deutsche Bank AG -
Bei dem vorliegenden Dokument handelt es sich um eine Werbemitteilung.
Die in diesem Dokument enthaltenen Angaben stellen keine Anlageberatung dar. Weitere, ausführlichere Angaben zu den Wertpapieren einschließlich der Risiken sind den jeweiligen Basisprospekten, nebst etwaiger Nachträge („Basisprospekte“) sowie den jeweiligen Endgültigen Bedingungen zu entnehmen. Der Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen stellen das allein verbindliche Verkaufsdokument der Wertpapiere dar. Anleger können die Basisprospekte nebst den jeweiligen Endgültigen Bedingungen bei der Deutsche Bank AG, Mainzer Landstraße 11-17, 60329 Frankfurt am Main (Deutschland) kostenlos in Papierform und deutscher Sprache erhalten und unter www.xmarkets.de herunterladen.
Alle Meinungsäußerungen geben die aktuelle Einschätzung der Deutsche Bank AG wieder, die sich ohne vorherige Ankündigung ändern kann.
Wiener Börse Party #1155: ATX unverändert, mit Wienerberger / Verbund zwei Dauer-ATXler vorne, Frequentis 18/70 und Rheinmetall/Ritschy
Bildnachweis
1.
Deutsche Telekom, Logo, Magenta 360b / Shutterstock.com
, (© www.shutterstock.com) >> Öffnen auf photaq.com
Aktien auf dem Radar:Frequentis, Agrana, Bajaj Mobility AG, EuroTeleSites AG, Amag, UBM, FACC, OMV, Porr, Rosgix, EVN, Kapsch TrafficCom, Austriacard Holdings AG, Addiko Bank, Fabasoft, Heid AG, Mayr-Melnhof, Palfinger, Rath AG, Rosenbauer, Zumtobel, Polytec Group, Semperit, BKS Bank Stamm, Telekom Austria, Oberbank AG Stamm, CPI Europe AG, Österreichische Post, Infineon, BMW, Fresenius Medical Care.
Random Partner
wikifolio
wikifolio ging 2012 online und ist heute Europas führende Online-Plattform mit Handelsstrategien für alle Anleger, die Wert auf smarte Geldanlage legen. wikifolio Trader, darunter auch Vollzeitinvestoren, erfolgreiche Unternehmer, Experten bestimmter Branchen, Vermögensverwalter oder Finanzredaktionen, teilen ihre Handelsideen in Musterportfolios, den wikifolios.
>> Besuchen Sie 55 weitere Partner auf boerse-social.com/partner
Latest Blogs
» Österreich-Depots: Feiertags-Bilanz (Depot Kommentar)
» Börsegeschichte 14.5.: Burgenland Holding, Frequentis, Porr (Börse Gesch...
» Nachlese: Inside Umbrella 17 Ritschy Dobetsberger, Lina Mosentseva, Alek...
» PIR-News: RBI/Addiko, Flughafen Wien, AT&S, Asta Energy, Research zu Ver...
» Wiener Börse Party #1155: ATX ruhig, mit Wienerberger / Verbund zwei Dau...
» Wiener Börse am Feiertag Vormittag unverändert: Wienerberger, Verbund un...
» ATX feiert 35-jähriges Jubiläum – Wiener Börse mit starkem Handelstag un...
» Von der Dotcom-Blase zur Stiftungsvorständin: Birgit Nogglers Weg durch ...
» Wiener Börse Party #1154: ATX stärker, Bajaj Mobility sehr fest, heute s...
Useletter
Die Useletter "Morning Xpresso" und "Evening Xtrakt" heben sich deutlich von den gängigen Newslettern ab.
Beispiele ansehen bzw. kostenfrei anmelden. Wichtige Börse-Infos garantiert.
Newsletter abonnieren
Runplugged
Infos über neue Financial Literacy Audio Files für die Runplugged App
(kostenfrei downloaden über http://runplugged.com/spreadit)
per Newsletter erhalten
- Wie Austriacard Holdings AG, Cyan AG, Verbio, fre...
- Wie Ahlers, SMA Solar, Aixtron, Infineon, Vipshop...
- Wie Boeing, Caterpillar, IBM, Goldman Sachs, 3M u...
- Wie Infineon, BMW, SAP, Scout24, Volkswagen Vz. u...
- Wiener Börse: ATX legt am Feiertag 0,6 Prozent zu
- Wiener Börse Nebenwerte-Blick: Heid steigt stark
Featured Partner Video
Kapitalmarkt-stimme.at daily voice: Mit 50 abgeschrieben? Dann tu was dagegen! (CD liest Andrea Lehwald)
kapitalmarkt-stimme.at daily voice auf audio-cd.at. Ab sofort lese ich hier auch in unregelmässigen Abständen Texte, Passagen oder Postings, die mich irgendwie erreicht haben. Immer mit Zustimmung ...
Books josefchladek.com
Machiel Botman
Heartbeat
1994
Volute
Jack Davison
13–15 November. Portraits: London
2026
Helions
Ryuji Miyamoto
Kobe 1995 After the Earthquake
1995
Telescope
