22.03.2026, 2747 Zeichen
TSMC-Chairman C.C. Wei nutzte eine Ehrendoktorverleihung der Asia University am Samstag für eine klare Ansage: 95 Prozent der Prozessoren in Robotern weltweit werden von TSMC gefertigt. Nvidia, AMD und andere US-Konzerne mögen die Chips entwerfen — produziert werden sie in Taiwan.
Wei zog dabei eine scharfe Trennlinie zwischen Spektakel und Substanz. Chinesische Roboter-Videos mit akrobatischen Einlagen seien beeindruckend, aber ohne leistungsstarke Silizium-Kerne letztlich nur Show. Echte Serviceroboter — etwa für die Pflege älterer Menschen — benötigen nicht nur Beweglichkeit, sondern präzise Sensorik und rechenintensive Steuerung. Genau dort sieht Wei TSMCs nächstes Wachstumsfeld.
Die Zahlen hinter dem Anspruch sind bemerkenswert. Als Wei 1998 zu TSMC stieß, arbeitete das Unternehmen mit 0,25-Mikrometer-Technologie. Heute fertigt TSMC in 2-Nanometer-Strukturen — eine Verbesserung um den Faktor hundert in knapp drei Jahrzehnten.
Dieser Vorsprung schlägt sich direkt in der Marktstellung nieder. Im dritten Quartal 2025 hielt TSMC laut TrendForce einen Foundry-Marktanteil von 71 Prozent — gegenüber 64,9 Prozent im gleichen Quartal des Vorjahres. Die Lücke zur Konkurrenz wächst.
Die Kapazitäten für den N2-Prozessknoten (2nm) sind für die nächsten zwei Jahre bereits vollständig ausgebucht, Bestellungen reichen bis ins zweite Quartal 2027. Im zweiten Quartal 2026 soll zudem der Bau einer dedizierten 2nm-Fabrik im Tainan Science Park beginnen.
Anzeige
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei TSMC?
Finanziell untermauert das aktuelle Momentum diese Expansionspläne. Der kumulierte Umsatz für Januar und Februar 2026 lag bei rund 718,91 Milliarden Neuen Taiwan-Dollar — ein Plus von knapp 30 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das Minus im Februar gegenüber Januar ist saisonal bedingt und spiegelt das chinesische Neujahr wider.
Für KI-Chips erwartet TSMC bis 2029 ein jährliches Umsatzwachstum von 60 Prozent. Angesichts der bereits gebuchten Kapazitäten klingt diese Prognose weniger wie eine Hoffnung als wie ein Fahrplan. Die für 2026 angekündigten Investitionen von 52 bis 56 Milliarden US-Dollar — rund 30 Prozent mehr als im Vorjahr — deuten darauf hin, dass TSMC die Robotik-Welle nicht nur begleiten, sondern aktiv formen will.
Anzeige
TSMC-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue TSMC-Analyse vom 22. März liefert die Antwort:
Die neusten TSMC-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für TSMC-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 22. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
TSMC: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
Zertifikate Party Österreich: Ab jetzt mitentscheiden, welcher dieser 14 Emittenten den Publikums-Preis 2026 gewinnt (+Spoiler ZFA-Award)
EY
Bei EY wird alles daran gesetzt, dass die Welt besser funktioniert. Dafür steht unser Anspruch „Building a better working world“. Mit unserem umfassenden Wissen und der Qualität unserer Dienstleistungen stärken wir weltweit das Vertrauen in die Kapitalmärkte und Volkswirtschaften.
>> Besuchen Sie 54 weitere Partner auf boerse-social.com/partner
» Microsoft Aktie: Xbox-Neustart, schwacher Kurs ( Finanztrends)
» Vizsla Silver Aktie: Analysten vs. Kurspotenzial ( Finanztrends)
» Beyond Meat Aktie: Überlebenskampf ( Finanztrends)
» Pfizer Aktie: Zweifacher Studienerfolg ( Finanztrends)
» Klarna Aktie: Insiderkäufe verpuffen ( Finanztrends)
» Intel Aktie: Preisschraube angezogen ( Finanztrends)
» Eutelsat Aktie: Milliarden-Deal verpufft ( Finanztrends)
» AeroVironment Aktie: Wachstum trifft Skepsis ( Finanztrends)
» W&W Aktie: Ausblick trübt Bilanzfreude ( Finanztrends)
» Oracle Aktie: Alarm am Kreditmarkt ( Finanztrends)