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Wir bitten zur Club-Diskussion , Thema: KESt - Senkung ante portas?
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11.07.2018 23:21

Folgendes hab ich bei  Markus Fichtinger, Ex-Chef des Aktienforums gefunden. Die Grafik widerlegt die vielerorts gestreuten Gerüchte, dass der ruinöse Steuerwettbewerb der Industriestaaten dazu führt, dass Unternehmen/Konzerne keine Gewinnsteuern mehr zahlen würden. Wie immer schaut die Realität (zumindest in Österreich) ganz anders aus: Seit 1997 hat sich das BIP ungefähr verdoppelt (+95,0%), das Aufkommen an Körperschaftsteuer hat sich allerdings in diesem Zeitraum um 148,4% erhöht, ist also um gut 50% stärker gestiegen, als die gesamte Wirtschaftsleistung. Im Vergleich zum gesamten Steueraufkommen wurden die Unternehmensgewinnsteuern sogar um über 60% stärker gesteigert, als die durchschnittliche Steuerbelastung. Von "ruinösem" Steuerwettbewerb also keine Spur, und vom "fehlenden" Beitrag der Unternehmen ebenso wenig. 

(aus dem http://www.boerse-social.com/gabb)


Andreas Knipp, 1 Postings
11.07.2018 23:22

bei den Lohnverhandlungen kommt der ÖGB mit dem Argument, schauts auf die Gewinne wg. Köstaufkommen und so.

Zahlns nix, sinds die Oasen...


BSN Moderator, 50 Postings

Nach den Sommerferien, die in puncto Termine ziemlich mau waren, ging es heute gleich mit einem hochkarätig besetzten Event im BMF los, die Kollegen vom "Börsianer" stellen ihre neue Messe vor und boten exponierte Vertreter des Finanzmarkts auf. Da am Wochenende einige- für Unternehmer - sehr attraktive Steuer(erleicherterungs)ideen in den Medien waren, war ich natürlich besonders gespannt, ob Gastgeber Hartwig Löger vielleicht noch irgendetwas in Richtung WP-KESt bringt. Das war heute (noch) nicht dabei, aber man kann hoffen. Würde gut ins Gesamtpaket passen.

Aber immerhin: Löger informierte, dass am Freitag die gesetzliche Grundlage zur Begutachtung gegeben wurde, was den Dritten Markt für inländische Aktien betrifft. Und er signalisierte auch, dass er ein nicht ganz so grosser Finanztransaktionssteuer-Fan wie Vorgänger Schelling ist, dessen Vorsitz er in der Fangruppe "geerbt" habe. Podiumsteilnehmer Richard Wolf (Wolf, Theiss) wies indes auf die Absurdität der Wiener Zeitung, Amtsblatt, hin. Das wäre spannend, wir würden an einer Neu-Ausschreibung definitiv teilnehmen. Und: Wilhelm Celeda wies darauf hin, dass in den Vereinigten Staaten 50 Prozent der Leute in Aktien investiert sind, in Österreich hingegen nur 4 Prozent, weil die Akzeptanz fehle.


christian@runplugged.com, 23 Postings
by Günter Luntsch14.09.2018 17:07

"Die WP-KESt ist super". Auf einer Anlegerveranstaltung dieser Tage schwärmte ein Bekannter: "Die Wertpapier-KESt ist super! Und gerecht ist sie auch, jetzt zahlen alle diese Steuer! Und ich brauch nicht wie früher herumrechnen, wann ein Jahr um ist, dass es steuerfrei ist. Weil 50% Spekulationssteuer damals waren schon sehr hoch, da zahl ich jetzt die Hälfte. 25 Prozent finde ich fair." Ich: "Es sind jetzt 27,5 Prozent." Er: "Egal, ist auch nicht viel, verglichen mit 50 Prozent." Ich: "Na ja, immerhin einer, der profitiert. Ich hätte eine niedrigere Steuerklasse, für mich war die Spekulationsfrist auf alle Fälle besser. Traden ist jetzt viel schwerer, weil bei jedem Verkauf gleich soviel an Steuer abgezogen wird, und für das, was ich raus krieg, krieg ich eine geringere Stückzahl, wenn ich dann ein bisserl billiger wieder reingehen würde."

Er: "Aber was anderes: Ich hab da Probleme mit meinen Anleihen, die Firma ist pleite gegangen, wie kann ich die Verluste absetzen?" Ein anderer unserer Runde: "Du musst die Verluste realisieren, also die Anleihen verkaufen!" Er: "Da ist ja kein Handel mehr, die kann ich nicht verkaufen." Der andere wieder: "Dann musst warten, bis der Konkurs beendet ist, dann kannst Du das absetzen, was Du verloren hast." Er: "Alles auf einmal? Ich werde das auf mehrere Jahre absetzen, weil der Verlust ist schon größer als das, was ich in einem Jahr verdiene." (Anmerkung: Trotz 50%iger Progression ist sein Einkommen so hoch nun auch wieder nicht. Er hatte mit diesen Anleihen wohl ein ordentliches Klumpenrisiko im Depot.) Ich: "Das kannst aber nur mit Deinen Wertpapiererträgen ausgleichen, nicht mit Deinem Gehalt." Er: "Ach so? Ich dachte ... weil das ist ja doch ein Teil meines Einkommens ... gut, also halt auf mehrere Jahre, kleinweis mach ich dann eh wieder Gewinne, da kann ich das verwenden ..."

Ich: "Nein, die Verluste sind nicht vortragsfähig! Die Wertpapiersteuer grad in der österreichischen Ausprägung ist alles andere als gerecht. Du kennst uns ja, schau nur mal in die Runde: Mit marginalen bis zufriedenstellenden Gewinnen gfretten wir uns dahin, und wenns mal einen Crash gibt, gibts in einem Jahr geballt sehr hohe Verluste, die die Gewinne der Jahre davor meist auffressen. Trotzdem können wir die Verluste nicht einmal vortragen. Vom Ausgleich mit anderen Einkunftsarten können wir sowieso nicht einmal träumen." (Anmerkung: Und bei ihm war es nicht einmal ein Crash, sondern eine ganz normale Emittentenpleite, verschärft leider dadurch, dass auch sehr solide wirkende Papiere ein Klumpenrisiko in sich bergen können.)




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