01.03.2026, 3564 Zeichen
Barrick Mining liefert zum Jahresabschluss Rekordgewinne und kündigt eine massive Umstrukturierung an. Doch während das Unternehmen die Abspaltung seines Nordamerika-Geschäfts vorantreibt, eskaliert ein Streit mit dem Partner Newmont. Hinter den glänzenden Bilanzen verbirgt sich ein Machtkampf, der die strategische Neuausrichtung empfindlich stören könnte.
Die am Freitag veröffentlichten Zahlen für das vierte Quartal 2025 zeugen operativ von Stärke. Das Unternehmen meldete einen operativen Cashflow von 2,73 Milliarden US-Dollar und erzielte mit 1,43 US-Dollar pro Aktie den höchsten Nettogewinn der Firmengeschichte. Diese Ergebnisse ermöglichen eine neugestaltete Dividendenpolitik: Künftig sollen 50 Prozent des freien Cashflows an die Aktionäre fließen, bestehend aus einer fixen Basisdividende und einer leistungsabhängigen Komponente. Bereits im vergangenen Jahr unterstützte Barrick den Kurs durch Aktienrückkäufe im Volumen von 1,5 Milliarden US-Dollar.
Der Vorstand nutzt die finanzielle Stärke für eine weitreichende strategische Entscheidung. Das Gremium hat grünes Licht für einen Börsengang der nordamerikanischen Vermögenswerte gegeben. Unter dem Arbeitstitel „NewCo“ sollen bis Ende 2026 die wichtigsten Projekte der Region – darunter die Anteile an Nevada Gold Mines sowie das Goldprojekt Fourmile – in eine eigenständige Gesellschaft überführt werden. Barrick plant, die Mehrheit an dieser neuen Einheit zu behalten, um so den Wert der einzelnen Unternehmensteile besser sichtbar zu machen.
Dieses Vorhaben steht jedoch unter keinem guten Stern. Der Partner Newmont hat Barrick förmlich wegen Vertragsverletzung abgemahnt („Notice of Default“). Der Vorwurf wiegt schwer: Barrick soll Ressourcen aus dem gemeinsamen Joint Venture Nevada Gold Mines abgezogen haben, um das eigene, zu 100 Prozent kontrollierte Fourmile-Projekt zu begünstigen.
Die Situation ist angespannt, da die Frist zur Beilegung des Streits bereits Anfang März abläuft. Analysten sehen hier ein signifikantes Risiko für den geplanten Zeitplan des Börsengangs, sollte keine schnelle Einigung erzielt werden.
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Abseits der juristischen Auseinandersetzung verläuft die operative Entwicklung planmäßig. Für das laufende Jahr 2026 prognostiziert der Konzern eine Goldproduktion zwischen 2,90 und 3,25 Millionen Unzen. Zwar liegt dies unter dem Vorjahresniveau, doch technische Berichte zu den Minen Pueblo Viejo und Kibali bestätigen die langfristige Substanz der Lagerstätten. Besonders das Fourmile-Projekt in Nevada zeigt Potenzial: Hier konnten die nachgewiesenen Ressourcen das zweite Jahr in Folge verdoppelt werden.
Die kommenden Wochen werden für die Aktie richtungsweisend sein. Entscheidend ist dabei primär, ob der Konflikt mit Newmont ohne langwierigen Rechtsstreit beigelegt werden kann, um den Weg für das geplante IPO freizumachen. Gelingt dies, bietet die Kombination aus Rekordgewinnen und der Abspaltungsfantasie ein solides Fundament für das laufende Geschäftsjahr.
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