17.09.2025, 2612 Zeichen
Aus den Morning News der Wiener Privatbank: "Die Wiener Börse hat gestern Dienstag mit schwacher Tendenz geschlossen. Der heimische Leitindex ATX weitete seine Abschläge am Nachmittag nochmals merklich aus und schloss um 1,46 Prozent tiefer bei 4.577,95 Zählern. Der ATX Prime schloss mit einem Minus von 1,45 Prozent bei 2.285,10 Einheiten. Auch das europäische Umfeld zeigte sich tiefrot. Marktbeobachter verwiesen auf die aktuellen geopolitischen Unsicherheiten sowie auf zurückhaltende Anleger vor der heute Mittwoch anstehenden US-Leitzinsentscheidung. Auch wegen der jüngsten Signale einer Abschwächung des US-Arbeitsmarktes wird damit gerechnet, dass die Notenbank Fed die Zinsen um mindestens 0,25 Prozentpunkte reduzieren wird.
Gestern Nachmittag rückten aktuelle US-Wirtschaftsdaten ins Blickfeld der Marktakteure: Die Umsätze im US-Einzelhandel sind im August stärker als erwartet gestiegen. Sie legten im Vergleich zum Vormonat um 0,6 Prozent zu. Volkswirte hatten im Schnitt einen Anstieg um 0,2 Prozent erwartet. Die US-Importe haben sich im August überraschend verteuert, wurde ferner bekannt. Zudem ist in den USA die Industrieproduktion im August unerwartet gestiegen.
Belastet wurde der ATX vor allem von den deutlichen Abschlägen bei im Index schwer gewichteten Bankwerten. So schlossen Raiffeisen um 3,6 Prozent tiefer und Erste Group büßten 2,4 Prozent ein. Anteilsscheine der BAWAG schlossen 2,8 Prozent tiefer. Bei den Versicherern mussten VIG ein Minus von 2,7 Prozent verbuchen, UNIQA gaben um 1,8 Prozent nach. Auch aktuelle Analystenkommentare von der Erste Group rückten in den Fokus. So haben die Experten der Erste Group ihr Kursziel für die AT&S-Aktien von 24,30 auf 22,50 Euro gekürzt. Das Anlagevotum "Accumulate" wurde unverändert beibehalten. Die AT&S-Titel schlossen knapp ein Prozent schwächer bei 20,15 Euro. Zudem kappte die Erste Group ihr Kursziel für die Aktien des Ölfeldausrüsters SBO von 50,50 auf 38,30 Euro. Hier wurde die Anlageempfehlung "Buy" bestätigt. Die SBO-Anteilsscheine gewannen um 0,8 Prozent auf 26,20 Euro. Die Einschätzung für die Aktien der Telekom Austria wurde von der Erste Group im Rahmen einer Sektor-Studie von "Accumulate" auf "Hold" reduziert. Das Kursziel wurde hingegen von 9,40 auf 10,30 Euro angehoben. Die Telekom-Papiere zeigten sich zu Handelsschluss deutliche 3,7 Prozent tiefer bei 9,42 Euro. Weiters hat die Erste Group ihre Einstufung "Accumulate" für die Aktien von EuroTeleSites bestätigt. Auch das Kursziel in Höhe von 5,90 Euro wurde unverändert beibehalten. Die Aktien der Sendemastenfirma stiegen um 1,8 Prozent auf 4,97 Euro."
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Aktien auf dem Radar:AT&S, Palfinger, DO&CO, CPI Europe AG, Mayr-Melnhof, EuroTeleSites AG, Rosenbauer, Athos Immobilien, Lenzing, Marinomed Biotech, Austriacard Holdings AG, Frequentis, Heid AG, Kapsch TrafficCom, Wiener Privatbank, Zumtobel, BKS Bank Stamm, BTV AG, Oberbank AG Stamm, Amag, CA Immo, Flughafen Wien, Österreichische Post, Semperit, Telekom Austria.
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