15.03.2026, 3036 Zeichen
Am kommenden Mittwoch präsentiert das französische Spezialimpfstoff-Unternehmen Valneva seine finalen Jahreszahlen für 2025. Während die operativen Eckdaten bereits weitgehend feststehen, richtet sich der Blick der Investoren längst auf das erste Halbjahr 2026. Dann entscheidet sich mit den Phase-3-Daten zum Lyme-Borreliose-Impfstoffkandidaten VLA15 die mittelfristige Zukunft der Franzosen.
Bevor der große Pipeline-Katalysator ansteht, liefert das Management am 18. März die endgültige Bilanz für das abgelaufene Geschäftsjahr. Die vorläufigen Gesamterlöse stiegen 2025 leicht auf 174,7 Millionen Euro. Für das laufende Jahr rechnet Valneva allerdings mit einem Umsatzrückgang auf 155 bis 170 Millionen Euro, was das Unternehmen mit dem planmäßigen Auslauf von Drittanbieter-Verkäufen begründet. Am Markt sorgte diese Prognose zuletzt nicht für größere Verunsicherung. Mit einem Schlusskurs von 4,57 Euro am vergangenen Freitag verzeichnet das Papier seit Jahresbeginn ein solides Plus von knapp 19 Prozent.
Die moderate Reaktion auf die rückläufige Umsatzprognose erklärt sich durch die enorme Bedeutung des Borreliose-Impfstoffkandidaten VLA15. Gemeinsam mit dem Partner Pfizer hat Valneva die Impfungen der 9.437 Teilnehmer in der entscheidenden Phase-3-Studie VALOR bereits abgeschlossen. Fällt das für das erste Halbjahr 2026 erwartete Daten-Readout positiv aus, plant Pfizer noch im selben Jahr die Zulassungsanträge bei der US-Behörde FDA und der europäischen EMA einzureichen. Angesichts von geschätzt 476.000 Borreliose-Fällen jährlich allein in den USA adressiert das Vakzin einen erheblichen medizinischen Bedarf.
Auffällig im Vorfeld der Berichtssaison waren jüngste Bewegungen im Aktionärskreis. Die französische Staatsbeteiligungsgesellschaft Bpifrance reduzierte ihre Position im Februar und Anfang März um rund 1,1 Millionen Anteile und hält nun noch 8,0 Prozent der Stimmrechte.
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Operativ treibt Valneva derweil weitere klinische Projekte voran: In der zweiten Jahreshälfte 2026 sollen erste Phase-2-Daten für den Shigella-Impfstoffkandidaten S4V2 vorliegen, um über die nächsten Entwicklungsschritte zu entscheiden.
Die Vorlage der Jahreszahlen am 18. März bietet Anlegern zunächst ein Update zur Liquidität, die Ende 2025 bei 109,7 Millionen Euro lag. Die eigentliche fundamentale Neubewertung des Unternehmens hängt jedoch von den ausstehenden VALOR-Studienergebnissen ab, die im ersten Halbjahr über den potenziell vierten zugelassenen Valneva-Impfstoff entscheiden.
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