21.03.2026, 2919 Zeichen
Oracle steht vor einem Balanceakt: Einerseits boomt das KI-Geschäft, andererseits wächst die Sorge der Anleger, dass die aggressive Expansionsstrategie das Unternehmen finanziell überfordert. Heute verlor die Aktie rund 3,6 Prozent – und das trotz zuletzt starker Quartalszahlen.
Kapitalerhöhung belastet die Stimmung
Im Zentrum der Skepsis steht ein 50-Milliarden-Dollar-Investitionsprogramm für das laufende Geschäftsjahr. Einen Teil dieser Summe will Oracle über ein sogenanntes At-the-Market-Programm aufbringen – konkret bis zu 20 Milliarden Dollar durch die Ausgabe neuer Aktien. Für bestehende Aktionäre bedeutet das eine spürbare Verwässerung ihrer Anteile. Hinzu kommen mehrere Sammelklagen, die prüfen, ob Oracle die kurzfristigen Umsatzperspektiven aus den Milliarden-Investitionen korrekt dargestellt hat.
Parallel läuft eine umfangreiche interne Umstrukturierung. Das Budget dafür wurde zuletzt um 500 Millionen Dollar auf insgesamt 2,1 Milliarden Dollar angehoben. Rund 982 Millionen Dollar wurden bereits ausgegeben, überwiegend für Abfindungen. Bis zum Geschäftsjahresende am 31. Mai stehen noch etwa 1,1 Milliarden Dollar für weitere Stellenabbaumaßnahmen bereit. Als Treiber nennt Oracle unter anderem verbesserte interne Entwicklerwerkzeuge, die den Bedarf an Softwareentwicklern reduzieren sollen.
Starke Auftragslage, schwache Kursentwicklung
Das operative Bild ist dabei keineswegs düster. Die verbleibenden Leistungsverpflichtungen – ein Maßstab für künftige Einnahmen – stiegen um 325 Prozent auf 553 Milliarden Dollar. Die Cloud-Umsätze kletterten um 44 Prozent auf 8,9 Milliarden Dollar, der Infrastrukturbereich wuchs sogar um 84 Prozent. Um den Kapitalbedarf zu begrenzen, setzt Oracle zudem auf ein „Bring-your-own-hardware"-Modell, bei dem Kunden eigene Prozessoren einbringen. Mehr als zehn Gigawatt an Rechen- und Energiekapazität wurden für die nächsten drei Jahre gesichert – der Großteil davon von Partnern finanziert.
Anzeige
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Oracle?
Institutionelle Investoren reagieren dennoch zurückhaltend. Davis Selected Advisers reduzierte seine Beteiligung im dritten Quartal um 49 Prozent und verkaufte rund 64.500 Aktien.
Der Markt zweifelt nicht an der Nachfrage nach KI-Infrastruktur, sondern daran, wie schnell der gigantische Auftragsbestand in tatsächlich verbuchte und profitable Umsätze umgewandelt werden kann. Solange diese Frage offen bleibt, dürfte der Druck auf die Aktie anhalten – trotz aller Rekordwerte im Auftragseingang.
Anzeige
Oracle-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Oracle-Analyse vom 21. März liefert die Antwort:
Die neusten Oracle-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Oracle-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 21. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Oracle: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
Wiener Börse Party #1196 feat. Opening Bell-Miterfinderin Karin Bauer: ATX etwas fester, mehr Streubesitz bei der Porr, 35 Jahre Agrana-IPO
Bildnachweis
1.
Trading
Aktien auf dem Radar:Porr, Kapsch TrafficCom, AT&S, Semperit, RHI Magnesita, Amag, OMV, Lenzing, Strabag, Addiko Bank, FACC, Flughafen Wien, Frequentis, Gurktaler AG VZ, Heid AG, Reploid Group AG, Marinomed Biotech, Bajaj Mobility AG, voestalpine, BKS Bank Stamm, Austriacard Holdings AG, EuroTeleSites AG, CPI Europe AG, Österreichische Post, Telekom Austria, UBM, Fresenius Medical Care, Rheinmetall, SAP, Volkswagen Vz., BMW.
Random Partner
Addiko Group
Die Addiko Gruppe besteht aus der Addiko Bank AG, der österreichischen Mutterbank mit Sitz in Wien (Österreich), die an der Wiener Börse notiert und sechs Tochterbanken, die in fünf CSEE-Ländern registriert, konzessioniert und tätig sind: Kroatien, Slowenien, Bosnien & Herzegowina (wo die Addiko Gruppe zwei Banken betreibt), Serbien und Montenegro.
>> Besuchen Sie 55 weitere Partner auf boerse-social.com/partner
Latest Blogs
» LinkedIn-NL: Juli als Treasury-Monat im Börse Social Network, Presenter ...
» Österreich-Depots: Weekend-Bilanz (Depot Kommentar)
» Börsegeschichte 10. Juni: Agrana (Börse Geschichte) (BörseGeschichte)
» ATX legt zu, Agrana feiert 35 Jahre Börsennotiz: Die Themen der Wiener B...
» Nachlese: Podcast-Sommerparty mit Matejka/Deuber und Kritik, Hans Huber ...
» News zu Porr, Frequentis, Andritz, RBI/Addiko (Christine Petzwinkler)
» Arge News vom DIRK (Christian Drastil)
» Wiener Börse Party #1196 feat. Opening Bell-Miterfinderin Karin Bauer: A...
» ATX auf Rekordkurs: Wie Österreichs Börse zum "Top Dog" wurde, aber die...
» LinkedIn-NL: Monthly Main Event #3: Alles im Zeichen der 20. ZFA-Awards ...
Useletter
Die Useletter "Morning Xpresso" und "Evening Xtrakt" heben sich deutlich von den gängigen Newslettern ab.
Beispiele ansehen bzw. kostenfrei anmelden. Wichtige Börse-Infos garantiert.
Newsletter abonnieren
Runplugged
Infos über neue Financial Literacy Audio Files für die Runplugged App
(kostenfrei downloaden über http://runplugged.com/spreadit)
per Newsletter erhalten
- LinkedIn-NL: Juli als Treasury-Monat im Börse Soc...
- Polytec Group und Rosenbauer vs. Palfinger und RH...
- Hannover Rück und Swiss Re vs. Talanx und General...
- Tele Columbus und Vodafone vs. O2 und Drillisch –...
- ArcelorMittal und voestalpine vs. ThyssenKrupp un...
- Puma und Garmin vs. World Wrestling Entertainment...
Featured Partner Video
Wiener Börse Party #1187: ATX schwächer, Index Entries für Innio, Space X (global market) und Emerald Horizon; gute Start-Entwicklung
Die Wiener Börse Party ist ein Podcastprojekt für Audio-CD.at von Christian Drastil Comm.. Unter dem Motto „Market & Me“ berichtet Christian Drastil über das Tagesgeschehen an der Wiener Börse. Inh...
Books josefchladek.com
Ola Rindal
Stains & Ashes
2025
Poursuite
Keizo Kitajima
USSR 1991
2012
Little Big Man
