16.09.2016, 3099 Zeichen
Die 66 Milliarden US-Dollar schwere Übernahme von Monsanto durch Bayer ist nicht nur der bisher größte Deal des Jahres, sondern auch die größte Cash-Transaktion aller Zeiten. Gleichzeitig hat noch nie ein deutsches Unternehmen eine größere Übernahme in den USA angestrebt, selbst der Daimler Chrysler Deal des Jahres 1998 war mit 40 Mrd. Dollar deutlich kleiner. Damit könnten die letzten Monate des Jahres bei den Fusionen doch noch spannend werden, wenngleich Experten nicht davon ausgehen, dass das Rekord-Volumen des Vorjahres erreicht wird.
2015 überschritten die Fusionen weltweit erstmals die magische Grenze von fünf Billionen US-Dollar! Heuer war das Umfeld für Fusionen zu Jahresbeginn schwierig, angesichts der Marktturbulenzen in China und der darauf folgenden Verkaufswelle. Bis sich diese Wolken verzogen hatten, war das erste Quartal weitgehend vorbei. Dieser Rückstand ist natürlich nur mehr schwer aufzuholen. Andererseits sind die Zinsen weiter ultra-tief, und es gibt eine Reihe von Sektoren, denen man noch einiges an Potenzial für Deals zutraut. Dazu gehört einmal die Technologie. Von Twitter beispielsweise heißt es ja schon länger, dass sie ein Übernahmekandidat seien. Aber auch der Ölsektor wird in dem Zusammenhang genannt. Nachdem sich der Ölpreis vom Februar-Tief merklich erholt hat, gab es über den Sommer auch bei den Fusionen ein klares Lebenszeichen. Offensichtlich hat die Branche von „Überleben“ auf „Wachstum“ umgestellt, dafür ist die Fusionstätigkeit ein guter Indikator.
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