08.09.2015, 3954 Zeichen
In diesem Quickcheck geht es – wenn man es so formulieren will – um einen „Auslandsösterreicher“, nämlich um die in Deutschland notierte BDI BioEnergy International AG (ISIN AT0000A02177). Für mich ist die Gesellschaft insofern ein alter Bekannter, weil ich sie vor mittlerweile über zwei Jahren zu Kursen unter 7 Euro mal gekauft und bei Erreichen des Kursniveaus von 10 Euro wieder verkauft habe. Zu den damaligen Bewertungen bekam man das gesamte Geschäft der BDI quasi geschenkt, weil Umlaufvermögen zuzüglich Wertpapieren des Anlagevermögens abzüglich aller Schulden schon wesentlich mehr ausgemacht haben als die Marktkapitalisierung. Trotz dieser Vergangenheit möchte ich die obligatorische Warnung, die für alle Unternehmen aus dieser Rubrik gilt, aufrechterhalten: Es geht hier um Unternehmen, die möglicherweise und irgendwann interessante Value Investments sein oder werden könnten. Auch mit der BDI BioEnergy habe ich mich seit meinem Verkauf nicht mehr tiefergehend beschäftigt, weshalb sich die jüngsten Entwicklungen meiner Kenntnis entziehen.
Die Gesellschaft wurde im Jahr 1996 gegründet und 2006 an die Börse gebracht. Das Geschäftsmotto der BDI lautet „From waste to value“. Unter dieser Prämisse betätigt man sich als Anlagenbauer für Biodiesel- und Biogasanlagen. Die konzipierten Biodiesel-Anlagen arbeiten mit der selbst entwickelten Multi-Feedstock-Technologie, bei der man verschiedenste Rohstoffe, wie beispielsweise Altspeiseöle oder auch Tierfette einbringt und daraus Biokraftstoff herstellt. Überhaupt konzentriert man sich auf solche Kraftstoffe der 2. (und irgendwann auch einer noch höheren) Generation, wo keine nahrungsmitteläquivalenten Rohstoffe mehr verwendet werden. Außerdem wird unter der Marke „RetroFit“ die Erweiterung, Aufrüstung und Sanierung von bestehenden Anlagen der ersten Generation auf das Multi-Feedstock-Verfahren angeboten.
Die Aktionärsstruktur sieht so aus, dass die Gründer des Unternehmens, Wilhelm Hammer und Helmut Gössler, direkt und indirekt derzeit einen Anteil am Unternehmen von etwas unter 70% halten. Hauptsächlich halten sie diesen Anteil über die BDI Beteiligungs GmbH, welche über 72% der Aktien an der BDI besitzt. Etwas weniger als 20% der Anteile befinden sich im Streubesitz.
Schauen wir uns in gehabter Manier ein paar Zahlen an: Die Eigenkapitalquote liegt bei über 62%, das Umlaufvermögen zuzüglich der im AV gehaltenen Wertpapiere übersteigt die Gesamtverbindlichkeiten um rund 30 MEUR. Der Anteil immaterieller Vermögenswerte am Eigenkapital macht ca. 14% aus. Man hat logischerweise eine deutliche Net Cash Position. Die finanzielle Stabilität steht außer Zweifel. Die derzeitige Marktkapitalisierung wird nach wie vor zu ca. ¾ vom adaptierten NCAV (30 MEUR, siehe vorher) abgedeckt. Insofern hängt es rein davon ab, ob und wieviel Wert man den Beteiligungen sowie dem eigenen operativen Geschäft beimisst. In 2014 und im ersten Halbjahr 2015 war das EBIT böse negativ. Auch das EBITDA war in diesem Zeitraum rot. 2013 sah es etwas besser aus. Eine quantitative Bewertung der BDI sollte also auf drei Säulen fußen, einerseits auf dem Wert des adaptierten NCAV, auf dem Wert der Beteiligungen an assoziierten Unternehmen sowie auf dem Wert der eigenen operativen Tätigkeit. Ich werde mir bei Gelegenheit mal den Halbjahresbericht 2015 sowie in Ergänzung dazu den Jahresbericht 2014 zur Hand nehmen und ein paar Themen herausgreifen, die von Interesse sein könnten.
Weitere interessante Themen bei Bargain:
Eine umfassende Analyse der Binder+Co AG
Verwendete Quellen:
http://www.bdi-bioenergy.com/de-geschichte-4.html (Geschichte des Unternehmens)
http://www.bdi-bioenergy.com/de-produkte_technologien-22.html (Produkte der Gesellschaft)
http://www.bdi-bioenergy.com/de-aktionaersstruktur-37.html (Aktionärsstruktur)
http://www.bdi-bioenergy.com/de-finanzberichte-45.html (Downloadcenter für Geschäftsberichte)
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