25.03.2026, 2441 Zeichen
Versace steht ein Jahr nach Donatellas Rückzug vor dem größten Umbruch seiner Geschichte. Das Mailänder Luxushaus wird von der Prada-Gruppe geführt, bekommt einen neuen Chefdesigner und setzt auf radikale Exklusivität.
Seit April 2025 ist Donatella Versace nicht mehr Chief Creative Officer, sondern Chief Brand Ambassador. Die 70-Jährige entwirft keine Kollektionen mehr, sondern repräsentiert die Marke auf internationalen Events. Ihr Fokus liegt nun auf philanthropischen Projekten und der Förderung junger Talente.
Für die Stammkundschaft bleibt sie das Gesicht von Versace. Analysten sehen den Schritt als cleveren Schachzug: Die Ikone bewahrt den Markenwert, blockiert aber nicht die dringend nötige Modernisierung.
Hinter den Kulissen hat sich alles verändert. Die Prada-Gruppe übernahm Versace von Capri Holdings für rund 1,25 Milliarden Euro. Lorenzo Bertelli, designierter Prada-Erbe, führt als Executive Chairman das Unternehmen.
Seine Strategie ist klar: Versace soll zurück in den exklusiven High-End-Bereich. Dafür will Bertelli die Abhängigkeit von Outlet-Stores reduzieren und Lizenzverträge straffen. Das Ziel sind stabile Gewinnmargen und ein konsolidiertes Umsatzwachstum von etwa 10 Prozent in diesem Jahr.
Die spannendste Neuigkeit betrifft die Designspitze. Nach nur einem Jahr wird der aktuelle Creative Director, Dario Vitale, bereits wieder abgelöst. Sein Nachfolger steht fest: Peter Mullier.
Der ehemalige Alaïa-Kreativdirektor tritt am 1. Juli 2026 die Position an. Seine Aufgabe? Die ikonischen Versace-Codes nicht zu brechen, sondern neu zu interpretieren. Branchenkenner spekulieren: Mullier könnte die unverblümte Sinnlichkeit des Hauses mit einer neuen handwerklichen Präzision verbinden.
Die Marktreaktionen sind verhalten optimistisch. Analysten rechnen für 2026 mit leicht sinkenden Margen durch Lagerbereinigungen. Langfristig wird Versace aber enormes Potenzial zugeschrieben.
Für Donatella Versace ist die Entwicklung eine Bestätigung ihres Lebenswerks. Ihr Rückzug ebnete den Weg für eine Professionalisierung, die unter der alten Führung schwer möglich schien. Jetzt bleibt sie die emotionale Seele, während Mullier ab Sommer die visuelle Zukunft gestaltet. Seine ersten Kollektionen im Herbst könnten einen Wendepunkt markieren.
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