08.03.2026, 3883 Zeichen
Die Deutsche Telekom startet neue Großprojekte in Saarbrücken, Unna und Giengen. Der Ausbau soll tausende Haushalte und Unternehmen ans schnelle Internet anschließen. Für Immobilienbesitzer wird die digitale Anbindung damit zum zentralen Werttreiber.
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In Saarbrücken beginnt der Konzern mit einem Großprojekt in den Bezirken Ost, St. Johann und Rotenbühl. Rund 13.740 Adressen sollen bis Ende 2028 angeschlossen sein. Dafür verlegt die Telekom über 47 Kilometer Kabel und baut 51 neue Netzverteiler.
Parallel laufen Projekte in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg. In Unna-Lünern sollen ab April etwa 900 Anschlüsse entstehen. In Giengen-Nord können bereits über 5.200 Haushalte und Gewerbe Tarife buchen, die Bauarbeiten starten im ersten Halbjahr.
Auch auf Föhr geht es weiter: In Wyk wird ab dieser Woche in weiteren Straßenzügen gebaut. Die dezentrale Strategie zeigt: Der Ausbau erreicht sowohl Ballungsräume als auch ländliche und touristische Regionen.
Für Eigentümer und Vermieter ist der Ausbau ein konkretes Wertsteigerungsprogramm. Branchenexperten betonen: Ein direkter Glasfaseranschluss erhöht die Attraktivität einer Immobilie nachhaltig. Doch wer profitiert wie?
Haus- und Wohnungseigentümer in den Ausbaugebieten können sich den Anschluss während der Vorvermarktung oft kostenlos sichern. Die Telekom übernimmt dann die Verlegung bis ins Haus. Spätere Nachrüstungen wären deutlich teurer.
Bei Mietwohnungen ist die Zustimmung des Vermieters nötig. Immobilienmakler raten dringend dazu, diese proaktiv zu erteilen. Denn auf dem hart umkämpften Mietmarkt wird Gigabit-Internet zur Grundvoraussetzung, vor allem für Homeoffice. Wohnungen ohne leistungsstarken Anschluss könnten an Attraktivität verlieren.
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Die neuen Projekte reihen sich in eine Phase massiven Wachstums ein. Die Telekom vermeldete für Januar einen Rekord: Trotz Winterwetter wurden 120.000 neue Glasfaseranschlüsse realisiert. Das sind 40 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.
Bundesweit können nun 12,7 Millionen Adressen einen Telekom-Glasfaseranschluss buchen. Doch das Tempo sorgt für Kritik. Der Verband VATM warnte kürzlich vor einer drohenden Re-Monopolisierung durch den Bonner Konzern. Alternative Anbieter stünden vor Hürden beim Netzzugang.
Zusätzliche Dynamik kommt von der Regulierung: Die Bundesnetzagentur prüft, ob die Telekom in vier Großstädten aus der Vorab-Regulierung entlassen werden könnte. Ein wichtiger Anhörungstermin steht Mitte März an. Wettbewerber fürchten, dass eine Deregulierung den Ausbau durch andere Unternehmen ausbremst.
Der Glasfaserausbau tritt in eine entscheidende Phase. Die Telekom will jährlich 2,5 Millionen neue Anschlüsse schaffen. Für den Immobilienmarkt bedeutet das: Die digitale Anbindung wird zum Standard.
Eigentümer in den neuen Ausbaugebieten sollten die oft befristeten, kostenfreien Fenster nutzen. Wer jetzt nicht handelt, riskiert nicht nur spätere Gebühren. Langfristig droht ein strategischer Nachteil, wenn in der Exposé-Gestaltung "Glasfaser" bald genauso wichtig wird wie Energieeffizienz oder Verkehrsanbindung.
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