Ich stimme der Verwendung von Cookies zu. Auch wenn ich diese Website weiter nutze, gilt dies als Zustimmung.

Bitte lesen und akzeptieren Sie die Datenschutzinformation und Cookie-Informationen, damit Sie unser Angebot weiter nutzen können. Natürlich können Sie diese Einwilligung jederzeit widerrufen.





Studie: Frühjahrsmüdigkeit ist ein kultureller Mythos ( Finanztrends)

19.03.2026, 3467 Zeichen

Eine neue Studie widerlegt die Existenz der Frühjahrsmüdigkeit. Schweizer Schlafforscher fanden keine biologischen Belege für das vermeintliche Phänomen.

Die im März 2026 veröffentlichte Untersuchung des Zentrums für Chronobiologie der Universität Basel und des Inselspitals Bern kommt zu einem klaren Ergebnis: Die saisonale Erschöpfung ist kein biologisches, sondern ein kulturelles Phänomen. Die Forscher um Christine Blume und Albrecht Vorster analysierten über ein Jahr lang das Befinden von 418 Erwachsenen.

Anzeige

Wer sich trotz Frühling oft antriebslos fühlt, sollte seine Vitalwerte im Blick behalten. Dieser kostenlose Ratgeber erklärt verständlich, welche Laborwerte wirklich zählen, um Fehldiagnosen bei Erschöpfung zu vermeiden. Endlich Klarheit bei TSH, Cholesterin & Co. – ohne Medizinstudium

Keine Spur von Müdigkeit in den Daten

Die Probanden wurden alle sechs Wochen zu Erschöpfung, Tagesschläfrigkeit und Schlafqualität befragt. Zu Beginn gaben noch 47 Prozent an, von Frühjahrsmüdigkeit betroffen zu sein. Die gesammelten Daten zeigten jedoch etwas anderes.

In den Frühlingsmonaten gab es keinerlei messbare Unterschiede in der Müdigkeit oder Schlafqualität im Vergleich zu anderen Jahreszeiten. Auch die zunehmende Tageslänge hatte keinen Einfluss. Damit widerlegt die Studie gängige Erklärungsansätze wie Kreislaufprobleme durch weite Blutgefäße oder einen angeblichen Melatonin-Stau nach dem Winter.

Der Nocebo-Effekt macht müde

Wenn es keine biologischen Ursachen gibt, warum fühlen sich dann so viele Menschen erschöpft? Die Antwort der Forscher: kulturelle Erwartung. Der allgegenwärtige Begriff der Frühjahrsmüdigkeit wirkt wie eine selbsterfüllende Prophezeiung.

Menschen achten im Frühjahr stärker auf normale Energieschwankungen. Diesen psychologischen Mechanismus nennt man Nocebo-Effekt – negative Erwartungen führen zu tatsächlichem Unwohlsein. Interessant: Im englischsprachigen Raum kennt man das „Spring Fever“, das jedoch mit mehr Tatendrang verbunden wird.

Was bei echter Erschöpfung zu tun ist

Die Studie hat Konsequenzen für die Gesundheit. Da das Gehirn im Frühjahr keinem biologischen Ausnahmezustand unterliegt, bleibt die Leistungsfähigkeit konstant. Wer sich dennoch wochenlang antriebslos fühlt, sollte nicht auf den Mythos vertrauen.

Anzeige

Häufige Vergesslichkeit und Konzentrationsmangel werden oft fälschlicherweise als Frühjahrsmüdigkeit abgetan. Ob Ihre Symptome eine harmlose Ursache haben oder erste Warnsignale sind, können Sie mit diesem kurzen Experten-Test diskret prüfen. Gewissheit in 2 Minuten: Check auf frühe Demenz‑Anzeichen

Experten raten dann zu einem Arztbesuch. Hinter anhaltender Müdigkeit können Schilddrüsenprobleme, Nährstoffmangel oder depressive Verstimmungen stecken. Gegen normale Müdigkeit helfen bewährte Mittel: viel Bewegung im Tageslicht und ein regelmäßiger Schlafrhythmus.

Ein Paradigmenwechsel für die Medizin

Die Widerlegung der Frühjahrsmüdigkeit reiht sich in eine Serie entkräfteter Gesundheitsmythen ein. Für Ärzte bedeutet dies einen Perspektivwechsel. Symptome chronischer Erschöpfung im Frühjahr sollten nicht mehr als harmlose Begleiterscheinung abgetan werden.

Stattdessen rückt eine präzise Ursachenforschung in den Fokus. Die Studie zeigt eindrucksvoll die Macht der Sprache: Allein die Existenz eines Begriffs kann das Empfinden einer ganzen Sprachgemeinschaft formen. Künftige Gesundheitskampagnen könnten sich stärker auf allgemeine Schlafhygiene und mentale Resilienz konzentrieren.


(19.03.2026)

BSN Podcasts
Christian Drastil: Wiener Börse Plausch

Börsepeople im Podcast S24/03: Ruth Jedliczka


 

Bildnachweis

1. Trading



Aktien auf dem Radar:Semperit, Flughafen Wien, RHI Magnesita, EuroTeleSites AG, Polytec Group, Bajaj Mobility AG, UBM, Mayr-Melnhof, CPI Europe AG, Austriacard Holdings AG, Andritz, Athos Immobilien, AT&S, DO&CO, Erste Group, FACC, Frequentis, Lenzing, OMV, Palfinger, Porr, SBO, Telekom Austria, voestalpine, Wienerberger, Wolford, Zumtobel, BKS Bank Stamm, Oberbank AG Stamm, Agrana, Amag.


Random Partner

RWT AG
Die Firma RWT Hornegger & Thor GmbH wurde 1999 von den beiden Geschäftsführern Hannes Hornegger und Reinhard Thor gegründet. Seitdem ist das Unternehmen kontinuierlich, auf einen derzeitigen Stand von ca. 30 Mitarbeitern, gewachsen. Das Unternehmen ist in den Bereichen Werkzeugbau, Formenbau, Prototypenbau und Baugruppenfertigung tätig und stellt des Weiteren moderne Motorkomponenten und Präzisionsteile her.

>> Besuchen Sie 54 weitere Partner auf boerse-social.com/partner


Trading


 Latest Blogs

» Österreich-Depots: Tiefer, Stockpicking Österreich aber ytd noch im Plus...

» Börsegeschichte 19.3.: Mehr Einträge haben wir selten (Börse Geschichte)...

» Nachlese: FACC wieder im ATX-Rennen (audio cd.at)

» Quentic-Studie: KI wird zum Schlüssel für Arbeitssicherheit und Nachhalt...

» Schlafqualität beeinflusst Augengesundheit stärker als gedacht ( Finanzt...

» JDE Peet's Aktie: Konzernumbau fixiert ( Finanztrends)

» Roche Aktie: FDA öffnet Labortüren ( Finanztrends)

» PIR-News: Aktionärin und Analysten zum Semperit-Angebot, News zu wienerb...

» (Christian Drastil)

» Tudor Gold Aktie: Rechtsstreit beendet ( Finanztrends)