15.02.2019, 4076 Zeichen
Daimler hatte zuletzt mit einigen Herausforderungen zu kämpfen. Dies machte sich in den jüngsten Geschäftszahlen der Schwaben bemerkbar. Nun muss es sich zeigen, ob das DAX-Unternehmen die Profitabilität auch in einem schwierigen Marktumfeld verbessern kann.
Trotz vieler Herausforderungen feierte Daimler auch einige Erfolge. Der Autobauer steigerte den konzernweiten Absatz im vergangenen Jahr laut Konzernangaben vom 7. Februar 2019 um 2,4 Prozent auf 3,4 Millionen Fahrzeuge. In 2018 schaffte es die Pkw-Marke Mercedes-Benz mit über 2,3 Millionen verkauften Autos, mehr Fahrzeuge als BMW zu verkaufen und sich damit zum dritten Mal in Serie den Titel des Weltmarktführers im Premium-Segment zu schnappen. Die konzernweiten Umsatzerlöse kletterten in 2018 um 2 Prozent auf 167,4 Mrd. Euro. Allerdings schmerzte der Rückgang des Nettogewinns von 10,6 Mrd. Euro im Vorjahr auf nun 7,6 Mrd. Euro.
Der deutliche Gewinnrückgang ist ein Grund, warum die 2018er-Dividende lediglich bei 3,25 Euro je Aktie liegen soll, nachdem die Ausschüttung ein Jahr zuvor noch 3,65 Euro betragen hatte. Wenn man jedoch den Schlusskurs der Daimler-Aktie für das Jahr 2018 von 45,91 Euro in die Gleichung miteinbezieht, ergibt sich immer noch eine sehr attraktive Dividendenrendite von rund 7 Prozent. Selbst auf dem aktuellen Niveau würde sich eine Dividendenrendite von mehr als 6 Prozent ergeben.
Auch wenn die Dividendenrendite attraktiv bleibt, führt kein Weg daran vorbei, dass Daimler seine Profitabilität verbessern muss. Dem Unternehmen machten unter anderem die anhaltende Diesel-Diskussion, die Umstellung auf das neue Testverfahren WLTP, Rückstellungen wegen Rechtsrisiken aus der Benutzung eines Kältemittels oder der globale Handelsstreit zu schaffen. Dies führte zu dem Gewinnrückgang und dazu, dass die operative Marge im Automobilsegment in 2018 mit 7,8 Prozent unter dem langjährigen Zielwert von 8 bis 10 Prozent lag. Laut Managementprognose soll dieser Wert in 2019 sogar nur zwischen 6 und 8 Prozent liegen. Daimler möchte verschiedene Sparmaßnahmen im Automobilbereich anstrengen. Auf diese Weise möchte man sich bis 2021 bei der Rendite wieder dauerhaft im Bereich von 8 bis 10 bewegen.
Selbst wenn die angedachten Sparmaßnahmen greifen, wird es jedoch nicht einfach, die Erfolge aus der Vergangenheit zu wiederholen. Der jahrelang boomende chinesische Automarkt erlebte zuletzt eine Schwächephase. In Deutschland fiel der Jahresanfang 2019 wenig erfreulich aus. Laut Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes vom 4. Februar wurden im Januar 2019 rund 1,4 Prozent weniger Pkw verkauft als im Vorjahresmonat. Die Daimler-Pkw-Marke Mercedes-Benz erlebte sogar einen Absatzrückgang um 4,3 Prozent auf 25.292 Autos. Darüber hinaus muss die gesamte Autobranche enorme Investitionen in neue Technologien wie die Elektromobilität oder das autonome Fahren stemmen. Dies dürfte die Ergebnisse nicht nur bei Daimler in den kommenden Jahren belasten.
Allerdings sind diese Entwicklungen auch nicht neu und zu einem großen Teil bereits vonseiten des Aktienmarktes eingepreist. Die Daimler-Aktie erlebte im vergangenen Jahr deutliche Kursverluste. Die anhaltend hohe Dividendenrendite ist auch der günstiger gewordenen Daimler-Aktie geschuldet. Anhand der FactSet-Konsensschätzungen ergibt sich für 2019 zudem ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von etwa 6, was ebenfalls zur attraktiven Bewertung der Daimler-Aktie beiträgt. Außerdem kann die Entwicklung neuer Technologien eine enorme Chance für die gesamte Branche sein. Als Premium-Weltmarktführer ist Daimler gut positioniert, um von dieser Entwicklung zu profitieren.
Spekulative Anleger, die steigende Kurse der Daimler-Aktie erwarten, könnten mit einem WAVE XXL-Call der Deutschen Bank (WKN DX688G) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liegt derzeit bei 3,35, die Barriere bei 36,50 Euro. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert ist, könnte mit einem WAVE XXL-Put der Deutschen Bank (WKN DS7ENW, aktueller Hebel 4,21, Barriere bei 58,20 Euro) auf fallende Kurse der Daimler-Aktie setzen.
