08.03.2026, 3662 Zeichen
Der Iran feuert weiter Raketen auf Nachbarstaaten – trotz einer offiziellen Entschuldigung seiner Regierung. Besonders die Vereinigten Arabischen Emirate, Katar und Bahrain stehen unter Beschuss. Die Eskalation zwingt Kuwait bereits, seine Ölförderung zu drosseln.
Entschuldigung ohne Wirkung: Angriffe gehen weiter
Die Lage am Persischen Golf bleibt extrem angespannt. Obwohl der iranische Präsident Massud Peseschkian sich für die Angriffe entschuldigte, registrieren die Abwehrsysteme der Nachbarstaaten ununterbrochene Attacken. Die iranischen Revolutionsgarden feuern weiter ballistische Raketen und Drohnen ab.
Allein die VAE melden den Abschuss von rund 200 Raketen und über 1.100 Drohnen seit Beginn der Kämpfe. Auch in Bahrain und Katar mussten heute wieder Projektile abgefangen werden. Das bahrainische Militär bestätigt mehr als 80 abgefangene Raketen in der vergangenen Woche.
Analysten deuten die Diskrepanz zwischen diplomatischen Worten und militärischen Aktionen als internen Kontrollverlust. Nach der Tötung der obersten Führungsriege scheinen verschiedene Militärfraktionen nun dezentral zu agieren.
Wirtschaft unter Beschuss: Kuwait drosselt Ölförderung
Die Krise erreicht die globalen Energiemärkte. Der staatliche kuwaitische Ölkonzern KPC gab heute bekannt, die nationale Ölproduktion und Raffineriekapazitäten aus Sicherheitsgründen zu reduzieren. Grund sind die anhaltenden iranischen Angriffe und Drohungen gegen die Schifffahrt in der Straße von Hormus.
Wirtschaftsexperten beobachten die Entwicklung mit Sorge. Eine dauerhafte Störung dieser strategisch wichtigen Schifffahrtsroute könnte internationale Lieferketten massiv beeinträchtigen. Die Region fürchtet langfristige wirtschaftliche Schäden.
US-Offensive zerstört iranische Marine
Auslöser der iranischen Angriffswelle war eine beispiellose Militäroperation der USA und Israels Ende Februar. Unter den Codenamen „Epic Fury“ und „Roaring Lion“ zielten die Alliierten auf das iranische Raketen- und Atomprogramm.
Das US-Zentralkommando bestätigt, dass in der ersten Woche knapp 2.000 strategische Ziele im Iran angegriffen wurden. In den vergangenen Tagen vernichteten US-Streitkräfte einen Großteil der verbliebenen iranischen Kriegsschiffe.
Doch trotz massiver Verluste bleibt das iranische Militär handlungsfähig. Aus unterirdischen und dezentralen Positionen führen die Revolutionsgarden weiter asymmetrische Gegenschläge durch.
Konflikt weitet sich aus
Die Eskalation beschränkt sich längst nicht mehr auf das direkte Verhältnis zwischen Iran, Israel und USA. In den vergangenen Tagen griffen iranische Kräfte auch Aserbaidschan an und beschädigten zivile Infrastruktur am Flughafen von Nachitschewan.
Eine mutmaßlich auf den NATO-Stützpunkt Incirlik in der Türkei abzielende Rakete wurde über dem östlichen Mittelmeer abgefangen. Gleichzeitig beschießt der Iran weiter israelisches Staatsgebiet. Die israelische Armee meldete mehrfach Raketenalarm in Ballungszentren wie Tel Aviv.
Experten warnen vor weiterer Eskalation
Sicherheitsexperten bewerten die Lage als eine der gefährlichsten Entwicklungen in der jüngeren Geschichte des Nahen Ostens. Die Strategie der Alliierten, das militärische Potenzial des Irans aus der Luft zu eliminieren, birgt enorme regionale Risiken.
Die Eliminierung der Führungsspitze hat eine Nachfolgekrise ausgelöst. Innerhalb der Revolutionsgarden tobt ein interner Kampf um die Kontrolle – das erklärt die unkoordinierte Fortsetzung der Angriffe.
US-Präsident Donald Trump drohte heute mit einer weiteren Ausweitung der amerikanischen Angriffe, sollten die iranischen Attacken nicht umgehend eingestellt werden. Eine baldige Deeskalation zeichnet sich nicht ab.
Börsepeople im Podcast S24/10: Erich Kocina
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