Ich stimme der Verwendung von Cookies zu. Auch wenn ich diese Website weiter nutze, gilt dies als Zustimmung.

Bitte lesen und akzeptieren Sie die Datenschutzinformation und Cookie-Informationen, damit Sie unser Angebot weiter nutzen können. Natürlich können Sie diese Einwilligung jederzeit widerrufen.





Nel ASA Aktie: Rekordverlust trifft Auftragsboom ( Finanztrends)

15.03.2026, 3371 Zeichen

Der norwegische Wasserstoff-Spezialist Nel ASA hat das Jahr 2025 mit dem höchsten Verlust seiner Unternehmensgeschichte abgeschlossen. Gleichzeitig verzeichnet der Elektrolyseur-Hersteller einen beispiellosen Anstieg bei den Neubestellungen. Diese extremen Gegensätze in der jüngsten Jahresbilanz spiegeln einen tiefgreifenden technologischen Umbruch wider.

Rote Zahlen durch Technologie-Wechsel

Auf den ersten Blick lesen sich die Zahlen für das abgelaufene Jahr ernüchternd. Der Jahresumsatz schrumpfte um 31 Prozent auf 963 Millionen Norwegische Kronen (NOK). Noch schwerer wiegt der massive Fehlbetrag: Allein im vierten Quartal verbuchte das Unternehmen einen Nettoverlust von 870 Millionen NOK.

Verantwortlich für dieses Minus sind primär hohe nicht-zahlungswirksame Abschreibungen. Nel wertete alte Produktionsanlagen und immaterielle Technologiewerte um fast 800 Millionen NOK ab. Das Management trennt sich damit bilanziell von der ersten Generation der Alkali-Technologie, um sich vollständig auf die nächste Entwicklungsstufe zu konzentrieren. Für das Gesamtjahr summierte sich der Verlust dadurch auf 1,26 Milliarden NOK.

Volle Auftragsbücher und EU-Millionen

Während die strategische Neuausrichtung die Bilanz belastet, zeigt das operative Neugeschäft eine hohe Dynamik. Im Schlussquartal 2025 sprang der Auftragseingang um beachtliche 364 Prozent auf 686 Millionen NOK nach oben. Ein wesentlicher Treiber war ein Großauftrag über 50 Millionen US-Dollar für norwegische Wasserstoffprojekte im November, der das Orderbuch zum Jahresende auf über 1,3 Milliarden NOK anwachsen ließ.

Die Zukunft des Unternehmens ruht nun auf der neuen Druckalkali-Plattform im Werk Herøya. Für die Industrialisierung dieser Technologie nimmt Nel rund 300 Millionen NOK in die Hand. Finanzielle Rückendeckung kommt dabei aus Brüssel: Der EU-Innovationsfonds übernimmt bis zu 60 Prozent der förderfähigen Kosten. Die Markteinführung der neuen Anlagen ist für das erste Halbjahr 2026 angesetzt.

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Nel ASA?

Solides Polster für den Übergang

Trotz der hohen buchhalterischen Verluste ist die Kriegskasse des Unternehmens gut gefüllt. Mit liquiden Mitteln von rund 1,6 Milliarden NOK verfügt Nel über ausreichend Spielraum für den laufenden Umbau. An der Börse sorgte die Übergangsphase zuletzt dennoch für Zurückhaltung. Die Aktie notierte Mitte März bei 2,09 NOK und verlor damit auf Jahressicht rund ein Viertel ihres Wertes.

Der gesamte Wasserstoffsektor wandelt sich derzeit vom reinen Spekulationsobjekt hin zu einem industriellen Markt. Dabei kämpfen die Hersteller branchenweit mit hohen Strompreisen und Verzögerungen bei der Auszahlung staatlicher Fördergelder.

Die nächsten Wochen bringen nun konkrete Termine für Investoren, die Aufschluss über den operativen Start der neuen Produktgeneration geben werden:

    1. April 2026: Ordentliche Hauptversammlung
    1. April 2026: Veröffentlichung der Zahlen zum ersten Quartal 2026

Anzeige

Nel ASA-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Nel ASA-Analyse vom 15. März liefert die Antwort:

Die neusten Nel ASA-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Nel ASA-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 15. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Nel ASA: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


(15.03.2026)

BSN Podcasts
Christian Drastil: Wiener Börse Plausch

Wiener Börse Party #1114: ATX schwächer, das komplette Programm des Aktientags morgen und Alles ist jetzt Anders


 

Bildnachweis

1. Trading



Aktien auf dem Radar:Uniqa, Semperit, FACC, EuroTeleSites AG, Telekom Austria, Bawag, ATX NTR, RBI, VIG, voestalpine, Erste Group, DO&CO, CA Immo, Andritz, ATX, Rosgix, Porr, Wienerberger, ATX TR, ATX Prime, Palfinger, BKS Bank Stamm, Oberbank AG Stamm, UBM, Polytec Group, Verbund, Amag, Flughafen Wien, CPI Europe AG, Österreichische Post, Zalando.


Random Partner

AT&S
Austria Technologie & Systemtechnik AG (AT&S) ist europäischer Marktführer und weltweit einer der führenden Hersteller von Leiterplatten und IC-Substraten. Mit 9.526 Mitarbeitern entwickelt und produziert AT&S an sechs Produktionsstandorten in Österreich, Indien, China und Korea und ist mit einem Vertriebsnetzwerk in Europa, Asien und Nordamerika präsent. (Stand 06/17)

>> Besuchen Sie 54 weitere Partner auf boerse-social.com/partner


Trading


 Latest Blogs

» Regalprüfer: Deutschlands Lager brauchen zertifizierte Fachkräfte ( Fina...

» Trauma-Workshops werden zum Führungs-Muss ( Finanztrends)

» Nel ASA Aktie: Rekordverlust trifft Auftragsboom ( Finanztrends)

» Eiger BioPharmaceuticals Aktie: Liquidation läuft ( Finanztrends)

» Nickel: Volatilität nimmt zu ( Finanztrends)

» Wolong Real Estate Aktie: Warten auf Impulse ( Finanztrends)

» Immobilienmarkt 2026: Steueranreize treffen Wohnungsmangel ( Finanztrends)

» Gewichtswesten erobern 2026 die Fitnesswelt ( Finanztrends)

» Denise Austins "Ab Zipper" Hack formt die Taille im Stehen ( Finanztrends)

» Outlook Therapeutics Aktie: FDA-Hürde ( Finanztrends)