08.04.2025, 2276 Zeichen
Aus den Morning News der Wiener Privatbank: Der Abverkauf am Wiener Aktienmarkt hat sich gestern Montag fortgesetzt. Anders als an den beiden Vortagen berappelten sich die Kurse nach einem tiefroten Start im Verlauf jedoch ein wenig. Die Lage am Markt bleibt jedoch sehr angespannt und die Kurse volatil. Der ATX schloss 3,70 Prozent schwächer bei 3.623,56 Punkten und damit auf dem tiefsten Stand seit Anfang Januar. Zum Sitzungsauftakt war er noch mehr als sieben Prozent gefallen. Seit der Verkündung der Zölle am Mittwochabend hat der Leitindex schon gut zwölf Prozent an Höhe verloren, nun riss auch die 200-Tagelinie, die den langfristigen Trend signalisiert. Vergessen Sie die Märkte für eine Sekunde", sagte Trump am Sonntag zu Journalisten. "Ich möchte nicht, dass etwas runtergeht, aber manchmal muss man Medikamente nehmen, um etwas zu heilen." Er betonte, er sei nur dann bereit, über eine Lockerung der Zölle zu verhandeln, wenn die Handelspartner ihre Überschüsse mit den USA verringern würden.
Das Ausmaß des Ausverkaufs entspricht nun einigen der aggressivsten Rückgänge der letzten zehn Jahre. Auch in dieser Woche werden die Zölle klarerweise die Tagesordnung beherrschen, "aber die große Frage ist auch, wie andere Länder Vergeltungsmaßnahmen ergreifen könnten." Die EU signalisierte am Montag Verhandlungsbereitschaft.
Die Bankaktien Erste Group und RBI gaben in Wien mit Verlusten von vier beziehungsweise 5,8 Prozent stärker nach als der Gesamtmarkt. Schwächere Wachstumsaussichten bei niedrigeren Zinsen hatten schon an den Vortagen auf den Finanzwerten gelastet. Wienerberger gaben ebenfalls um deutliche 5,4 Prozent nach. Voestalpine und Verbund verloren jeweils über vier Prozent. OMV büßten 3,8 Prozent ein. Mit Austriacard, Rosenbauer und Flughafen Wien verloren nun einige kleinere Werte sehr stark, die vor dem Wochenende noch vom Schlimmsten verschont geblieben waren. Die Papiere gaben jeweils zwischen 6,2 und 7,1 Prozent ab. Dafür griffen bei einigen gebeutelten Werten erste Schnäppchenjäger zu. Strabag stiegen um 1,9 Prozent. Lenzing und AT&S legten leicht zu. Semperit kletterten über neun Prozent hoch. Pierer Mobility erholten sich um über ein Viertel, neben den Zöllen hatte hier die Ankündigung einer Kapitalerhöhung dem Kurs geschadet.
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Strabag
Strabag SE ist ein europäischer Technologiekonzern für Baudienstleistungen. Das Angebot umfasst sämtliche Bereiche der Bauindustrie und deckt die gesamte Bauwertschöpfungskette ab. Durch das Engagement der knapp 72.000 MitarbeiterInnen erwirtschaftet das Unternehmen jährlich eine Leistung von rund 14 Mrd. Euro (Stand 06/17).
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