Stand: 14.02.2019
© Deutsche Bank AG -
Bei dem vorliegenden Dokument handelt es sich um eine Werbemitteilung.
Die in diesem Dokument enthaltenen Angaben stellen keine Anlageberatung dar. Weitere, ausführlichere Angaben zu den Wertpapieren einschließlich der Risiken sind den jeweiligen Basisprospekten, nebst etwaiger Nachträge („Basisprospekte“) sowie den jeweiligen Endgültigen Bedingungen zu entnehmen. Der Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen stellen das allein verbindliche Verkaufsdokument der Wertpapiere dar. Anleger können die Basisprospekte nebst den jeweiligen Endgültigen Bedingungen bei der Deutsche Bank AG, Mainzer Landstraße 11-17, 60329 Frankfurt am Main (Deutschland) kostenlos in Papierform und deutscher Sprache erhalten und unter www.xmarkets.de herunterladen.
Alle Meinungsäußerungen geben die aktuelle Einschätzung der Deutsche Bank AG wieder, die sich ohne vorherige Ankündigung ändern kann.
BörseGeschichte Podcast: Heiko Thieme vor 10 Jahren zum ATX-25er
Bildnachweis
Aktien auf dem Radar:Amag, Polytec Group, DO&CO, Semperit, Rosenbauer, UBM, Rosgix, AT&S, Bawag, Verbund, Uniqa, RBI, voestalpine, Austriacard Holdings AG, Rath AG, SBO, Addiko Bank, Frequentis, BKS Bank Stamm, Oberbank AG Stamm, RHI Magnesita, Mayr-Melnhof, Telekom Austria, Österreichische Post, Siemens Energy, Fresenius Medical Care, E.ON , RWE, SAP, Scout24, BASF.
Random Partner
Österreichische Post
Die Österreichische Post ist der landesweit führende Logistik- und Postdienstleister. Zu den Hauptgeschäftsbereichen zählen die Beförderung von Briefen, Werbesendungen, Printmedien und Paketen. Das Unternehmen hat Tochtergesellschaften in zwölf europäischen Ländern.
>> Besuchen Sie 61 weitere Partner auf boerse-social.com/partner
Latest Blogs
» Börse-Inputs auf Spotify zu u.a. Heiko Thieme, Cyan, Klöckner & Co.
» Wiener Börse Party #1074: ATX etwas schwächer, Cyan wird am Börsentag Wi...
» Österreich-Depots: High zum Wochenende (Depot Kommentar)
» Börsegeschichte 16.1.: Extremes zu Agrana und Austriacard (Börse Geschic...
» Nachlese: Markus Cserna cyan, Barbara Riedl-Wiesinger Bell (audio cd.at)
» In den News: Flughafen Wien, Reploid, Novomatic (Christine Petzwinkler)
» Wiener Börse zu Mittag etwas fester: AustriaCard, Amag, Bawag gesucht
» Börsepeople im Podcast S23/02: Markus Cserna
» ATX-Trends: Polytec, VIG, Uniqa, Bawag, Erste Group, RBI ...
» Wiener Börse Party #1073: ATX wieder auf High, Versicherer top, auch die...
Useletter
Die Useletter "Morning Xpresso" und "Evening Xtrakt" heben sich deutlich von den gängigen Newslettern ab.
Beispiele ansehen bzw. kostenfrei anmelden. Wichtige Börse-Infos garantiert.
Newsletter abonnieren
Runplugged
Infos über neue Financial Literacy Audio Files für die Runplugged App
(kostenfrei downloaden über http://runplugged.com/spreadit)
per Newsletter erhalten
- Polytec Group und Andritz vs. Wienerberger und RH...
- Uniqa und Generali Assicuraz. vs. AXA und Talanx ...
- Telecom Italia und Tele Columbus vs. Deutsche Tel...
- ArcelorMittal und Salzgitter vs. voestalpine und ...
- Callaway Golf und Manchester United vs. World Wre...
- Silver Standard Resources und Royal Dutch Shell v...
Featured Partner Video
Börsepeople im Podcast S22/19: Karin Pühringer
Karin Pühringer ist Managing Partner bei TUDC und mit TUDC seit kurzem Direct Funding Partner der Wiener Börse. Wir starten in der familieneigenen Landwirtschaft, gehen über die Erste zu Raiffeisen...
Books josefchladek.com
Daniele Torriglia
Il senso della presenza
2025
Self published
Erich Einhorn
Im Flug nach Moskau
1959
Artia
Marjolein Martinot
Riverland
2025
Stanley / Barker
