25.03.2026, 2500 Zeichen
Geringerer Gewinn, höhere Ausschüttung — das ist die überraschende Botschaft, mit der Jenoptik heute den Markt bedient. Analysten hatten im Schnitt mit einer niedrigeren Dividende gerechnet. Es kam anders.
2025 lief nicht rund für den Jenaer Konzern. Der Umsatz sank um rund 6 Prozent auf 1,05 Milliarden Euro, der Nettogewinn brach um gut ein Fünftel auf 74,2 Millionen Euro ein — nach 94,2 Millionen Euro im Jahr zuvor. Auch das operative Ergebnis gab nach: Das EBITDA fiel um 13 Prozent auf 192 Millionen Euro, die entsprechende Marge auf 18,4 Prozent.
Trotzdem beschloss der Vorstand, je Aktie 40 Cent auszuschütten — zwei Cent mehr als für 2024. Ein Signal an die Investoren, das offenbar ankommt: Die Aktie legte vorbörslich um rund 2 Prozent auf etwa 26,50 Euro zu.
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Beim Ausblick wird Jenoptik konkreter als noch im Februar. Damals sprach das Unternehmen nur vage von Wachstum und Margenverbesserung. Nun stehen Zahlen dahinter: Der Umsatz soll im einstelligen Prozentbereich zulegen, die EBITDA-Marge auf 19,0 bis 21,0 Prozent klettern. Als Wachstumstreiber setzt der Konzern auf die vier Kernmärkte Halbleiter, Medizintechnik, Messtechnik und Smart Mobility.
Ein Vorbehalt bleibt: Makroökonomische und politische Unwägbarkeiten erschweren verlässliche Prognosen — und mögliche Portfolioveränderungen sind in den Zielen ausdrücklich noch nicht berücksichtigt.
Neben den Zahlen gibt es personellen Aufwind. Der Aufsichtsrat hat Dominic Dorfner als neuen Vorstandschef berufen. Dorfner kommt von Semikron Danfoss und soll sein Amt spätestens zum 1. Oktober antreten. Bis dahin führen Finanzchefin Prisca Havranek-Kosicek und Vorstandsmitglied Ralf Kuschnereit die Geschäfte gemeinsam weiter — seit dem Abgang von Stefan Traeger Mitte Februar.
Damit bekommt Jenoptik pünktlich zur nächsten Wachstumsphase eine neue Führungsstimme. Ob Dorfner den Kurs schärft oder justiert, wird sich zeigen — spätestens, wenn er im Herbst das Steuer übernimmt.
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